Telegram – ein Messenger auch für Linuxer

Telegram ist für mich eine sehr wichtige Messenger-Alternative zu den anderen Platzhirschen.

Warum Telegram?

Weil Telegram neben vielen anderen Vorteilen, auf die ich hier gar nicht weiter eingehen will, zum Ersten einen super Desktop Client für Linux hat und zusätzlich noch einen klasse Web-Client für den Browser. Und um diese geht es mir hier heute. Es macht sich schon recht gut, wenn man den Messenger seiner Wahl auch am Rechner/Laptop ( notfalls auch im Büro 😉 ) mit einer richtigen Tastatur bedienen kann. Und welcher Messenger kommt mit diesen Features sonst noch für uns Linuxer in Frage?

Wer sich gerne weitere Details und Antworten zu Telegram ansehen möchte, kann sich gerne unter https://telegram.org/faq/de belesen. Die Informationen sind in deutsch und es werden viele Fragen beantwortet. Z. Bsp. Wie unterscheidet sich Telegram von WhatsApp? oder Was ist Telegram? u.s.w.

Der Telegram Linux Desktop Client.

Auf der Seite https://desktop.telegram.org/ kann man sich für Linux jeweils ein entsprechendes 32 Bit oder ein 64Bit *.tar.xz Archiv herunterladen.

Auf https://telegram.org fängt alles an. Hier bekommt man alle Versionen für die verschiedenen Plattformen. Wenn man auf „Telegram für PC/Mac/Linux“ klickt …

kommt man zu einer Downloadoption, bei der die Seite an Hand deines Systems schon erkennt, welcher Download für dein System der richtige ist. Alternativ kannst du mit dem Link darunter, weitere Downloads für andere Plattformen aufrufen.

Hier kannst du dann auch für ein anderes System den Telegram-Client oder auch ein 32Bit Paket herunter laden.

Kleine Anmerkung für die Windowsuser: Für Telegram ist auch eine portable Version für Windows verfügbar. 😉

Tja wenn man sich dann für den richtigen Download entschieden hat, speichert man das entsprechende *.tar.zx Archiv auf seinem Computer.

Das herunter geladene Archiv findet man anschließend in seinem Downloadordner.

Dieses Archiv entpackt man jetzt entweder gleich in seinem Homeverzeichnis oder macht es etwas umständlich, wie ich hier und entpackt es erst in dem aktuellen Verzeichnis und verschiebt das Ergebnis dann in den Homeordner. Letzteres ist zwar etwas umständlich, aber beides kommt auf’s Selbe raus.

Nachdem das Archiv entpackt ist und der Ordner „Telegram“ bereit steht, ist es eigentlich unwichtig, in welchem Ordner er sich selbst befindet. Das Verschieben diente hier bei mir nur der Übersicht und der Ordnung. 😉

So sieht das Ergebnis bei mir aus.

In dem Ordner „Telegram“ befinden sich nur zwei Dateien. Einmal eine Datei mit dem gleichen Namen wie der Ordner „Telegram“ und eine Datei namens „Updater“. Die Programmdatei, die ihr durch einen Mausklick (zumindest bei KDE) starten müsst, ist logischerweise „Telegam“. Wer hätte das gedacht? ;-]

Dann geht es auch schon los.

Hier musst du jetzt deine Handynummer eintragen, auf dem du bereits eine Telegram-App am Laufen hast. Wie es dort auch steht: OHNE die erste Null der Telefonnummer.

Darauf hin sendet Dir Telegram eine Codenummer an dein Telegram auf deinem Handy. Diese Codenummer musst du hier eingeben.

Das war es. Ab jetzt läuft auf deinem openSUSE System eine Telegram Instanz parallel zu deiner Telegram App auf deinem Smartphone.

Die Geschwindigkeit der Synchronisation von mehreren Telegram Instanzen auf verschiedenen Geräten ist beeindruckend. Obendrein schreibt es sich am PC für viele wesentlich einfacher als auf den kleinen Smartphone-Tastaturen. Zumindest ab einem bestimmten Alter. 😉 Die jüngeren Leute werden über dieses Argument nur schmunzeln.

