Mediatomb – Medienserver für Linux

Wenn man Filme,ein Urlaubsvideo, Fotos oder auch Musik vom Computer zu einem anderen Gerät, wie z.Bsp. dem Smart-TV, eine Spielkonsole, ein Smartphone oder irgend ein anderes UPnP-fähiges Gerät streamen möchte, braucht man für diesen Zweck auf dem Computer einen Medienserver wie z.Bsp. das OpenSource Programm Mediatomb.
Mediatomb ist ein Free UPnP MedienServer und kann komfortabel über ein Webinterface Multimediainhalte für andere Geräte im Heimnetzwerk zur Verfügung stellen.

Installation:

Mediatomb kann bei openSUSE wieder per YaST oder Zypper installiert werden. Voraussetzung ist, dass das Packman Repository eingebunden ist.

 

mediatomb_002

Mediatomb Installation per YaST

 

 

Einrichtung:

Unter openSUSE muss nun noch die Firewall angepasst werden damit man von entfernten Geräten auf die Freigaben des Medienservers zugreifen kann. Dazu startet man YaST ( gibt auf Anfrage das Root Passwort ein 😉 )

Im YaST wählt man auf der linken Seite „Sicherheit und Benutzer“ und danach in der rechten Seite „Firewall“ aus.

Zuerst muss die Firewall gestoppt werden.

Zuerst muss die Firewall gestoppt werden.

 

Wenn die Firewall angehalten ist, klickt ihr links auf "Erlaubte Dienste"

Wenn die Firewall angehalten ist, klickt ihr links auf „Erlaubte Dienste“…

 

... und danach rechts auf "Erweitert"

… und danach rechts auf „Erweitert“

 

In dem nun folgenden Fenster tragt ihr hinter TCP-Ports die Ports 49152 49153 49154 ein. Wichtig! Beachtet das Leerzeichen zwischen den Ports als Trennung.

In dem nun folgenden Fenster tragt ihr hinter TCP-Ports die Ports 49152 49153 49154 ein. Wichtig! Beachtet das Leerzeichen zwischen den Ports als Trennung. Bestätigt diesen Dialog dann mit „OK“ und geht zurück zur Firewallübersicht.

 

Hier klickt ihr dann zuerst links auf "Start" und danach rechts auf "Einstellungen speichern und Firewall jetzt neu starten"

Hier klickt ihr dann zuerst links auf „Start“ und danach rechts auf „Einstellungen speichern und Firewall jetzt neu starten“ und zum Schluss unten rechts auf „Weiter“.

 

Zum Schluss gibt es eine Zusammenfassung der Firewallkonfiguration. Dort könnt ihr eure freigegebenen Ports noch mal kontrollieren.

Zum Schluss gibt es eine Zusammenfassung der Firewallkonfiguration. Dort könnt ihr eure freigegebenen Ports noch mal kontrollieren.

Programmstart:

Mediatomb startet erst mal unter openSUSE nicht automatisch. Den ersten Start von Mediatomb führt man im Terminal oder in der Konsole durch. Einfach durch Eingabe von „mediatomb“ (ohne Anführungszeichen).

 

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Nach der Eingabe von „mediatomb“

Da der Mediatomb Medienserver als Bedienoberfläche über ein Webinterface verfügt ruft man diese im Browser mit http://localhost:49152 auf dem Computer auf, auf dem Mediatomb auch installiert ist.

Das Webinterface von Mediatomb

Das Webinterface von Mediatomb

Mediatomb zeigt in seinem Webinterface einmal die Dateien (Filesystem) des Computers auf dem es installiert ist und seine eigene Mediendatenbank (Database), in dem es die freigegebenen Medien verwaltet. Wenn man jetzt ein Video von diesem Computer freigeben möchte, dann wechselt man in Mediatomb ins „Filesystem“ und hangelt  sich zu der Datei durch. Also, wie zum Beispiel bei mir: Mein Video liegt bei mir unter /home/thomas/Downloads/. Rechts werden mir jetzt die Medien in diesem Verzeichnis angezeigt. Um bei meinem Beispiel zu bleiben liegt da bei mir jetzt „Urlaubsvideo.avi“.

Rechts am Bildschirmrand neben „Urlaubsvideo.avi“ ist ein Plus-Icon. Dieses klicke ich mit der Maus ein mal an. Damit ist es in der Datenbank aufgenommen und wird freigegeben.

Danach wechsle ich auf der linken Seite zu „Database“. Dort gibt es jetzt unter „PC Directory“ einen Dateibaum bis zu meinem Freigabeverzeichnis und zu meinem freigegebenen Video.

 

Weiterführende Links:

Mediatomb Homepage (engl.)

wiki.ubuntuusers.de/Mediatomb (deu.)

easylinux.de/Artikel/ausgabe/2012/02/040-mediatomb-upnp/ (deu.) – Ist schon etwas älter, aber trotzdem noch sehr hilfreich.

