openSUSE History

Was ist openSUSE ? Was heist openSUSE und wo kommt es her? Wie ist es entstanden? Das sind nur einige der Fragen die den openSUSE Fan interessieren.

( teilweise Auszüge aus WikiPedia.de )

openSUSE, das ehemals SUSE Linux hieß, ist eine Linux-Distribution der Firma Novell, beziehungsweise deren Tochterunternehmen S.u.S.E.GmbH (Software- und System-Entwicklungsgesellschaft mbH ) aus Nürnberg.

Geschichte der Distribution:

Links zum Abkürzen:

1990
SuSE Linux 1.0 1994
1995
1996
SuSE Linux 9.1 2004
SUSE Linux OSS 10.0 2005
2006
openSUSE 10.3 2007
openSUSE 11.0, openSUSE 11.1 2008
openSUSE 11.2 2009
openSUSE 11.3 2010
openSUSE 11.4; openSUSE 12.1 2011
openSUSE 12.2 2012
openSUSE 12.3 2013

1990

SuSE Linux
Anfang der 1990er, als Linux noch auf ungefähr 50 Disketten aus dem Internet geladen werden konnte, stellte die damalige S.u.S.E. GmbH die Linux-Disketten zu einem kaufbaren Paket zusammen.

1994

Ab April 1994 wurde das Suse-Linux-Paket in der Version 1.0 nicht mehr auf Disketten – am Ende waren es über 70 Stück – sondern auf CD ausgeliefert.

1995

November 1995 erschien das erste SuSe Linux, die bis dahin noch auf Slackware-Basis aufgebaut waren.

1996

Im Mai 1996 erschien die erste Version der eigenständigen und von Slackware unabhängigen Linux-Distribution unter dem Namen S.u.S.E. Linux mit der Versionsnummer 4.2 .

Für Privatkunden gab es von der Version 7.0 bis einschließlich zur Version 9.1 zwei Versionen von Suse Linux: eine vom Programmumfang eingeschränkte – und damit billigere – Personal-Version und eine Professional-Version, der zusätzlich Server- und Entwicklungssoftware beilag. Daneben gab es eine ermäßigte Campusversion für Schüler und Studenten, die inhaltsgleich mit der Professional-Version war.

2004

Im April 2004 ist SuSE 9.1 die erste Version, die unter der Leitung von Novell erschien. Zu den Änderungen gehörte, dass nun neben der Installation über FTP-Server ab Juni 2004 eine CD für eine grundlegende Installation im Internet verfügbar war. Nicht auf der CD enthaltene Pakete waren über FTP installierbar. Auch war bei der Professional-Edition im Handel eine zweite DVD mit der Software für 64-Bit-Systeme (AMD64- und Intel 64-CPUs) dabei (die 64-Bit-Version von SuSE 9.0 wurde separat verkauft). Außerdem wurde bei der Veröffentlichung von Suse Linux 9.1 das Installations- und Konfigurationswerkzeug YaST unter die GPL gestellt. Zu den von Novell eingeführten Neuerungen gehörte außerdem, dass neben KDE der GNOME-Desktop ein stärkeres Gewicht fand, was man unter anderem an einer eigenen Live-CD mit diesem Desktop ab Version 9.2 sah. Bei einigen Versionen gab es zusätzlich oder alternativ Live-DVDs mit KDE und GNOME. Für Suse 9.2 wurden dann erstmals umfassende ISO-Abbilder der Distribution zum Download angeboten und im Gegenzug die Personalversion eingestellt. Die ermäßigte Campusversion und das preiswertere Update-Paket wurden noch bis einschließlich Version 9.3 vertrieben. Ab Version 10.0 ist jeweils nur noch eine Box in den Handel gekommen.

