Mein umständlicher Weg zu openSUSE 12.3 ;-)

Wie immer habe ich vor meinem Umstieg auf die neue openSUSE Version einige Tage gewartet, damit erhöht sich die Chance, dass auch wirklich alle Programme und Pakete die ich benötige in den jeweiligen Repositories für die neue Version verfügbar sind. Im Prinzip habe ich diesmal vor einem Wechsel auf openSUSE 12.3 gezögert. Warum ? Ich habe hier derzeit ein wunderbar funktionierendes openSUSE 12.2 mit aktuellem KDE 4.10. Alles läuft, alles funktioniert, warum also etwas verändern? Tja, warum wohl … ?  Kein Ahnung. Irgendwie juckt’s in den Finger und die NEUE susi muss auf die Platte. Ein bisschen Risiko muss sein und im Grunde weiß ich ja so ungefähr was mich erwartet. Die Hoffnung auf noch so kleine Neuerungen, Verbesserungen und Geschwindigkeitsgewinne haben mich getrieben.

Nun habe ich schon so oft von einer openSUSE Version zur nächsten gewechselt, dass das inzwischen bei mir schon recht gut organisiert und rotiniert abläuft. Ich bevorzuge die Neuinstallation von der DVD mit Übernahme meiner verschlüsselten Homepartition.

Einige Fakten zu meiner Hardware und den Voraussetzungen:

Mein Gerät ist ein relativ betagtes 17″ Notebook HP Pavilion dv9000 mit Intel(R) Core(TM)2 Duo Prozessor mit @ 2.20 GHz. Das Gerät verfügt über 4 GB Ram und es sind 2 Festplatten mit je 250 GB verbaut. Es gibt bei mir kein Dualbootsystem, sondern es ist „nur“ ein openSUSE 12.2 mit KDE Desktop installiert. Seit geraumer Zeit komme ich ohne Windows auf diesem Gerät aus. Die bestehende openSUSE 12.2 Installation wurde ständig aktuell gehalten. Alle Updates und Patches sind installiert und der KDE Desktop ist ebenfalls auf die aktuellste Version geupgradet. Im Laufe der Zeit ist auch eine ganze Menge Zusatzsoftware dazu gekommen, die nicht aus den offiziellen Repositories stammen. Jedenfalls, die Kiste lief rundum rund .

Kurz vor dem Loslegen habe ich Sicherungen von allen mir wichtig erscheinenden Dateien, Daten und Einstellungen gemacht. Diese Zeit sollte man niemals sparen. Es gibt einerseits ein ruhiges Gefühl und kann andererseits die letzte Rettung bedeuten.

