openSUSE 13.2 Release verschoben

Kaum hat man sich halbwegs an openSUSE’s 8 monatigen Releasezyklus gewöhnt, da gibt das Team nach einer einwöchigen Tagung in Nürnberg bekannt, dass openSUSE 13.2 nicht wie geplant im Juni 2014 erscheint. Und wer jetzt mit 2-3 Wochen Verspätung rechnet liegt falsch. Die 13.2 soll um mehrere Monate verschoben werden. Die offizielle Variante besagt, dass sich das openSUSE Team von Suse, welches sich bisher u.a. um die Releases gekümmert hat, erst mal um andere Sachen intensiv kümmern will / muss. Und es soll angeblich nicht nur bei dieser ungewöhnlichen Verschiebung bleiben, sondern openSUSE 13.2 soll auch strukturell überarbeitet werden.
Sicherlich, bei mir und bei vielen anderen läuft die 13.1 tadellos. Da kann man locker mit Leben und braucht nicht gleich wieder eine neue Version bzw. kommt erst mal ein Weilchen um eine Neuinstallation oder ein Upgrade herum. Die Verschiebung an-sich ist also gar nicht das Problem. Die Fakten, dass 13.2 strukturell überarbeitet werden soll und Michal Hrusecky in seinem Beitrag sogar von einem »Community-Release« ohne Mitwirken des Distributors sprach, sind da schon wesentlich interessanter.
Im Laufe der Diskussion wurde dann natürlich wieder der Releasezyklus in Frage gestellt. Ich werde das Gefühl nicht los, dass openSUSE sich mit den 8 monatigen Neuerscheinungen gewaltig übernommen hat.
Als Reaktion auf das folgende Unverständnis für diese Handlungsweise durch die Community haben sich einige Suseverantwortlichen zu Wort gemeldet.
Und zwar hat u.a. der bei Suse angestellte openSUSE Entwickler Stephan Kulow (Releasemanager) klargestellt, dass Suse sich nicht aus der Entwicklung von openSUSE zurückziehen will. Vincent Untz ergänzte, dass es auch nicht geplant sei, die bei Suse in Lohn & Brot stehenden Entwickler die an openSUSE tätig sind zu reduzieren. Okay, wenn das so stimmt ist das ja schon mal ein Lichtblick.
Ein gravierendes Problem, welches
openSUSE aber schon geraume Zeit mit sich herumschleppt ist, dass wohl zu wenig Paketbetreuer und Maintainer für openSUSE vorhanden sind, genau wie bei Packman, welches ja sehr wichtig für openSUSE ist. Wenn ich das richtig mitverfolgt habe, haben sich haufenweise Pakete und Projekte angesammelt um die sich niemand mehr kümmert.

Eins ist jedenfalls Fakt. Wenn das Gefüge bei openSUSE zwischen Mitwirkenden und Aufwand aus dem Gleichgewicht gekommen ist, muss sich etwas ändern damit die Distribution weiterhin erfolgreich bestehen kann.
Jetzt wird es interessant, welche Umstrukturierungen sich die Verantwortlichen einfallen lassen.

Solange jedenfalls… have a lot of Fun
mit 13.1.

Quelle: www.prolinux.de ( von Mirko Lindner)
Beitrag von Michal Hrusecky auf  http://article.gmane.org/gmane.linux.suse.opensuse.project/14784

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5 Responses to openSUSE 13.2 Release verschoben

  1. Marcus Moeller says:

    Platz für Diskussionen ist immer. Aber erst mal hinter verschlossenen Türen Plaene schmieden, dann das Team zurückziehen (zu dem uebrigens auch Coolo gehört) ist einfach nicht the way to go. Momentan kann openSUSE nach meiner Einschätzung ohne coolos Hilfe nicht released werden.

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  2. Marc Senn says:

    Also hab heute gesehen das openSUSE 13.2 Milestone0 unter http://software.opensuse.org/developer/de zu haben ist.
    Schon mal am Runter laden. ^^
    Mal schauen was sich verändert hat. 😉
    Bin nämlich mit der 13.1 nicht zufrieden.
    der Bluetooth Bug wider da, natürlich bei jedem klein update wider die conf editieren muss, hab eine MX5500 Logitech Tastatur. Den bei fast jedem Update ist Sound wider weg und ich muss Codec wider installieren.
    Ach soo ich finde es bei OpenSuse ein bisschen ärmlich das ich nach der Installation nicht mal eine Audio CD abspielen kann ohne Codecs zu installieren.

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  3. Marc Senn says:

    @Marcus Moeller
    Jeder Muss ersetzbar sein, das ist ganz wichtig sonst können Projekte Sterben. Was passiert wenn er mal aus irgent einem Grund der Ausscheidet und Opensuse kein Nachfolger hat?
    Nicht sehr klug sich so auf einen Menschen zu Binden.

    Sind schon manche Kleinfirmen fast gestorben weil sie sich im Vorfeld nie um einen Nachfolger des besten Mitarbeiters gekümmert haben. ^^

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  4. Michael Berger says:

    Bin leider nur ein Benutzer ohne Fachkenntnisse.
    Bitte lasst openSUSE nicht untergehen oder so „benutzerfreundlich“ verändern, dass es immer windows-ähnlicher wird.

    Danke

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  5. Marc Senn says:

    ÖM was ist los mit OpenSuse immer noch kein 13.2 alpha(das offizielle M0-M4 und so meine ich.)
    Also das umgestalten der Install schritte nach dem Rückziehen von M0 ist glaube ich nicht so schwierig weil ist sonst ja immer noch das selbe im Untergrund läuft.

    Hmm also ich habe ja schon kubuntu 14.04 ausprobiert mir fehlt einfach das yast, sonst installiert und man hat Sound und kann Video sehen gleich nach Installation, so muss ein Linux sein aber eben YAST.

    @Michael
    Naja wenn die letzten Linux Profis Ausgestorben sind ist auch Linux Tod wenns so weiter geht.

    an alle
    Ich werde die 2x 200GB für 2 Linux Partitionen aufgeben ist Verschwendung wenn ich nur alle 2 Monate unter linux bastle. für was hab ich den ein vm.

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