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Pinta – ein simples Bildbearbeitungs- und Zeichenprogramm

Pinta ist ein freies Bildbearbeitung- und Zeichenprogramm für Linux. Es soll nach dem Vorbild von Paint.NET für Windows eine freie Alternative zu Gimp unter Linux darstellen und richtet sich an Neulinge wie auch an erfahrende Anwender und ist für mehrere Platformen wie Windows, Mac OS und Linux verfügbar.
Das Programm enthält bisher die grundlegenden und typischen Funktionen eines Bildbearbeitung- und Zeichenprogramms und auch schon einige Effekte. Die Entwicklung von Pinta ist aber auch im Gegensatz zu anderen schwergewichtigen Bildbearbeitungsprogrammen unter Linux wie z.Bsp. Gimp und Krita noch sehr jung. Die Weiterentwicklung kann auch durch die Benutzer mit beeinflusst werden, indem man seine Vorschläge in Pintas Ideen-Forum schreibt.  Pinta unterstützt neben der Möglichkeit, Bilder zu bearbeiten auch Filter und Farbwerkzeuge und eine unbegrenzten Undo-Funktion . Das Hauptaugenmerk der Entwickler lag aber auf einer einfachen Bedienung. Die Programmoberfläche lässt sich weitgehend an die Wünsche des Anwenders anpassen.


Die Programmoberfläche von Pinta

Installation:

Aktuell ist derzeit die Pinta-Version 1.4. Das openSUSE Repository bietet derzeit (25.10.2012) die Version 1.1 von Pinta an. Um die Version 1.4 zu bekommen muss man sich das entsprechende Repository der openSUSE Mono Community einbinden.

Für openSUSE 12.2 : http://download.opensuse.org/repositories/Mono:/Community/openSUSE_12.2/

Danach kann man ganz normal das Programm mit YaST oder Zypper in der Konsole, je nachdem wie es jeder gewohnt ist, installieren.


Die Installation von Pinta mit YaST nach dem Einbinden des entsprechenden Repository

Alternativ kann man auch die 1-Klick-Installation von http://software.opensuse.org nutzen. Das kommt zwar auf das selbe wie oben beschrieben heraus, ist aber eventuell schneller erledigt.


Auf der Seite http://software.opensuse.org/ nach Pinta suchen und Ihr erhaltet ähnliches Bild wie oben. Da klickt Ihr dann auf den Link „1-Klick-Installation“

 

Wenn Ihr diese Aktion mit dem Browser Firefox durchführt sieht das nächste Dialogfenster folgendermaßen aus, ansonsten etwas abgewandelt…


Das zu ladende Paket kann direkt mit dem Softwareinstaller geöffnet werden.

Es folgen eine Reihe von Fenster die durch die einzelnen Installationsschritte führen. Dabei handelt mehr oder weniger um reine Informationen, die man zur Kenntnis nimmt und mit „weiter“ wegklickt. Am Ende wird auch auf diese Weise das Programm „Pinta“ erfolgreich installiert sein.

Für manche einfache Bild- oder Fotobearbeitungen ist Gimp oder auch Krita mit ihrem unendlichen Funktionsumfang manchmal überdimensioniert. Da kommt Pinta dann gerade recht. Eventuell trifft es auch den Nerv derjeniger, die sich unter Linux nie so richtig an die Bildbearbeitung heran gewagt haben, weil eben Gimp und auch Krita nicht gerade die Einsteigerfreundlichsten sind. Sei es wie es sei … Für kleinere Aufgaben reicht Pinta im Augenblick aus. Für anspruchsvollere Aktionen müssen dann aber doch die Profis Gimp und Krita ran . 🙂


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Videoschnitt mit Avidemux

Gleich vorweg, ich bin kein Videoprofi. Meine Kenntnisse über Video- und Audiocodecs beschränken sich auf die eines Anwenders. Ich weiß, das man Codecs braucht und wie man sie einsetzt. Einige sind mir bekannt, aber längst nicht alle . Und wie sie genau funktionieren entzieht sich völlig meiner Kenntnis. Und das ist auch gar nicht schlimm, denn ich will nur Anwender sein.

Mein Anliegen war folgendes: Ich lasse mir bei onlinetvrecorder.com einige Fernsehsendungen aufnehmen. Letztendlich habe ich dann das aufgenommene Video als avi Datei bei mir auf der Festplatte und keinen blassen Schimmer zu den technischen Details dieses avi Videos . Nun möchte ich dieses Videos schneiden. Anfang und Ende etwas präzisieren und die Werbepausen entfernen. Dazu habe ich ein Programm gesucht, mit dem ich das einfach und schnell erledigen kann, ohne mich lange mit den technischen Einzelheiten des Videos beschäftigen zu müssen. Es gibt ja so einige Videobearbeitungs- und Schnittprogramme unter Linux.

Da wären zum Beispiel:

Ich möchte hier unter anderem den Videoeditor Avidemux empfehlen. Avidemux ist ein freies, plattformunabhängiges Videoschnittprogramm, das zahlreiche Formate unterstützt. Einige Windowsumsteiger werden daher Avidemux schon kennen. Es ist designed für möglichst einfaches Schneiden, Filtern und Codieren. Warum fiel meine Wahl auf Avidemux? Einige ( ich habe ehrlich gesagt nicht alle durchprobiert :-] ) der anderen Videoeditoren mussten meine Videodatei erst langwierig importieren und nach dem Schneiden noch mal langwierig exportieren. Bei einigen sollte ich beim Exportieren noch geschätzte tausend Optionen einstellen. Dabei sollte die Datei vom Format her unverändert bleiben. So wie eingelesen — auch wieder ausgegeben. Und genau das macht Avidemux. Es öffnet die Datei, ich kann meine Szenen raus schneiden und zum Schluss speichert man das Video einfach wieder. Fertig.

Installation:

Die Installation erfolgt für openSUSE wieder typisch per YaST oder Zypper. Avidemux ist im Packman Repository enthalten. Ein Packman Repository sollte in jedem openSUSE System eingebunden sein.