Nun weiß ich nicht genau woran es lag. Waren es meine Erkältungsmedikamente? Jedenfalls kurz bevor ich die 12.3 DVD einlegen wollte kam mir der Gedanke: Versuch doch einfach mal wieder ein Upgrade mit zypper. (und mein Wechselmarathon nahm seinen Lauf 😉 ) Kann ja nichts schief gehen. Mein letzter Versionswechsel per zypper ist schon einige Zeit her. Also bin ich im YaST in die Software Repositories gewechselt und habe  alle Repos von 12.2 auf 12.3 umgestellt. Es befinden sich nur Standard openSUSE Repos, einige wenige Community Repos und zwei KDE 4.10 Repos im meinem YaST. Alle jetzt auf 12.3 umgestellt und aktualisiert. Es wurden keine Fehler oder Probleme angezeigt. Danach habe ich YaST geschlossen und ein Terminalfenster geöffnet. Mit der Eingabe su und dem dazugehörigen Passwort habe ich die notwendigen Rootrechte für die folgenden Schritte erhalten.  Danach erfolgte die Eingabe von zypper refresh zum Aktualisieren der Repos und zypper dup zum Ausführen des Distributionsupgrade.  Bevor das Upgrade beginnt macht zypper mich auf eine ganze Menge ungelöster Abhängigkeiten aufmerksam und bietet jeweils 3 oder 4 Lösungen an. Da begannen meine Probleme. Obwohl ich mich schon relativ lange mit der Anwendung von openSUSE beschäftige war ich bei diesen vielen Problemen überfordert. Mir ist bekannt, dass man Abhängigkeiten unbedingt auflösen muss und sie nicht abwürgen oder ignorieren darf. Aber in meinem Fall diesmal wusste ich bei vielen Problemvorschlägen seitens zypper nicht, welche die richtige Lösung ist. Ich versuchte mich da krampfhaft durch zuarbeiten aber die Liste der ungelösten Abhängigkeiten wurde nicht kürzer. Ich spürte, dass ich mich verrannt hatte. Brach alles ab und begann den ganzen Spaß noch mal bei Null. Völlig von vorne war ich bald wieder bei diesem Punkt angelangt und versuchte wieder die Probleme mit den Abhängigkeiten irgendwie nach bestem Wissen aufzulösen. Diese Prozedur braucht man nie im Leben irgendeinem anbieten um ihn eventuell zu einem Umstieg auf openSUSE zu bewegen. Das geht ja gar nicht. Unmöglich.  Irgendwie ist es mir nach langem hin und her gelungen die Abhängigkeiten aufzulösen und zypper zieht nun das Versionsupgrade durch. Nachdem zypper fertig war brauchte eigentlich nur noch ein Neustart erfolgen und es sollte mich ein frisches neues openSUSE 12.3 anlächeln. Sollte… Schon beim Neustart gibt es Probleme. Der Computer will einfach nicht rebooten, geschweige denn runter fahren. Es bleibt also nur die harte Tour: Resetknopf. Um es nicht allzu lang zu ziehen, hochgefahren ist das neue openSUSE 12.3 dann auch nicht mehr. Mitten beim Booten bleibt der Bildschirm schwarz und der Cursor blinkt oben links. Na toll. Inzwischen leicht angefressen hatte ich jetzt auch keine Lust mehr der Sache auf den Grund zu gehen bzw. nach umständlichen Lösungen zu suchen. 12.3 sollte auf die Platte und zwar fix. Nach dieser Erfahrung werde ich wohl Distributionsupgrades per zypper erst mal meiden. Das tue ich mir nicht noch mal an.

Also DVD rein, Läppi davon booten und… ? Da hatte ich schon wieder so einen Geistesblitz. Auch der DVD Installer bietet doch eine Aktualisierung einer bestehenden Installation an. Diese Variante hatte ich noch nie ausprobiert und das Kind lag ja bereits im Brunnen. Also? Erledige ich eben meine openSUSE Installation schnell auf diese Weise.  Installer läuft an, Aktualisierung ausgewählt und… ? Warten, warten, warten. Irgendwo während des Installationsprozesses hat sich der ganze Mist dann festgerammelt. Das gibt es doch gar nicht. Mir wachsen gerade Federn ! Ich war heute eigentlich nicht auf einen Testmarathon eingestellt. Es sollte nur fix ne openSUSE Installation werden und das ganze sollte nach max. 2 Stunden erledigt sein. Auch diese Variante werde ich so schnell nicht mehr in Betracht ziehen.

Schluss jetzt mit spontanen Experimenten.

DVD rein, Neuinstallation gewählt. So wie sonst auch immer. Ab da an lief die Installation von 12.3 souverän und ohne Schwierigkeiten durch bis zum fertigen neuen System. Was war ich glücklich. Endlich wurde ich doch noch mit einem frischen openSUSE 12.3 belohnt. Durch die Übernahme meiner bestehenden Homepartition fand ich meinen Desktop fast so vor wie noch bei 12.2 . Nur geringe nachträglich Konfigurationen waren nötig um mein gewohntes System wieder zu bekommen.

Es war halt so ein typischer Tag, an dem fast nichts klappen will. Das sind nicht die richtigen Tage für Experimente. Für mich hat sich heute gezeigt, dass ich mit einer Neuinstallation schneller ans Ziel komme als mit einem Upgrade. Jetzt läuft mein openSUSE 12.3 inzwischen ein paar Tage auf meinem Computer und ich bin sehr zufrieden damit. Warum nicht gleich so ?

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KDE Version unter openSUSE updaten

Ich möchte eine Möglichkeit erläutern, wie man unter openSUSE mit grafischen Mitteln von der einen KDE Version zur nächst höheren updaten kann.

 

1. Zuerst stelle ich fest, welche KDE Version ich überhaupt bisher installiert habe. Dazu klicke ich auf’s KMenue > Registerkarte „Computer“ und da auf „System Information“ Dann kommt man zu diesem Fenster mit allerlei nützlichen Informationen, unter anderem auch die KDE Version. Natürlich gibt es auch noch einige andere Wege um an dieses Fenster bzw. an diese Information zu gelangen.