Bleibt noch zu erwähnen, dass sich Telegram hervorragend in den KDE Systemabschnitt der Kontrollleiste integriert, von dort aus bedient werden kann und mit entsprechenden Signalen (optisch wie auch akustisch) auf sich aufmerksam macht.




Der Telegram Web Client

Die Telegram Web-Version findet man ebenfalls auf https://telegram.org/. Einfach im Browser anklicken und es öffnet sich ein Dialog, der das Land und die mobile Telefonnummer abfragt. Anschließend bekommt man auf dem Smartphone per SMS einen Telegram Code zugeschickt, der die Richtigkeit der Telefonnummer verifiziert. Diesen Code muss man dann wieder bei der Web-Version im Browser eintippen. Das war’s. Danach steht einem der gewohnte Telegramm Messenger mit all seinen bisherigen persönlichen Chats vom Smartphone im Browser zur Verfügung.

Der Telegram Web Client im Firefox Browser

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5 Responses to Telegram – ein Messenger auch für Linuxer

  1. pbiel says:

    Schöne Sache. Vielleicht probier ich das mal aus.
    Frage zurück: Braucht man dafür zwingend ein Smartphone mit einer entsprechenden App? Oder kann man sich auch in der Desktop-Anwendung registrieren? (Gibt es Alternativen zur ID via Telefonnummer?).
    Und: Das sieht auf KDE ganz schick aus – aber hat das auch ein libpurple Backend? Ich hasse das, x verschiedene Chatprogramme laufen zu lassen; Wenn die alle in Empathy/Pidgin/… eingebunden sind, ist das _viel_ schöner!

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  2. Thomas says:

    Also ein Smartphone mit einer installierten Telegram-App ist nicht zwingend notwendig. Eine Telefonnummer ist bei Telegram aber unverzichtbar. Das kann eine ganz normale Handynummer sein, die eine SMS von Telegram mit den Code empfangen kann oder sogar eine Festnetznummer. Im letzteren Fall ruft Telegramm an und sagt den Code per Sprachnachricht an. ( habe ich aber selbst noch nicht ausprobiert )
    Zwecks des libpurple Backends schau dir mal https://github.com/majn/telegram-purple an. Ich glaube das könnte dir diesbezüglich weiterhelfen.

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  3. Matthias says:

    Finde den Telegram Desktop-Client auch sehr gut gemacht. Großer Negativ-Punkt bei Telegram ist allerdings:

    Man weiss über diese Leute nichts. Es ist kein Geschäftskonzept bekannt. Es ist kein Servercode bekannt. Man weiss nicht, wie sie mit den Daten umgehen. Die (spärlich vorhandene) Verschlüsselung basiert auf komplett eigenen ungeprüften Konzepten von denen die „Crypto-Community“ meint sie wären bestenfalls fragwürdig. Was Sicherheit und Privatsphäre angeht findet man bei Telegram haufenweise „red flags“.

    Alternativen: Signal. Bietet auch einen Desktop-Client (allerdings nicht so schön integriert und als Chrome-App). Funktioniert ansonsten aber auch sehr gut. Bei Threema funktioniert die Webapp (ähnlich wie bei Whatsapp) leider noch nicht mit iOS-Geräten, bei XMPP mit aktuellen Erweiterungen hat man das Problem der mangelnden Verbreitung. In meinem Umfeld setzt sich daher aktuell Signal durch.

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  4. Udo says:

    Was mich etwas verwundert hat, ist dass Wire hier noch nicht erwähnt wurde. Hier wird ein gut funktionierender Desktop-Client für Linux angeboten und die Nachrichten werden immer verschlüsselt übersendet. Hinzu kommt, dass eine Anmeldung per Emailadresse (also ohne Telefonnummer) möglich ist und Videotelefonie ebenfalls integriert ist. Ebenfalls ist der Server open source und die Entwickler denken darüber nach eine Dezentralisierung der Serverstruktur zuzulassen.

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  5. admin says:

    Hallo Udo,

    Wire hatte ich noch gar nicht so auf dem Schirm. Sieht aus Sicht eines Linuxers auch recht interessant aus. Ich habe mal das Linux AppImage ausprobiert
    Wire Screenshot
    Funktioniert. Muss man sich mal in Ruhe näher anschauen. Danke für den Hinweis. 🙂

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