 

Die Installation von Avidemux mittels YaST. Das Sprachpaket und das grafische Frontend werden gleich automatisch mit ausgewählt.

 

Nach der Installation kann man das Programm entweder, bei KDE aus dem K-Menü oder mit dem Krunner (Alt + F2) und der Eingabe „avidemux“ starten

 

Avidemux per Krunner (Alt+F2) starten

 

Bedienung Bsp.

Das ist das recht übersichtliche Programmfenster von Avidemux. Um eine Videodatei zu laden, geht man ,wie bei jedem anderen Programm auch, auf „Datei – Öffnen“ und sucht die entsprechende Videodatei aus.

 

Nachdem die Videodatei eingelesen ist schiebt man den Regler (1) bis zur ersten Stelle bei der man schneiden möchte und klickt auf den Button „B“ (2) . Jetzt ist ein Bereich vom Anfang des Videos bis zum Regler markiert. Danach klickt man in der oberen Menüleiste auf „Bearbeiten“ – „Löschen“ oder … drückt einfach die Entf. Taste. Somit verschwindet der markierte Abschnitt und die markierte Szene ist gelöscht.

Diesen Vorgang wiederholt man jetzt bei jeder Stelle, die man entfernen möchte. Man schiebt den Regler zum Beginn der Szene und klickt auf den „A“ Button. Dann den Regler zum Ende der Szene schieben und den „B“ Button klicken. Entf. Taste drücken und die Szene ist aus dem Video verschwunden. Mit dem Rädchen ganz rechts kann man den Regler etwas genauer und feiner steuern.

Bei längeren Videos wie ganzen Filmen kann es manchmal vorkommen das die Audiospur etwas verrutscht. Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Speichern mal an einige Stellen zu springen und in das Video reinzuhören. Um genau zu erfahren, ob die Tonspur beim Schneiden verrutscht und wenn ja, um welchen Wert, klickt man in der oberen Menüleiste auf „Audio“ – „Hauptspur“.


 

Hier erfährt man ob die Tonspur verrutscht ist und um welchen genauen Wert.

 

Sollte die Audiospur etwas verrutscht sein, kann man es mit Avidemux auch wieder korrigieren. Dazu aktiviert man die Option „Delay“ (Verzögern) und ändert den Wert entsprechend der Information im o.g. „Hauptspurdialog“ .

Ist also die Audiospur um – 0,4 ms verschoben muss man den Wert bei „Delay“ auf (+) 0,4 ms einstellen.

Wenn man das Video so hat wie man es haben möchte speichert man es folgendermaßen.

 

„Datei“ – „Speichern“ – „Video speichern“

 

Das war’s. Avidemux kann natürlich noch einiges mehr.  Probiert es aus. 😉

 

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VLC media player – ein echter Multimedia-Alleskönner.

Update: Dieser Artikel vom September 2009 wurde im Januar 2012 aktualisiert

kegel

Der schlanke VLC Media Player zählt zu den beliebtesten Wiedergabe-Programmen für Multimedia-Inhalte nicht nur in der Linux-Welt.  Auch viele Windows- und Mac User nutzen dieses hervorragende Programm.

Ein wichtiger Grund dafür ist der problemlose Umgang mit den häufigsten Video- und Audio-Formaten. So spielt der VLC etwa DVDs ( mit Menü ) genauso ab, wie Video-CDs, MP3s, MOV- und FLV-Dateien oder DivX.

Der Player unterstützt MPEG- und DivX-Streaming und kann damit auch Videos schon während des Downloads abspielen.  Man kann sich den Beginn des Films anschauen und prüfen ob sich der Download wirklich lohnt. Ebenso kann  man auch ZIP gepackte Files abspielen, ohne diese vorher entpacken zu müssen.

Die Lautstärke des Filmes kann künstlich auf bis zu 200 Prozent erhöht werden, falls das Video zu leise sein sollte. Zusätzlich kann der „VLC media player“ auch nach Albencovern suchen.

Eine Playlist-Funktion erlaubt das Abspielen mehrerer Filme hintereinander.
In der Version 1.0.x haben die Entwickler die Software um wichtige Formate ergänzt und den Grundstein für Blu-ray-Unterstützung gelegt. Darüber hinaus wurde der „VLC media player“ um neue Wiedergabe- und Aufnahme-Funktionen erweitert.

Der Funktionsumfang des „VLC media player“ ist so groß, dass er sich nur unzureichend wiedergeben lässt. Am besten den „VLC media player“ selber ausprobieren. Er gehört einfach zur Grundausstattung. ( bei einem Linux Computer gehört er schon zum „Guten Ton“ 😉 )

Installation:

Eine Möglichkeit, von der ich doch eher abraten möchte, ist die 1-Klick Installation über die Projektseite http://www.videolan.org/vlc/download-suse.html
Dabei wird das VideoLan Repository eingebunden. Dadurch passiert es, wenn man ebenfalls das Packman Repo eingebunden hat, dass man zwei Repos benutzt, die beide den „VLC media player“ und dazugehörige Dateien und Abhängigkeiten anbieten. Bei der Installation des „VLC media player“ kann es dann zu unzähligen nicht aufgelösten Abhängigkeiten und Problemen kommen, weil sich die Pakete aus beiden Repos mischen.