Als Ausgangsbasis habe ich also KDE 4.8.2 installiert.

 

2. Danach rufe ich in einem Webbrowser z.Bsp. Firefox die deutsche openSUSE Wiki mit den KDE Repositorys http://de.opensuse.org/KDE_Repositorys  auf und klicke auf die entsprechende KDE Version die ich installieren möchte.

 

http://de.opensuse.org/KDE_Repositorys

 

3. Auf dieser Seite erhalten wir die Repositorieadressen für die Paketarchive „Kern“, „Extra“ und „Unstable Playground“ Hieraus werden gleich die Adressen einzeln in Yast kopiert und dort eingebunden

Wer genau wissen möchte was sich hinter den einzelnen Repositorybezeichnungen „Kern“, „Extra“ und „Unstable Playground“ verbirgt, der kann das kurz in der openSUSE Wiki nachlesen. Welches Repository man einbinden sollte richtet sich nachdem, welche Software man möchte bzw. installieren will. Das Kern- und Extra Repo kann man bedenkenlos benutzen. Das „Unstable Playground“ ist wie den Name schon sagt nicht mit den stabilsten Paketen bestückt und sollte mit der nötigen Vorsicht eingesetzt werden.

 

4. Das Browserfenster sollte im Hintergrund geöffnet bleiben. Jetzt starten wir YAST (natürlich als Root mit dem entsprechenden Passwort) und wählen links „Software“ und rechts „Software-Repositories“

 

5. Wie auf meinem Screenshot zu sehen, habe ich Factory Repos von KDE eingebunden. Diese sind für Anwender die ein stabiles Problem brauchen nicht zu empfehlen. Hier kann man entscheiden, ob man die bisherigen KDE Repositories bearbeiten (ändern ) oder entfernen und neue hinzufügen möchte. Kommt beides auf’s selbe raus. Wichtig ist nur, dass man nicht verschiedene KDE Repos mit verschiedenen KDE Versionen gleichzeitig benutzt und so ein vermischen der KDE Pakete ermöglicht. Das könnte ein instabiles System zur Folge haben. Also entweder die alten KDE Repos „ändern“ oder „deaktivieren“ oder sogar „entfernen“ bevor die neuen hinzugefügt werden.

 

6. In diesem Fenster wird , wie im Screen zu sehen, die Option „URL angeben“ markiert und „weiter“ Dann gehen wir zurück zum Browserfenster und holen uns den gewünschten Link für die gewünschte KDE Version und…

 

7. tragen den kopierten Link in das dafür vorgesehene Feld im Yast Dialog ein. Der Name des Repositories kann frei gewählt werden.

 

8. Die neu eingefügten Repositories werden eingelesen und das eigentliche Aktualisieren des KDE Desktops kann gleich beginnen.

 

9. Im Yast-Fenster klickt ihr auf „Paket“ – „Alle Pakete“ – „Aktualisieren falls neuere Version verfügbar“

 

10. Die große Anzahl der zu aktualisierenden Pakete deutet schon darauf hin, dass ein größeres KDE Update bevorsteht.

 

11. GANZ WICHTIG! Es kann sein (muss aber nicht zwangsläufig 😉 ) das Yast vor dem Einspielen der Pakete „ungelöste Paketabhängigkeiten“ bemängelt. In diesem Fenster werden dann die „Probleme“ angezeigt, die YAST nicht selbstständig auflöst sondern von euch eine Entscheidung will. Auf keinem Fall solltet ihr eine ungelöste Abhängigkeit „ignorieren“. Das führt früher oder später oft zu Systemschwierigkeiten bis in einzelnen Fällen zu einem kaputten System. Ihr müsst euch da durcharbeiten bis YAST mit allen Entscheidungen zufrieden ist. Ein gutes Zeichen dafür ist, wenn es bei jedem „Ok, Neu prüfen“ weniger ungelöste Abhängigkeiten, statt mehr werden. Sollte man sich dabei verhaspeln, sollte man lieber die ganze Aktion abbrechen und die Softwareaktualisierung noch mal neu beginnen und mit anderen Entscheidungen versuchen.

 

12. Hier zeigt YAST noch mal alle vorgesehenen Änderungen an. Mit einem Mausklick auf „Annehmen“ geht die Installation los.