2005

openSUSE

Mit der Schaffung des openSUSE-Projekts im Oktober 2005 wurde die Entwicklung von Suse Linux öffentlich gemacht, wodurch jeder Nutzer auch die Alpha- und Beta-Versionen von openSUSE testen und gefundene Fehler in einem öffentlichen Bug-Tracker melden kann. Weiterhin kann man sich im Rahmen dieses Projekts jetzt auch aktiv an der Entwicklung beteiligen, indem man Patches zu bestehenden oder ganz neue Pakete zur Distribution beisteuert. Auch am Schreiben der openSUSE-Dokumentation kann man sich beteiligen.

Die erste unter Mitwirkung dieses Projekts entstandene finale Version konnte entweder ohne jegliche proprietäre Software als vollständige Open-Source-Distribution heruntergeladen werden (SUSE Linux OSS 10.0), oder aber im Bündel mit proprietärer Software wie dem Adobe Reader und Flash Player sowie MP3-Spielern heruntergeladen oder gekauft werden (SUSE Linux 10.0 Eval).

2006

Seit dem 11. Mai 2006 wurde das OSS im Namen entfernt. Ferner werden inzwischen nur noch Versionen veröffentlicht, die ausschließlich freie Software und Treiber enthalten. Proprietäre Software wurde jedoch bis einschließlich Version 11.0 weiterhin in einem separaten Verzeichnis mitgeführt.

Mit der Veröffentlichung der Version 10.2 am 7. Dezember 2006 wurde der Name der Distribution von Suse Linux in openSUSE geändert, um den Einfluss des Projekts widerzuspiegeln und Verwechslungen mit den kommerziellen Ablegern zu vermeiden.

Besonderheiten der Distribution

Die größte Besonderheit der Distribution ist das hauseigene Installations- und Konfigurationswerkzeug YaST, das eine zentrale Schnittstelle für das gesamte System darstellt. Ebenso findet sich dort SaX2 („SUSE advanced X11 configuration“), das die Einrichtung der Grafikkarte, Maus und Tastatur vornimmt. Der Name „YaST“ stammt vom englischen „Yet another Setup Tool“ (deutsch: „Noch ein weiteres Installationswerkzeug“).
Im Vergleich mit anderen Heimnutzer-Distributionen stellt auch die LSB-Zertifizierung der Distribution etwas Besonderes dar: So sind verschiedene Versionen der Distribution jeweils LSB-zertifiziert worden. Die Version openSUSE 10.2 ist LSB-3.0-zertifiziert.
Traditionell war SuSE Linux stets eine KDE-zentrierte Distribution. Diese auf der Qt-Bibliothek basierende Desktop-Umgebung wurde seit den späten 1990er Jahren standardmäßig als Arbeitsumgebung installiert, gleichzeitig standen und stehen zahlreiche KDE-Entwickler auf der Gehaltsliste von SUSE. Nach der Übernahme SUSEs durch den Softwarekonzern Novell, der zuvor die Firma Ximian des GNOME-Gründers Miguel de Icaza aufgekauft hatte, verschob sich die Gewichtung der Entwicklungsarbeit stärker in Richtung GNOME.

2007

In openSUSE 10.3, ab Oktober 2007, stehen nun auf jenen Installationsmedien, die beide Plattformen enthalten, GNOME und KDE als gleichwertige Optionen zur Verfügung. Alternativ dazu bietet Novell CDs als Installationsmedium an, die jeweils nur eine dieser beiden Arbeitsumgebungen enthalten.

Eine weitere Besonderheit stellten die SUSE-Support-Datenbank und die SUSE-Component-Database dar. Beide stellten umfangreiche Informationen und Hilfestellungen für die Installation und Konfiguration des Systems und der entsprechenden Hardware zur Verfügung. Dabei ist vor allen Dingen die Hardware-Datenbank auch von Nutzern anderer Distributionen rege genutzt worden. Beide Mechanismen waren ebenfalls auf den Medien der Distribution enthalten und ergänzten so die Produkt-Dokumentation. Die Support Datenbank (SDB) wurde in das openSUSE Wiki integriert.
Das SUSE-eigene Installations- und Systemverwaltungsprogramm YaST2 stellt eine komfortable Suche nach Paketen zur Verfügung.
Seit openSUSE 10.3 bietet die Distribution durch die Migrationshilfe instlux die Möglichkeit, openSUSE aus einer bestehenden Microsoft Windows-Installation heraus zu installieren.
Eine weitere Besonderheit von openSUSE besteht im Aufbau der Konfigurationsdateien von Systemdiensten. Diese werden aus einfacher zu bearbeitenden Dateien in /etc/sysconfig/ durch das Programm SuSEconfig generiert. Dies erlaubt die Verwaltung komplexer Systemkonfiguration durch grafische Oberflächen sowie weiterhin bei Bedarf die manuelle Bearbeitung.