Ich selbst favorisiere die Installation aus dem Packman Repository. Das Repository von Packman sollte ohnehin auf jedem openSUSE System nicht fehlen und wird auch für die Installation des „VLC media player“ benötigt. Das Packman Repo habe ich bereits über die Community Repositories in meinem System eingebunden. Die Installation ist denn eigentlich keine Hürde mehr. YaST als Root starten. Über die Suchfunktion im YaST Modul „Software installieren oder löschen“ nach vlc suchen und installieren. Das war es schon.

Die Installation des VLC media players ist unter openSUSE die gleiche Prozedure wie bei jeder anderen Softwareinstallation per YaST auch.

Der VLC Player startet mit einem äußerst sparsammen und unscheinbarem Programmfenster. Diese Aufmachung lässt die tatsächlichen Fähigkeiten des VLC nur erahnen.

Der VLC Player startet mit einem äußerst sparsamen und unscheinbarem Programmfenster. Diese Aufmachung lässt die tatsächlichen Fähigkeiten des VLC nur erahnen.

Einige der Möglichkeiten im VLC

Einige der Möglichkeiten im VLC

Das Einstellungsfenster des VLC.

Das Einstellungsfenster des VLC.

Wem der „VLC media player“ doch zu spartanisch daher kommt, der kann sich den Player mit etlichen Skins verschönern. Auf der speziellen Skin – Webseite ist die Auswahl recht groß.

Ja auch das ist der VLC. Mit einem Skin von vielen verschönert.

Ja auch das ist der VLC. Mit einem Skin von vielen verschönert.

Fazit:
Der „VLC media player“ sollte auf keinem Linuxsystem fehlen. Wer Multimediadateien an seinem Linuxsystem komfortable und ohne Stress abspielen will, ist mit dem VLC bestens bedient. Auch in der Windowswelt läuft der VLC anderen Playern den Rang ab.

Links:
VLC media player bei Wikipedia
VideoLAN Projektseite

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perfekte Screenshots mit shutter

Update 15.01.2012: Diesen Artikel habe ich für openSUSE 12.1 überarbeitet. Es ist jetzt für Shutter für openSUSE 12.1 ein anderer 1-Klick-Installationslink eingefügt. Dieser bring die erforderlichen Repositories mit, um die Abhängigkeiten von Shutter erfolgreich aufzulösen.

 

Shutter ist ein Programm zum einfachen Erstellen von Bildschirmfotos (Screenshots). Mit Shutter kann man, im Gegensatz zu den einfachen mitgelieferten Tools wie KSnapshot von KDE und dem von Gnome, die gemachten Bildschirmaufnahmen auch gleich Bearbeiten. Und das nimmt einem viel Arbeit ab. Wer Bildschirmfotos macht, will oftmals auch noch einen Bereich in dem Bild speziell markieren oder mit einem Pfeil auf etwas hinweisen oder bestimmte Anmerkungen einbringen u.s.w. Wenn man die Screenshot-Tools von KDE oder Gnome zur Aufnahme benutzt hat, muss man jetzt noch mit einem anderen Grafikprogramm nacharbeiten. Mit Shutter kann man solche Sachen gleich erledigen. Deshalb hat Shutter sich lt. LinuxUser: “ inzwischen zur komfortabelsten Screenshot-Lösung unter Linux gemausert“.

 

Installation:

Die Installation von Shutter ist durch die vielen Abhängigkeiten des Programmes nicht ganz so einfach wie sonst bei anderen Programmen. Das kommt daher, dass eine ganze Menge der Dateien und Pakete, die Shutter zum reibungslosen funktionieren benötigt, in Repositories liegen, die man in der Regel nicht für den alltäglichen Betrieb eingebunden hat. Die Installation von Shutter ist deshalb nicht schwierig oder gar problematisch. Man muss halt nur alle Repos zusammen haben, damit Shutter bei der Installation alle erforderlichen Pakete findet.

Und da kommt uns die hervorragende openSUSE 1-Klick-Installation zu Hilfe. Diese 1-Klick-Installation nimmt uns den ganzen Kram ab und richtet alle erforderlichen Repos bei unserem System ein und installiert das gewünschte Programm.

1-Klick Installation für openSUSE 12.1 :                            1-Klick Installaion

Ich habe für euch mal die paar Schritte der 1-Klick-Installation dargestellt. ( die Screenshots natürlich mit Shutter 😉 ) Daran kann man sehen, wie fix und unkompliziert es eigentlich ist. ( … wenn man weiß, wie 😉 ) Für die Installation wird das Root Passwort abgefragt, welches man selbstverständlich zur Verfügung haben sollte.

 

Nach einem Klick auf die 1-Klick Installation meldet sich der Datei Öffnen Dialog und fragt, womit er die Datei "shutter.ymp" öffnen soll. Natürlich mit dem "YAST-Meta-Package-Handler".

 

Hier sieht man schon welche zusätzlichen Repos eingebunden werden und das sie auch nach der Installation eingebunden bleiben. Wer das ändern will klickt unten rechts auf "Anpassen"

 

Auch hier kommt man nicht drum herum, wenn man Shutter installieren möchte.

 

Installation erfolgreich! Shutter ist jetzt auf eurem openSUSE installiert.

 

Programmstart:

Shutter nistet sich im KMenue ein und kann bequem von dort gestartet werden.

Shutter starten aus dem KMenue

 

oder mit dem K-Runner  [ALT +F2]

Shutter Start mit dem K-Runner

 

Shutter in Action:

Das ist die Programmoberfläche von Shutter.