 

13. Je nach Internetgeschwindigkeit dauert es etwas bis ein ganzes KDE Update heruntergeladen und installiert ist. Auf jeden Fall macht sich anschließend ein Neustart gut, damit die neue KDE Version zum Zuge kommen kann.

 

Fazit:

 

Und schon haben wir die nächst höhere KDE Version, in diesem Fall KDE SC 4.8.3 auf unserem Rechner.

 

Niemals vergessen, vor solchen großen Änderungen am System: Immer vorher wichtige Daten, Dateien und Einstellungen extern sichern. Es kann immer mal was schief gehen 😉

 

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aktuelles Problem mit NVIDIA Treiber Update

Die letzten Tage habe ich mich mit einem unschönen Problem rumgeärgert. Beim Start meines Rechners eines Morgens funktionierte der KDE Plasma Desktop nicht mehr und dafür kam eine Absturzmeldung vom KRunner. Die kam aber nicht nur ein mal, sondern müllte mir akribisch im Sekundentakt meinen Bildschirm zu.

Also, wem ähnliche Probleme zur Zeit das Leben schwer machen, hier die Lösung  (..die vorläufige.. 😉 )

Die Informationen zu der Lösung dieses Problems habe ich bei Diskussionen im openSUSE Forum und bei lisufasblog gefunden.

Das Problem besteht in manchen Fällen im Zusammenhang mit folgenden Voraussetzungen:

  1. NVIDIA Grafikkarte
  2. KDE SC 4.5.2
  3. Neuer NVIDIA Treiber 260.19.12

Scheinbar besteht eine Unverträglichkeit in einigen Fällen. Bisher gibt es noch keine offizielle Meldung dazu. Aber die Mehrheit der User bestätigen diese Möglichkeit.

Lösung:

Bis das Problem mit diesem neuen Treiber gelöst ist, sollte man wieder zu der vorherigen Treiberversion wechseln. Wie immer gibt es bei openSUSE dafür mehrere Möglichkeiten.

Wenn man an Yast aus dem KDE Desktop noch rankommt ist es kein Problem. ( bei mir war es so doll, dass ich den Umweg über einen anderen Desktop [Gnome] bei der Anmeldung genommen habe)

Dann startet ihr „Software“ -> „Software Repositories

Deaktiviert das aktuelle NVIDIA Repository!

und bindet ein NVIDIA Archiv als Repository ein.

http://anorien.warwick.ac.uk/mirrors/opensuse/nvidia/download.nvidia.com/opensuse/11.3/

Das Ersatzweise eingebundene NVIDIA Treiber Archiv

Dann braucht man über Yast nur noch ein Downgrade auf  Treiber 256.53 durchführen und der KDE Desktop funktioniert wieder.

Downgrade des NVIDIA Treibers mittels Yast

Etwas fortgeschrittene Linuxer werden diese Aktion schneller in der Konsole mit zypper erledigen.

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Upgrade von 11.2 auf 11.3 mit Zypper

Seit ich im Januar 2010 darüber berichtet habe, dass man mit zypper dup von einem installierten openSUSE System auf die nächst höhere openSUSE Version upgraden kann, also ohne Neuinstallation zum neuen openSUSE kommt, habe ich auf die Gelegenheit gelauert es endlich ausprobieren zu können. Jetzt ist gerade openSUSE 11.3 erschienen, auf meinem Netbook ist openSUSE 11.2 drauf… Also beste Bedingungen um zypper dup mal auf den Zahn zu fühlen.

Ausgangssituation:

Hardware:

Ich benutze hier ein Netbook „HP Mini 210“ mit Intel Atom N450 Prozessor. 2 GB Ram, 250 GB HDD .
Internet über WLAN
Software:

* Dualbootsystem: 80 GB für Windows 7 Starter und 170 GB openSUSE 11.2 32 Bit DVD Installation über ein externes Laufwerk
* Kernel: 2.6.31.12
* KDE  : 4.4.3

Mein installiertes openSUSE 11.2 ist auf einem relativ aktuellen Stand.

Mit diesem openSUSE 11.2 bin ich gestartet...



