Installationsanleitung openSUSE 13.1 Live Medium

Die Images der openSUSE 13.1 Live Medien mit KDE oder Gnome Desktop können ab dem 19.Nov. 2013 hier heruntergeladen werden. Danach muss man nur noch die Imagedatei ( .iso | ca. 900 MB) mit einem Brennprogramm auf einen DVD Rohling brennen oder einen bootbaren USB Stick erstellen.

Im folgenden wird die Installation am Beispiel der openSUSE 13.1 RC2 Live 32Bit mit dem Gnome Desktop Schritt für Schritt erläutert und zu jedem Punkt mit aussagekräftigen Screenshots begleitet. Dazu habe ich meine bereits zu früheren openSUSE Versionen erstellten Installationsanleitungen als Vorlage verwendet und „nur“ aktuell angepasst und verfeinert. Leider besitze ich noch keine Hardware mit UEFI Bios und Secure Boot, so das ich zu solch einer Konfiguration keine eigenen Erfahrungen präsentieren kann. ( das wird sich aber bald ändern ;-) ) Die Installation eines openSUSE 13.1 KDE Live unterscheidet sich nur optisch etwas, ist aber prinzipiell gleich.

Die Installation habe ich in folgender virtuellen Umgebung vorgenommen:

  • VirtualBox 4.3 (1)
  • Hostsystem : openSUSE 12.3 32 Bit
  • Installmedium : openSUSE 13.1 RC 2 Live Gnome 32 Bit

Wer bereits einige Erfahrungen mit openSUSE Installationen hat wird keine Überraschungen erleben und sich sofort wieder zurechtfinden. Es gibt zwei Möglichkeiten ein openSUSE Live Medium auf einem Computer zu installieren. Entweder man bootet von einer DVD oder einem USB Stick und entscheidet sich gleich beim ersten Menü für die sofortige Installation oder man nimmt den Menüpunkt ganz oben und bootet das openSUSE Live System erst ein mal auf dem jeweiligen Rechner. Diese Variante hat den Vorteil, dass man erst mal sehen kann, ob dieses openSUSE Betriebssystem mit der Hardware des Rechners gut funktioniert.

Und genau so werde ich dieses mal meine Installationsanleitung für openSUSE 13.1 Live Gnome erstellen.

Booten vom Live Medium

Zuerst muss man sicherstellen,dass der jeweilige PC auch vom DVD bzw. von USB starten kann. Bei aktuellen und jüngeren Geräten ist das eigentlich kein Problem.
Dazu muss man die entsprechenden Einstellungen im BIOS überprüfen bzw. korrigieren. Am besten lässt man es als erstes auf einen Versuch ankommen. DVD oder USB Stick rein und Computer neu starten.
In vielen Fällen dürfte jetzt schon durch die Voreinstellung der Start von der openSUSE-Live DVD erfolgen. In manchen Fällen muss man bei einigen Geräten beim Startvorgang auch erst mit einer der F1 – F12 Tasten ein Bootmenü aufrufen und da dann das DVD Laufwerk oder eben den USB Stick als Bootmedium auswählen. Dieser Hinweis wird dann aber bereits vorher auf dem Bildschirm mit einem recht unauffälligen Schriftzug, meist am unteren Bildschirmrand, angezeigt.
Wenn man das erst mal geschafft hat, wird man mit einer freundlichen Willkommensseite von openSUSE begrüßt und danach erscheint das Boot-Menü.

 

bla bla

So startet der openSUSE 13.1 Installer. Wir entscheiden uns hier für die oberste Option. „openSUSE 13.1Gnome Live“ starten.

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Sprache / Video Mode auswählen

Am besten man drückt gleich erst mal die Taste F2 um auf Deutsch umzustellen und
gegebenenfalls die am unteren Rand angezeigte Bildschirmauflösung durch drücken der jeweiligen F-Taste ändern. Danach kann mit einem beherzten Tatstendruck auf „ENTER“ in diesem Fall der Start des Live Mediums beginnen.