 

Die gemachten Aufnahmen legt Shutter als Tabs ab. Klickt man oben rechts auf den „Bearbeiten“ Button wird Shutter zum Grafikbearbeitungsprogramm.

Im Bearbeitungsmodus hält Shutter die Möglichkeiten bereit, die man am häufigsten zum Bearbeiten von Bildschirmfotos benötigt.

 

und bei einem Klick auf den „Exportieren“ Button kann man die gemachten Aufnahmen gleich entweder auf einen eigenen FTP Account oder einem öffentlichen Bilder Hoster hochladen.

Unter Einstellungen können vielfältige Optionen an den eigenen Gebrauch angepasst werden.

 

Weitere Links zu Shutter:

Shutter Projektseite (en)

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Audio CDs rippen unter openSUSE / KDE mit Audex

Wer aus seinen Musik CDs mp3 oder ogg Dateien (auch mp4 und wave möglich) für den Player erstellen möchte, will daraus eigentlich keine Wissenschaft machen. Es soll möglichst schnell, unkompliziert und komfortabel zu erledigen sein. Unter Linux gibt es, wie soll es auch anders sein 😉 , wieder reichlich Möglichkeiten Audio CDs zu rippen. Ich möchte hier für openSUSE Neueinsteiger bzw. Windowsumsteiger das Linux / KDE4 Programm „Audex“ vorstellen.

Features:

  • Auslesen mit CDDA Paranoia, für fehlerfreies auslesen
  • paralleles Auslesen und encodieren
  • Automatisches Auslesen der Informationen zum eingelegten Medium mit CDDB/FreeDB
  • Automatisches laden der Cover
  • Playlistenerstellung
  • Protokollerstellung des Encodiervorgangs
  • Einfache Auswahl der Qualität
  • Scan nach installierten Codecs

Audex macht einem das Auslesen und Umwandeln von Audio-CDs in z.Bsp. *.mp3 , *.ogg oder auch *.mp4 Dateien wirklich einfach. Besonders gut hat mir gefallen, dass man in Audex die Qualität für den Encodiervorgang einfach in Klartext aus einem Menü auswählen kann. Man braucht also keine Ahnung von den Bitraten und sonstigen kryptischen Einstellungsmöglichkeiten zu haben.

Installation:

Die Installation von Audex mittels YaST

Ob mit YaST oder mit zypper ist jedem selbst überlassen und kommt auf’s selbe raus. Auf jedem Fall müssen die Pakete „audex“ und „audex-lang“ installiert werden. Diese Pakete befinden sich bei KDE 4.6.x im „Extra“ Repository.

Hier klicken zum KDE 4.6.5 Extra Repository

Eine weiter Möglichkeit ist auch die 1 Klick Installation um Audex zu installieren. Dabei wird dann die erforderliche Softwarequelle automatisch eingebunden und anschließend das Programm installiert.

Das KDE Extra Repository muss eingebunden sein um daraus Audex zu installieren.

Hier, im neuen openSUSE Wiki, findet man eine Übersicht über die KDE Repositories für openSUSE.

Programmoberfläche:

Die Programmoberfläche von Audex

Die Programmoberfläche von Audex ist so übersichtlich und simpel gehalten, dass man nicht viele Worte über die Bedienung verlieren muss. Hier findet sich jeder schnell zurecht. Auch Laien auf diesem Gebiet. Das Programm hat eh nur eine Aufgabe und die macht es sehr gut.

Das Auswählen der möglichen Qualitätsstufen für die Zieldatei ist sehr einfach.

In diesem Menü wählt man die Qualität aus, die beim Encodieren angewendet werden soll. Hier sieht man auch, abhängig von den installierten Codecs, welche Möglichkeiten als Zieldateien vorhanden sind.

Das Fenster Einstellungen

In diesem Fenster werden die paar Einstellungen vorgenommen. Bei den „allgemeinen Einstellungen“ wählt man unter anderem die deutsche Lokalisierung, das verwendete CD/DVD Laufwerk und das Zielverzeichnis aus.

Profile

Bei der zweiten Einstellungsoption handelt es sich um die Profile. Damit sind die vordefinierten Qualitäten und Encodieroptionen gemeint. Hier kann man diese nun ändern, entfernen oder durch hinzufügen neue erstellen. Mittels des Buttons kann man sein System auch nach erforderlichen Codecs scannen.

CDDB Einstellungen

Hier werden die Weichen für das automatische Abholen der Informationen zu den eingelegten Medien, also welches Album, welcher Interpret, welche Titel u.s.w. gestellt.

Bei mir hat leider das Abholen der Coverbilder nicht funktioniert. Da ich das Programm selbst erst seit kurzem
nutze habe ich noch nicht heraus bekommen woran das liegt. Es scheint aber auch eher ein bei mir „hausgemachtes“ Problemchen zu sein. Bei anderen, die ebenfalls schon über Audex berichtet haben, war jedenfalls nichts in dieser Hinsicht zu lesen.