Vorbereitungen:

Nun habe ich bei allen Repositories, die ich inzwischen im YaST eingebunden habe, die Pfade angepasst. Dazu habe ich die KDE – Repos lieber gleich entfernt und neu angelegt. Das ging schneller. Bei allen anderen, in dessen Pfad „11.2“ auftauchte, habe ich dieses durch „11.3“ ersetzt. Das Einlesen des bearbeiteten Repositories checkt gleich ob das einfache ersetzten des „11.2“ funktioniert hat. Es gibt eine Fehlermeldung wenn das Repository nicht erreichbar ist. Dann muss man etwas mehr unternehmen um das entsprechende Repo für 11.3 wieder zu finden. Schließlich hat man es für 11.2 ja auch schon mal aufgetrieben 😉

Starte "YaST" als "Root" und wähle links "Software" und danach rechts "Softwrae-Repositories" .



Das sind die eingebundenen Repositories, die jetzt auf die neue Version 11.3 umgestellt werden müssen.

Dieser Punkt macht eigentlich die meiste Arbeit aus. Ist aber zum gelingen auch der wichtigste. Die Repos müssen umgestellt werden. Lässt sich doch eines nicht umstellen ist es besser es zu entfernen bzw. eine Alternative zu suchen.

Das entsprechende Repository mit einem Mausklick auswählen und unten auf "Bearbeiten" klicken. In dem folgenden Dialog dann "gesamte URL bearbeiten" auswählen

Man kann natürlich auch nur die  „Teile der URL bearbeiten„. Das ist eigentlich egal. Wie es jedem Recht ist… Entscheidend ist das Ergebnis.

Sollte eine bearbeitete URL danach ein mal falsch sein, wird das durch eine Information angezeigt. Jetzt muss man erforschen warum nicht. Ist es nur ein Schreibfehler, oder existiert diese neue Quelle so nicht.

Eine Möglichkeit ist, die URL im Browser mal einzugeben. Da findet man manchmal schon den richtigen Pfad. Aber nicht alle Repositories sind per Browser navigierbar. Da muss man dann  schon mal auf der openSUSE-Seite bei den „zusätzliche Paketquellen“ etwas nachforschen und die richtigen suchen.

Upgrade mit Zypper ausführen:

So, wenn alle aktivierten Paketquellen erfolgreich auf 11.3 umgestellt sind, kann das eigentliche Upgrade mit zypper beginnen.

Dazu startet man eine Konsole bzw. ein Terminal. Als erstes meldet man sich als Benutzer Root in der Konsole an mit der Eingabe su gefolgt von Enter, danach das Rootpasswort und wieder Enter und als erstes Kommando tippt ihr zypper refresh ein (Enter drücken).

Ich habe in meiner Konsole die Schriftfarbe etwas geändert, weil ich es so einfach besser lesen kann. Lasst euch durch die Optik der Konsole nicht verwirren, die ist ganz egal.

Durch zypper refresh werden die Paketmetadaten heruntergeladen und die Daten zum schnellen Lesen in den .solv-Zwischenspeicher verarbeitet. Kurz gesagt, die Repos werden aktualisiert.......



Der zweite Befehl lautet zypper dup -d . Damit werden die entsprechenden neuen Pakete geladen.

Sollte Zypper doch mal ungelöste Abhängigkeiten anzeigen, dann stehen meistens auch Optionen mit Lösungen bereit. In meinem Beispiel habe ich Option 1 gewählt. Das Paket sollte beibehalten werden.

Bevor zypper dann richtig anfängt zeigt es noch mal eine Zusammenfassung der anstehenden Änderungen.



Natürlich müssen auch einige neue Lizenzen akzeptiert werden. Mit Enter scrollt ihr durch den text und mit Q beendet und bestätigt ihr die Lizenz



Manche Lizenzen müssen auch mit der Eingabe von "Ja" bestätigt werden.



Hier sieht man: Nachdem ich drei Lizenzen zugestimmt habe fängt Zypper an die Pakete abzurufen.



Das dauert dann auch so seine Zeit. Je nach Menge und Internetanbindung.


Leider sind mir ab hier die weiteren Screenshots durch einen Fehler misslungen. Der Rest ist aber nicht mehr spektakulär. Wenn das Laden der Pakete abgeschlossen ist gibt man das dritte und letzte Kommando
zypper dup
gefolgt von Enter ein. Jetzt wird das Upgrade ausgeführt. Das dauert auch noch mal wieder eine kleine Weile. Und wenn das abgearbeitet ist fehlt nur noch der abschließende Systemneustart.

Danach ist auf dem selben System die neue aktuelle openSUSE Version.