2008

Am 19.Juni 2008 wird openSUSE 11.0 und am 18.Dezember 2008 openSUSE 11.1 veröffentlicht.

2009

Vom 17. bis 20. September 2009 fand in Nürnberg die erste öffentliche, internationale openSUSE Konferenz statt. Egal ob Entwickler, Paketbauer, Übersetzer, Designer, Mitglied des Marketing-Teams usw., alle waren auf dieser Konferenz.

Am 12. November 2009 erscheint openSUSE 11.2.
Ab dieser Version ist der KDE Desktop wieder bei der Installation als Desktop vorausgewählt. Seit einigen Versionen wurde ja bei der Installation zwischen den Desktops keine Vorauswahl getroffen. Jetzt ist also KDE wieder vorausgewählt und bei Bedarf kann der Anwender trotzdem einfach und schnell einen anderen Desktop bei der Installation auswählen.

Das Standarddateisystem von openSUSE wurde auf das neue Ext4 umgestellt.
openSUSE 11.2 ist erstmals auch für den Betrieb auf s.g. Netbooks besser vorbereitet. Neue Treiber lassen openSUSE besser und auf mehr Netbooks laufen.
openSUSE 11.2 bringt zwei große Neuerungen bei der Art der Verbreitung von openSUSE mit – als erstes erlauben Hybrid-ISOs das Booten von ISO-Abbildern von USB. Auch sehr wichtig für den Betrieb auf Netbooks, die in der Regel ohne optisches Laufwerk sind.
Außerdem sind die Live-CDs neu zusammengestellt worden, um mehr Sprachen, komplettes lokales Drucken (es muss keine Software mehr heruntergeladen werden, um Drucken zu können!) und die Bildbearbeitung „The GIMP“ ist auf den Live CD’s enthalten.
Ab jetzt kann man auch direkt eine Aktualisierung des Gesamtsystems mit Zypper durchführen! Es ist zwar schon etwas länger möglich, gilt aber ab jetzt als „empfohlene“ Methode zur Aktualisierung auf openSUSE 11.2.

2010

Am 15.Juli 2010 erschien openSUSE 11.3.  Einige der entscheidenden Neuerungen ab dieser Version sind ein mal das neue experimentelle und eventuell zukünftige Dateisystem Btrfs , das zwar dabei ist, aber noch nicht offiziell unterstützt wird. Ein Neuzugang befindet sich auch in der Desktop-Auswahl. Neben den Klassikern KDE, Gnome und Xfce hat dort nun auch der schlanke, schicke und sehr schnelle LXDE-Desktop Einzug gehalten.
Anfang 2010 hat  Joe Brockmeier den Posten des openSUSE Community Managers bei Novell aufgegeben. Erst im Juli wurde mit dem Niederländer Jos Poortvliet  ein neuer Community Manager bei Novell eingestellt.

2011

openSUSE 11.4 erschien am 10.März 2011. Es ist die erste openSUSE Version, die die BüroSuite OpenOffice durch LibreOffice ersetzt hat. Ansonsten hat diese Version 11.2 vorwiegend Programm- und Paketaktualisierungen an Bord. Wichtige Neuerungen wie z.Bsp. die Beschleunigung des Rechnerstarts durch systemd hat openSUSE 11.4 verpasst, obwohl diese Technik bei anderen Distributionen schon länger erfolgreich und ohne große Probleme angewendet wird.