Links:
Homepage
Programmvorstellung Audex auf ProLinux
KDE-Apps.org

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Video-DVDs und Diashows mit 2ManDVD erstellen

Die Möglichkeit, mit dem Computer aus Digitalfotos eine Diashow zu basteln und das eigene unterhaltsame Ergebnis der staunenden Verwandtschaft bei der nächsten Gelegenheit vorzuführen oder die mit der neuen Digikam aufgenommenen Videos samt eines schicken Menüs auf DVD zu brennen hat bis heute nicht ihren Reiz verloren. Nicht nur unter Windows gibt es dafür tolle Programme mit schicken und komfortablen Oberflächen. Auch für Linux gibt es dafür mehrere Programme, die sich nicht hinter denen für Windows verstecken brauchen.
Mit 2ManDVD erstellt man schnell und einfach Video-DVDs mit eigenen Menüs und Diashows. Das Programm vereinigt die Funktionen mehrerer Programme unter einer hübschen grafischen Oberfläche. Dieses Programm ist für Linux bei weitem nicht neu. Es existiert schon ein paar Jahre und ist dementsprechend inzwischen ausgereift und stabil.

Das Programmfenster von 2ManDVD. Hier das noch leere Diashow Modul.

Die Programmoberfläche zeigt sich aufgeräumt und übersichtlich.

Das Video Authoring Modul.

2ManDVD bringt auf jeden Fall für Freunde solcher Betätigung am Computer eine gewisse Portion Spaßfaktor mit.

Installation:

openSUSE typisch kann auch 2ManDVD wieder grafisch per Yast oder auf der Konsole per zypper installieren. Ich habe hier die Version 1.5.2 von 2ManDVD installiert. Seit dem 08.01.2011 gibt es lt. der Projektseite schon die Version 1.5.3 .

2ManDVD ist im Packman Repository enthalten, welches vorher bei openSUSE eingebunden werden muss, falls das nicht schon passiert ist.

Da 2ManDVD unter seiner grafischen Oberfläche die Funktionen von allerlei anderen Programmen vereint, können unter Umständen auch eine ganze Menge Paketabhängigkeiten bei der Installation entstehen. Denn selbstverständlich müssen alle Programme, die 2ManDVD benötigt automatisch mit- bzw. nachinstalliert werden, falls sie nicht schon installiert sind. Diese Aufgabe erledigt Yast oder auch zypper nach Möglichkeit selbstständig. „Nach Möglichkeit“ – deswegen, weil die notwendigen Quellen dafür natürlich auch verfügbar sein müssen. Die meisten erforderlichen Pakete sind im openSUSE- und im Packman Repository enthalten.

2ManDVD benötigt z.Bsp. folgende Programmpakete:

  • QT4.6
  • ffmpegthumbnailer
  • transcode
  • Mjpegtools
  • Netpbm
  • ffmpeg >= 0.5.0
  • mkisofs
  • Sox
  • Mplayer
  • Mencoder
  • dvdauthor
  • XINE
  • perl
  • exif

Soweit es möglich ist, werden die fehlenden erforderlichen Porgrammpakete von Yast automatisch zur Installation mit ausgewählt.

So meldet sich 2ManDVD beim Programmstart, wenn eine wichtige Paketabhängigkeit nicht erfüllt wurde.

Die auf dem oberen Screenshot abgebildete Abhängigkeit zu dem fehlenden Paket mpeg2enc ist bei openSUSE nicht ganz so einfach aufzulösen, weil es nicht ganz so einfach zu finden ist.

Es ist aber ebenfalls im Packman Repo enthalten, nur versteckt es sich im mjpegtools Paket. Und bei der Installation des Paketes mjpegtools muss man explizit darauf achten, dass man die Paketversion aus dem Packman Repo und nicht die vom openSUSE Medium installiert.

Ganz wichtig! Das Paket mjpegtools muss aus dem Packman Repo installiert werden.

Programmbedienung:

Wer schon einige Erfahrung mit solchen Programmen hat wird keine Schwierigkeiten bei der Benutzung von 2ManDVD haben. Wer sich dagegen das erste mal mit dem Erstellen einer eigenen Video DVD mit Menüs oder dem Erstellen einer eigenen Diashow herumschlägt, der wird etwas herumprobieren müssen bzw. etwas Einarbeitungszeit brauchen. Denn so einfach und intuitiv wie sich das Programm auch bedienen lässt, so dünn gesät ist auch die Hilfe. Wer das Online Handbuch zu 2ManDVD per Taste F1 oder aus dem Programmmenü aufruft bekommt es nur in Französisch. ( daher stammt der Entwickler )

Wenn man sich diese französische Hilfe von Google ins deutsche übersetzen lässt wird sie einigermaßen ( mit ein bisschen Willen ) brauchbar.

Am Beispiel will ich euch jetzt einmal zeigen, wie einfach sich eine Diashow mit 2ManDVD erstellen lässt:

2ManDVD startet immer mit dem Assistenten. Man muss sich bereits jetzt enscheiden, was man erstellen möchte. Ich wähle hier das für mich passende Diashow Modul.

Es startet das leere Diashow Modul

Als nächstes habe ich meinen Dateimanager ( ich benutze KDE, also Dolphin ) gestartet und per Drag & Drop das erste Bild auf die Bearbeitungsoberfläche von 2ManDVD gezogen und dort "fallen" gelassen.

So, das erste Bild ist im Kasten ...

Danach klickt man mit der rechten Maustaste links unten neben dem ersten Diabild. Es erscheint ein Menü, bei dem man auf "Dia hinzufügen" klickt.

Danach ist praktisch das 2 Dia erstellt. Es ist wieder leer und muss nun mit einem Bild gefüllt werden. Die Vorgehensweise ist bei jedem hinzuzufügenen Bild gleich.