Fazit:

Eine super Sache.  Ich bin mit einem vollständig nach meinen Ansprüchen durchkonfiguriertem openSUSE 11.2 gestartet. Und hinterher hatte ich das genauso vollständig durchkonfigurierte openSUSE 11.3. Ohne nach dem Upgrade irgendeine Hardware oder Einstellung erneuern zu müssen. Das spart echt Zeit und Mühe.



Kleiner Wermutstropfen :  Mein System hatte ein Problem bei openSUSE 11.2. Es funktionierte die automatische Anmeldung des Benutzers nicht. Ließ sich aus mir unbekannten Gründen auch nicht neu einstellen. ( Habe da mal was kaputt gespielt 😉 ). Das Upgrade auf openSUSE 11.3 hat den Fehler aber auch nicht behoben. Er ist nach wie vor da und lässt sich erst mal nicht verstellen. Das wäre bei eine Neuinstallation auf jeden Fall wieder in Ordnung.


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Kompletter openSUSE-Versionswechsel mit „zypper“

Wenn eine neue openSUSE Version erscheint stellt sich für viele User immer die Frage, ob sie ihre bisherige openSUSE Installation per Update von der DVD/CD oder per Neuinstallation auf den neuen Stand bringen. Die Updatefunktion der Installationsroutine der openSUSE Medien hat viele Nutzer nie richtig überzeugt.
Seit openSUSE 11.1 gibt es nun erstmals offiziell die Möglichkeit einen solchen Versionssprung mit dem Kommandozeilentool „zypper“ durchzuführen.

Möchte man z.Bsp. ein openSUSE 11.1 mit zypper auf openSUSE 11.2 auffrischen, geht man folgendermaßen vor:

1. Pfade der Repositories anpassen
YaST“ starten und „Software | Repositories verwalten wählen. Dort bei allen Paketquellen den Pfad von 11.1 zu 11.2 ändern. Sicherheitshalber kann man mit den kompletten URL’s der Paketquellen in einem Browser kontrollieren, ob die Quelle auch mit der Änderung nach 11.2 erreichbar ist.
Ganz wichtig ist, dass mindestens die Repositories oss und update aktiviert sind. Auch alle später hinzugefügten Repos wie z.Bsp. Packman, VideoLan u.s.w. müssen nach 11.2 umgestellt werden.
Besondere Vorsicht ist bei Nutzern der proprietären 3D-Treiber von Nvidia und ATI geboten. Hier ist es ganz besonders wichtig, dass man sich vorher überzeugt, dass für die neue openSUSE Version ein funktionierendes Repository existiert. Sicherheitshalber kann man vor dem Update auch von dem proprietären Treiber auf VESA wechseln.

2. Update ausführen
Danach öffnet man ein Konsolen- oder Terminalfenster, meldet sich mit der Eingabe su und dem dazugehörigen Passwort als Root an.
Danach gibt man folgende Befehle ein:

————————————

zypper refresh
zypper dup -d
zypper dup

———————————–

Wenn alles abgearbeitet ist und nach einem Neustart ist das installierte openSUSE eine Versionsnummer höher.


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openSUSE 11.2 updatet KDE auf 4.3.4

Bisher war es bei openSUSE so, dass eine Versionsnummer, die es in die Distribution geschafft hat, dann auch so in dieser Distributionversion blieb. Das war bei den großen Desktops, wie KDE und Gnome besonders zu spüren und oft Grund zur Kritik. Höchstens Programmverbesserungen, als s.g. Backports wurde in einzelne Programme eingeflegt.
Jetzt will Novell erstmals in einer openSUSE Version, in openSUSE 11.2, KDE von der Version 4.3.1 auf 4.3.4 updaten.
Das ging zwar vorher auch schon wenn man die entsprechenden Repos eingebunden hatte, aber diesmal macht das openSUSE Team in Kürze diesen Versionsprung über die ganz normalen Backports-Repos und somit über das Online-Update möglich.
In Kürze werden also alle openSUSE 11.2 Nutzer über das Online Update die neue KDE Version 4.3.4 erhalten.
Das ist in sofern sehr positiv, weil das in openSUSE 11.2 enthaltene KDE 4.3.1 noch einige kritische Fehler enthält, die in Version 4.3.4 behoben wurden. Da im Februar KDE 4.4 erscheint ist KDE 4.3.4 die letzte Version der KDE 4.3-Serie und wird somit am längsten und besten gepflegt werden.

