openSUSE Leap 15 ist erschienen

Es ist soweit. Die openSUSE Entwickler haben die nächste Version „Leap 15“ veröffentlicht. Mit diesem Release sind die Versionsnummern der beiden SUSE Produkte openSUSE uns SLE im Einklang gebracht. Damit veröffentlichen die Entwickler die zweite Hauptversion der Leap Reihe nach Leap 42.

openSUSE Leap 15 wird den Kernel  4.12 von SLE 15 übernehmen. Bei Leap 42 war immerhin schon der Kernel 4.4 im Einsatz. Das könnte Benutzer sehr neuer Hardware vielleicht etwas in Bedrängnis bringen.

Bei den Desktops wird Leap 15 auf KDE Plasma 5.12, Gnome 3.26, Mate 1.18, XFCE 4.12 aufrüsten. Es werden auch LXDE und LXQt verfügbar sein.

Der Kernel 4.12 und Der Desktop KDE Plasma 5.12 werden beide als s.g. LTS (Long-Term-Support) Versionen ausgeliefert.

openSUSE Leap 15 wird als neue Hauptversion aber keine grundlegenden Neuerungen mit sich bringen, die eingefleischte openSUSE User eventuell aus der Bahn werfen könnten. Es wird sich vorwiegend um Aktualisierungen der verwendeten Komponenten, wie Desktops, Bibliotheken und Pakete handeln. Zudem gibt es einige Modernisierungen beim Design, was aber mehr das Ergebnis der aktualisierten Desktops ist.

openSUSE hat deutlich an der Installationsroutine gearbeitet. Einige Punkte, die bei den vorigen Versionen widersprüchlich, teils zu kompliziert oder auch schwer verständlich waren, sind überarbeitet und aufgeräumt worden. Zum Beispiel war die Partitionierung durch die Anzeige der ganzen Subvolumes für viele zu verwirrend. Da diese jetzt standardmäßig wieder ausgeblendet sind, hat man mehr Übersicht über die wirklichen Partitionen.

openSUSE Leap 15 wird mit seiner Software- und Paketauswahl auf Stabilität ausgelegt sein. Wer mehr Wert auf aktuellste Programme und Pakete legt, sollte sich openSUSE Tumbleweed ansehen.

openSUSE Leap 15 kann auf der Projektseite als 64 Bit DVD Images (3,6 GB) oder als 64 Bit Netimages (118 MB) heruntergeladen werden. Das Netimage lädt bei der Installation alle ausgewählten Komponenten von den openSUSE Servern nach. Es sollte also schon eine recht gute Internetverbindung bestehen. 32 Bit Versionen werden, wie auch schon bei Leap 42, nicht angeboten.

Neu ist aber, dass wieder zwei Live Images zum Download bereit stehen. Ein KDE Live Images (859 MB) und ein Gnome Live Images (909 MB).

Für den Betrieb von openSUSE Leap 15 ist lt. Entwickler folgende Hardware empfehlenswert:

• 2 GHz Dual-Core-Prozessor oder besser

• 2 GB System-Speicher

• Mehr als 40GB freier Festplattenspeicher

• Entweder ein DVD-Laufwerk oder USB-Port für das Installationsmedium

• Ein Internetzugang ist hilfreich, und für den Netzwerk-Installer erforderlich

Wenn man bereits ein openSUSE System verwendet, kann man das bestehende System recht einfach upgraden, indem man im DVD/USB-Bootmenü Upgrade auswählt oder ein ‚Online Upgrade‘ mit einigen wenigen Kommandos durchführt.

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