So, ich habe nun mal für dieses Beispiel 3 Dias erstellt und alle 3 mit jeweils einem Bild gefüllt. danach habe ich noch einmal mit der rechten Maustaste neben den Diasymbolen geklickt und aus dem Menü " Einen zufälligen Übergang für alle Dias hinzufügen" ausgewählt.

Wenn man alle gewünschten Bilder hinzugefügt hat, alle Einstellungen wie z.Bsp. Übergänge, Texte und Effekte nach seinen Wünschen konfiguriert hat kann die fertige Diashow erstellt werden. Den passenden Befehl findet man der Programmmenüleiste unter "Rendern"

Zum einen möchte 2ManDVD jetzt ein Verzeichnis zugewiesen bekommen, wo die gerenderte Diashow abgelegt werden soll. Weiter muss ein Name für die Diashow vergeben werden und es kann aus mehreren Möglichkeiten das passende Format bzw. die gewünschte Qualität ausgewählt werden.

Naja, das Ergebnis ist zugegebener Weise noch recht unspektakulär. Es soll ja auch nur das Ergebnis des Beispiels präsentieren.
Natürlich ist mit 2ManDVD wesentlich mehr drin und mit etwas mehr Zeit- und Arbeitsaufwand lassen sich richtig ansehnliche Diashow’s erstellen.

Links:

Projektseite:   http://2mandvd.tuxfamily.org/

Diese(r) Artikel / Beschreibung wurde mit folgendem System erstellt bzw. getestet.
openSUSE 11.3 (i586) | Kernel 2.6.34.7-0.5 | KDE 4.5.4

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Metadaten mit EasyTAG bearbeiten

Diese(r) Artikel / Beschreibung wurde mit folgendem System erstellt bzw. getestet.
openSUSE 11.3 (i586) | Kernel 2.6.34.7-0.5 | KDE 4.5.3

Manchmal geben einige der heimischen mp3-Dateien nicht alle der gewünschten  Informationen auf dem Playerdisplay aus, oder es steht ein falscher Titelname oder Interpret auf der Anzeige.  Bei mir kommt das öfter vor, wenn ich meine Musik vom Handy von m4a zu mp3 für das Autoradio umwandle. Da fehlen die Informationen, sprich die Metatags ganz. Deshalb gibt es Metatag Editoren, um die ID3-Tags in den Dateien zu korrigieren oder zu ergänzen.

Ein gutes Beispiel für einen Tag Editor unter Linux ist EasyTAG !

EasyTAG ist ein Programm zum Bearbeiten von Metadaten von Audiodateien wie z.Bsp. mp3 Dateien. Zu den Metadaten gehören zum Beispiel der Name des Interpreten, der Albumname, der Titelname, Erscheinungsjahr und noch weitere Details. Das freie Programm ( Lizenz: GPL ) EasyTAG gibt es für Linux, Windows und Mac OS X .

Installation:

EasyTAG ist im Packman Repository für openSUSE enthalten und kann entweder mit YaST oder mittels zypper installiert werden.

Die Installation von EasyTAG mit YaST. Das Packman Repository muss eingebunden sein.

Programmstart:

Entweder mit dem Krunner ( Tastenkombination: Alt F2 )

oder auch aus dem KDE Menue

Bedienung:

Das Programmfenster von EasyTAG

Die ersten Schritte bei der Bedienung von EasyTAG sind eigentlich rechst simpel. Man wählt über den Dateibaum die jeweilige Datei aus und bearbeitet anschließend in der rechten Spalte „ID3-Tag“ die gewünschten Eingabefelder. Beim Bearbeiten weniger Dateien mag das ja so gehen, aber sein richtiges Potential zeigt EasyTAG erst wenn man ganze Alben oder ganze Verzeichnisse in einem Rutsch editieren will.

weiterführende Links:

Projektseite :                  http://easytag.sourceforge.net/ (engl.)

ausführliche Programmbedienung : http://wiki.ubuntuusers.de/easytag#Links (deut.)

Info auf opensuse.org  :          http://de.opensuse.org/EasyTAG (deut.)

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Endlich ! TeamViewer für Linux

Darauf habe ich schon lange gewartet. Vielen ist die Fernwartungs- und Desktop-Sharing-Software TeamViewer bekannt. Bisher gab es dieses tolle Programm nur für Windows, Mac und iPhone. Jetzt gibt es das Programm endlich auch für Linux.

TeamViewer ermöglicht den Fernzugriff auf andere Computer übers Internet. Auch Dateitransfer zwischen den Computern ist möglich. Für Sicherheit sorgt die Verschlüsselung aller Verbindungen.

Für TeamViewer müssen keine Firewalls oder Router umständlich konfiguriert werden. TeamViewer nutzt speziell entwickelte Techniken, die den Datenstrom klein halten und auch bei langsameren Internetverbindungen ohne Verzögerungen funktionieren.

Ein für openSUSE passendes RPM Paket steht auf der Hersteller Seite zum Download bereit.

Ich werde TeamViewer in den nächsten Tagen genauer testen und euch hier meine Erahrungen posten.