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OpenSUSE berät über verbessertes Distributions-Update

Ein einfacheres Update von einer OpenSuSE-Version auf die nächste steht ganz oben auf der Wunschliste der OpenSUSE-Benutzer.
Auf der relativ neuen Feature-Tracking-Seite wünschen sich die meisten OpenSuSE Nutzer, dass in künftigen Versionen ein Update von OpenSuSE auch ohne Neuinstallation machbar sein sollte – vergleichbar dem dist-upgrade bei Debian.
Die meisten kennen es ja, dass ein openSuSE-Update anders als bei Debian, Ubuntu oder Fedora mit größeren Problemen verbunden ist, wenn man das System schon einige Zeit gepflegt und weiter ausgebaut hat. Lediglich ein Upgrade von der DVD wird offiziell unterstützt und ist auch nur sehr bedingt empfehlenswert.

Ein automatisiertes und reibungsloses Distributions-Update ist in den Augen der Entwickler das einzige wesentlich Feature, das Debian und Ubuntu OpenSUSE voraus haben. Nicht nur im Geschäftsumfeld sei dies durchaus sehr wichtig. Es sei unter anderem auch ein Verkaufsargument für die Unternehmensvarianten von SUSE Linux. In der Diskussion dieses Features erwägen die Entwickler, einen Blick auf die Vorbilder Fedora und Ubuntu zu werfen und schon für den Übergang von OpenSUSE 11.1 auf 11.2 eine Lösung anzubieten.

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OpenSuse 11.1 zukünftig ohne proprietäre Software

Nachdem OpenSuse bereits proprietäre Treiber aus der Distribution verbannt hat, verschwinden in der kommenden Version 11.1 nun auch proprietären Applikationen.
Wie Joe »Zonker« Brockmeier auf der Projektseite bekannt gibt, haben sich die Mitglieder darauf geeinigt, die ungeliebten Lizenzvereinbarung aus OpenSuse zu entfernen.
Darurch erhofft sich das Team, es Entwicklern und Drittherstellern einfacher zu machen, auf OpenSuse basierende Produkte zu erstellen. Extra dafür wurde eine neue Lizenz erstellt, die es leichter machen soll, OpenSuse zu verändern und zu vertreiben.
Wegen diesen Änderungen wird OpenSuse 11.1 auf dem Hauptmedium ohne proprietäre Applikationen wie z. Bsp.dem Acrobat Reader oder Sun Java auskommen müssen.
Wer allerdings in der neuen OpenSuse auf proprietäre Software nicht verzichten will, kann sich die wichtigsten Applikationen bereits mit dem ersten Update automatisch herunterladen und in das System einbinden lassen. »Es ist nicht schwieriger als ein Update-Vorgang«, meint „Zonker“.

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OpenSuse – Update oder Neuinstallation ?

OpenSuse 11.1 ist nicht mehr weit und wie schon so oft plagen sich die Linuxer mit der Frage, ob sie per Update von einer früheren OpenSuse-Version oder per Neuinstallation in den Genuss des neueren OpenSuse kommen.
Ich habe seit der Version 6.4 jede OpenSuse ( oder damals noch Suselinux ;-)) – Version mitgemacht und alle Möglichkeiten ausprobiert.

1. Update:
Im Prinzip ist es bisher immer möglich gewesen mit der Update-Option vom Installationsmedium ein OpenSuse auf eine neuere Version zu bringen.
Aber trotzdem rate ich davon ab !
Richtig gut funktioniert das nur, wenn man ein fast „jungfräuliches“ System hat. Hat man aber schon im Laufe der Zeit diverse Änderungen am System vorgenommen
– Systemdateien verändert oder hinzugefügt,
– Programme von anderer Herkunft als vom Installationsmedium installiert ,
u.s.w.
funktioniert das ganze schon nicht mehr so richtig und das Update macht mehr Nacharbeit nötig als einem lieb ist.
Manchmal sind einige Sachen in neuen OpenSuse Versionen auch nicht mehr vorhanden bzw. sie sind neu gestaltet, die in der alten Version aber noch tadellos funktionieren. Das bringt mehr Schwierigkeiten ins System und man beginnt schon mit der Beseitigung von Problemen, wo man eigentlich ein neues stabiles System erwartet.

mein Fazit: Wer ein fast „jungfräuliches“ OpenSuse-System als Ausgangsbasis hat kann ein Update vom Installationsmedium durchführen. Für alle anderen geht’s unten weiter 😉