Ab diesem Zeitpunkt führt openSUSE auch eine leicht veränderte Versionsnummernvergabe ein. (siehe diesen Artikel) Somit wird die nächste openSUSE Veröffentlichung im November 2011 die Nummer 12.1 haben.

Seit dem 27.April 2011 gibt es Novell als eigenständige Firma nicht mehr. Novell ist von Attachmate übernommen worden. ( siehe Artikel bei heise.de ) Ab jetzt werden Novell und openSUSE als eigenständige Bereiche unter dem Dach von Attachmate weitergeführt. Der Hauptsitz von openSUSE wird wieder in Nürnberg sein.

Ab 12. Mai 2011 ist die Produktunterstützung für openSUSE 11.2 beendet.  Damit werden auch alle Paketdepots von 11.2 deaktiviert so das die Anwender keine Updates und sonstige Pakete mehr beziehen können.

Am 16.November 2011 veröffentlicht das openSUSE Projekt die Version 12.1 . Die erste Ausgabe mit den geänderten Versionsnummern.
Ab dieser Version 12.1 sind als innovative Neuerungen das einzigartige Snapper-Werkzeug und das Systemd-Init-System enthalten. Auch das beliebte X Konfigurationswerkzeug Sax ist als Sax3 wieder mit dabei.

2012


Ab dem 16.Januar 2012 endet die Unterstützung für openSUSE 11.3.

Am 11.Juli 2012 sollte eigentlich openSUSE 12.2 das Licht der Welt erblicken. Aber im Juni zeichnete es sich deutlich ab, dass man die RC1 von 12.2 nicht pünktlich lt. Zeitplan veröffentlichen kann. Es waren noch zu viele unbearbeitete Fehler aus den vorherigen Testversionen vorhanden. Bei einer intensiven Diskussion der Entwickler und anderen Beteiligten auf der Mailingliste einigt man sich schließlich auf eine Verschiebung des Releasedatum der Finalen openSUSE 12.2.

openSUSE 12.2 wurde am 05. September 2012 veröffentlicht. Bei dieser Ausgabe arbeitete bereits der Bootloader Grub2 per Default und Plymouth verschönerte den Startvorgang mit dezenten Animationen. Die Integration von systemd ist weiter voran geschritten.

Am 03. Oktober 2012 startete bereits die Entwicklung zur nächsten openSUSE Version 12.3, und zwar mit der Herausgabe der ersten Testversion dazu : Milestone 0. Richtig gelesen. Diesmal hat das openSUSE Team einen Milestone 0 heraus gegeben. Dabei handelte es sich aber überwiegend um Aktualisierungen. Der genaue weitere Releasezyklus und die Termine der weiteren Testversionen von 12.3 sollten aber noch mal auf den Prüfstand und ausführlich bei der kommenden openSUSE Konferenz diskutiert werden.

Vom 20. -23. Oktober 2012 fand die openSUSE Konferenz statt. Diesmal zum Ersten mal nicht in Nürnberg, sondern in der Tschechischen Hauptstadt Prag.

Ab dem 5. November 2012 wird openSUSE 11.4 offiziell nicht mehr gepflegt und es werden keine weiteren Sicherheitsupdates mehr dafür bereitgestellt.

2013


Am 13. März 2013 wurde openSUSE 12.3 veröffentlicht. Ab jetzt unterstützt openSUSE UEFI Secure Boot. Des weiteren wurden die bisherigen Live CD’s strukturell umgestaltet. Sie umfassen jetzt ca. 1Gbyte und beinhalten mehr Software wie z.Bsp. LibreOffice und einige hilfreiche Tools. Sie sind für die Benutzung mit USB Medien optimiert. Die Intergation von Systemd ist mit dieser Version abgeschlossen und im openSUSE Downloadcenter gibt es jetzt eine XFCE-basierende Rettungs-CD.

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