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Ordnung in der Musiksammlung

Es ist immer wieder ärgerlich, wenn der jeweilige Lieblingsplayer beim Auflisten und Abspielen der mühsamm zusammengetragenen Musiksammlung seinen vollen Funktionsumfang nicht komplett zur Schau stellen kann weil einige mp3 Stücke als „unbekannte“ Künstler oder „unbekanntes“ Album die ganze Ordnung durcheinander bringen. Schuld daran sind fehlende oder falsche Informationen in den mp3 Files, die so genannten ID3-Tags.
Durch einen Artikel von Tim Schürmann in der aktuellen Ausgabe der „EasyLinux“ ( 02/2010 ) bin ich jetzt auf ein Programm aufmerksam geworden, welches dem User viel Arbeit beim korrigieren der Musikstücke abnimmt.

Das Programm heist „MusicBrainz Picard„.

Ich habe an Hand des Artikels von Tim Schürmann das Programm unter openSUSE 11.2 32bit ausprobiert und möchte hier meine eigene Erfahrung mit „MusicBrainz Picard“ wiedergeben. Genau wie der Autor es erwähnt, hatte auch ich schon mal mit „EasyTAG“ begonnen die ID3-Tags einzelner Musikstücke manuell zu berichtigen bzw. zu vervollständigen. Aber bei einer etwas größeren Sammlung geht einem dabei schnell die Puste aus 😉
„MusicBrainz Picard“ dagegen automatisiert die ganze Sache im gewissen Maße und zapft einfach die Internet Musikdatenbank „MusicBrainz“ an und holt von dort die benötigten Informationen und speichert sie als die entsprechenden ID3 Tags in den mp3 Dateien. Auch die Formate Ogg, mp2, mp4, wma und FLAG kann das Programm verarbeiten.

Installation:
In dem Artikel wird für die Installation von „MusicBrainz Picard“ unter openSUSE 11.1 und 11.2 auf die Pakete der Heft DVD verwiesen. Mein erster Versuch war trotzdem die Suche in den gängigen Repositories für openSUSE. Und siehe da, es ist doch in einem Repo für openSUSE (in meinem Beispiel für openSUSE 11.2 – 32 bit) vorhanden.

Repository für „MusicBrainz Picard“ : http://download.opensuse.org/repositories/home:/dnh:/testing/openSUSE_11.2

Ich habe zur Suche im YaST die Paketsuche "Webpin" benutzt.

Und siehe da, das Programm ist unter dem Namen "picard" in dem Repo enthalten.

Von da aus kann auch gleich das jeweilige Repository hinzugefügt werden und die Software direkt installiert werden. Ich habe noch zusätzlich das Sprachpaket zur Installation ausgewählt.

Programmstart:

Das Programm trägt sich (zumindest bei KDE 😉 ) im K-Menue ein und kann über die Suchleiste gefunden werden.

...

Eine andere Möglichkeit das Programm zu starten wäre auch wieder der „KRunner„, den man mit der Tastenkombination  Alt  F2 aufruft.

Im KRunner trägt man dann im Eingabefeld wieder soviel vom Programmnamen ein, wie man weiß. Meistens wird das jeweilige Programm dann schon gefunden.

Bedienung:
Das Programm startet mit einem zweigeteilten Fenster.

Die erste Begegnung mit "MusicBrainz Picard"

Mit „Ordner hinzufügen“ hangelt man sich zum Ordner der Musiksammlung und öffnet diese. Das Programm liest nun die vorhandenen Musikstücke ein. Danach finden sich alle Stücke als unsortierte Liste in der linken Fensterhälfte wieder.

Als erstes werden alle gefundenen Titel unsortiert in der linken Fensterhälfte aufgelistet.

Mit einem Klick auf „Gruppieren“ wird eine Vorsortierung an Hand der bereits bestehenden ID3-Tags gestartet. Danach werden links die bereits erkannten Alben unter „Gruppen“ ganz unten angezeigt.

Die erkannten Alben werden nach einer Vorsortierung auf der linken Seite angezeigt.

Nun markiert man in der linken Fensterhälfte ein Album oder ein Lied welches in der Musikdatenbank gesucht werden soll und klickt auf „Lockup“. Danach wandert jedes indentifizierte Musikstück automatisch in die rechte Fensterhälfte in das entsprechende Album.

Die korrigierten Stücke werden in die rechte Fensterhälfte verschoben.

In der rechten Fensterhälfte zeigt "picard" mit den kleinen farbigen Rechtecken vor den Musikstücken an, wie sicher sich das Programm selbst mit seinem eigenen Ergebnis ist. Grünes Viereick bedeutet große Sicherheit. Je mehr die Farbe gen Rot tendiert, um so mehr muss man bei dem Ergebnis genau hinschauen und eventuell anderweitig prüfen.

Sollte diese Variante bei einigen Musikstücken nicht zum Erfolg führen, hat „MusicBrainz Picard“ noch ein Ass im Ärmel.
In der linken Fensterhälfte den Titel markieren und in der Symbolleiste auf „Prüfen“ klicken. Dann erstellt das Programm einen so genannten digitalen Fingerabdruck der mp3 Datei (PUID) und such an Hand dessen in der Datenbank.
Laut dem Autor sind beide Methoden nicht fehlerfrei und es ist manchmal noch Nacharbeit von Hand von Nöten.

Mein Fazit:

Das Programm ist eine große Hilfe. Es findet bei weitem nicht alle Lieder. Aber bei Musiksammlungen, bei denen große „Unordnung“ in den  ID3 Tags herrscht, hilft es ungemein. Gut ist auch, das „Picard“ sich den letzten Stand merkt mit dem man aufgehört hat und beim nächsten Programmstart dort weiter macht. Die bereits korrigierten Stücke und Alben sind dann bereits schon in der rechten Fensterhälfte.

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