Free userbars

2. Neuinstallation:
a.) Bei einer guten Linuxinstallation ist das /home Verzeichnis auf einer extra Partition untergebracht. Und das ist großer Vorteil für viele Linuxer.
Wenn man bei der Neuinstallation mit dem OpenSuse-Installer an den Punkt der Partitionierung kommt, formatiert man die Partition auf der das /home Verzeichnis ist einfach NICHT, sondern bindet es wieder als /home in die neue Partition ein.
Also genau hinsehen: Alle anderen Partitionen auf denen das neue OpenSuse-Linux soll, müssen FORMATIERT werden. Damit sind sie leer und frei für das neue System. Aber die Partition mit /home NICHT FORMATIEREN, sondern so wie sie ist wieder mit einbinden.
Dann muss man nur noch drauf achten, dass man die Benutzer wieder genauso anlegt wie sie auf dem alten System waren. Wenn man alles richtig gemacht hat, hat man nach der Anmeldung bzw. nach dem Rechnerstart wieder sein Homeverzeichnis wie auf dem alten System zur Verfügung, mit allen Einstellungen und Daten. Desktopeinstellungen wie z.Bsp. das Hintergrundbild, spezielle Programmeinstellungen, Lesezeichen, Kontakte u.s.w alles ist wie vom alten System gewöhnt sofort wieder da.
Problem bei dieser Variante:
Wenn die Versionsprünge der Software und Programme zu groß und zu heftig sind ( z.Bsp. von KDE 3 zu KDE 4 ) dann funktioniert das nicht ganz so perfekt. Genauso besteht so schon eher die Gefahr, dass man sich sein Homeverzeichnis unkontrolliert vollmöllt, weil alte Daten, Einstellungen und Dateien eventuell nicht mehr gebraucht aber nicht entfernt werden.

b.) Variante 2.b ist meine eigentliche Empfehlung. Damit habe ich im Laufe der Jahre die besten Erfahrungen gemacht. Eigentlich genau das gleiche wie bei Pkt. 2.a .
Nur das man die im Verzeichnis /home/benutzername versteckten KDE-Verzeichnisse ( es könnten eventuell 2 sein ) vorher löscht oder noch besser – umbenennt, dann ist der Inhalt für den Notfall noch da, falls man was vergessen hat. Dabei gibt es auch wieder etwas zu beachten.
Vorher sollte man unbedingt von KDE-Einstellungen und KDE-Programmen die einem wichtig sind Einstellungen sichern. Welche das sind, hängt davon ab, welche man benutzt.
Bei mir ist das z.Bsp der KDE Passwortsave „Kwallet“ in „KOrganizer“ die Kontakte und den Kalender ( für alle gibt es eine gute Export- und Importfunktion)
Das löschen oder umbenennen der versteckten KDE Verzeichnisse geht aber gar nicht so ohne weiteres. Wenn ihr aus eurer KDE Oberfläche euer eigenes verstecktes KDE Verzeichnis löscht / umbenennt, legt KDE es sofort wieder neu an. So geht es also nicht. Auch für dieses Problem gibt es wieder mehrere Möglichkeiten. Entweder ihr meldet euch als root an und benennt dann das .kde-Verzeichnis in dem entsprechenden Homeverzeichnis um, oder ihr startet euer System mit einer anderen Oberfläche als KDE, z.Bsp. mit Gnome oder mit Xfce. Eine zusätzliche Option ist auch, den Computer mit einer Linux-Live-CD ( wie z.Bsp. Knoppix ) zu booten und von da aus dann die entsprechenden Verzeichnisse umzubenennen.
Die Nachteile dieser Variante sind: Man muss sich nach erfolgter Neuinstallation wieder an die Gestaltung des pers. Desktops machen, die Sicherungen und Lesezeichen an die richtigen Stellen zurück spielen. Es ist aber auch eine Chance, etwas Ordnung in das Homeverzeichnis zu bringen.

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Updatewarnung für neuen Kernel 2.6.25.18-0.1.

OpenSuse 11 Anwender können jetzt per Paketmanager ( z.Bsp. YAST ) über die Online-Repositories den Kernel 2.6.25.18-0.1. installieren.

Vor einem überhasteten Update wird aber in diesem Forumsbeitrag gewarnt. Also besser erst lesen und gegebenfalls mit dem Update warten. 😉

Opensuse

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