Hinweis: Man muss hier bei diesem Fenster NICHT schon die für später angestrebte Auflösung einstellen. Später, wenn openSUSE installiert ist kann man dann auch die endgültige Bildschirmauflösung festlegen.

 

Mit den jeweils angezeigten F-Tasten kann man die Sprache und die Auflösung anpassen.

Mit den jeweils angezeigten F-Tasten kann man die Sprache und die Auflösung anpassen.

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Laden des Betriebssystems

Der Ladevorgang beginnt mit dem Laden des Linuxkernels.

Der Ladevorgang beginnt mit dem Laden des Linuxkernels.

Das Linux lädt im Hintergrund. Wer sich natürlich für die Vorgänge hinter dieser Kulisse interessiert und lieber die Textmeldungen beim Booten mitverfolgen möchte, kann sie sich weiterhin mit der Taste [Esc] anzeigen lassen.

 

openSUSE versteckt die Textmeldungen beim Laden hinter diesem Ladebalken.

openSUSE versteckt die Textmeldungen beim Laden hinter diesem Ladebalken.

 

Und zu guter Letzt ist das Live System gestartet und Einsatzbereit. Hier mit Gnome Desktop.

Und zu guter Letzt ist das Live System gestartet und Einsatzbereit. Hier mit Gnome Desktop.

Von hier aus werden wir jetzt die Installation starten.

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Start der Installation

Um vom Gnome Live Desktop die Installation zu starten klickt man zuerst ein mal auf "Aktivities". Danach erscheint aus der linken Bildschirmseite eine Iconbar dreren oberstes Icon die Installation in Gang setzt.

Um vom Gnome Live Desktop die Installation zu starten klickt man zuerst ein mal auf „Activities“. Danach erscheint aus der linken Bildschirmseite eine Iconbar dreren oberstes Icon die Installation mittels YaST Installer in Gang setzt.

 

Bei KDE befindet sich das Icon für die Installation direkt auf dem Desktop.

Bei KDE befindet sich das Icon für die Installation direkt auf dem Desktop.

Zum Beginn der Installation werden die Einstellungen für die Sprache und die Tastaturbelegung abgefragt bzw. korrigiert und die Lizenzbedingungen zur Kenntnis genommen.

 

Sprache, Tastaturbelegung und Lizenz bestätigen.

Sprache, Tastaturbelegung und Lizenz bestätigen.

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Zeitzone und Systemzeit wählen

Bei diesem Schritt braucht man nur kontrollieren ob das Datum und die Uhrzeit stimmen. Wenn nicht, dann passt man entweder die Region und Zeitzone an oder klickt rechts unten auf den „Ändern“ Button und stellt dort manuell das richtige Datum und die richtige Zeit ein.

 

Datum und Uhrzeit an eigene Gegebenheiten anpassen.

Datum und Uhrzeit an eigene Gegebenheiten anpassen.

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Partitionierung – Festplatte vorbereiten

Jetzt muss die Festplatte im Computer für die Installation des openSUSE Systems vorbereitet werden. Die Vorgehensweise ist hier abhängig von vielen Faktoren. Dabei spielt es u.a. eine Rolle ob openSUSE das einzige Betriebssystem auf diesem Computer sein soll oder ob es neben anderen Betriebssystemen wie z. Bsp. andere Linuxsysteme oder Windows installiert werden soll. Das ganze Thema Partitionierung ist zu umfangreich um es in diesem Zusammenhang umfassend zu erläutern.
Bei der Partitionierung kann man in der Regel die Vorschläge von openSUSE übernehmen und muß sich nicht selbst mit der Festplattenaufteilung beschäftigen. Wer es aber besser kann und weiß, für den stehen die entsprechenden Werkzeuge zur Verfügung. Hier sind Erfahrungen mit Partitionieren sehr hilfreich. Wem diese Erfahrung fehlt, kann getrost den Vorschlag von openSUSE akzeptieren und mit der Installation fortfahren. Mit der seit 12.1 neuen Funktion, „Separate Home Partition vorschlagen“ ist ein Grund zum manuellen Eingreifen bereits überflüssig geworden. Eine separate Homepartition macht durchaus Sinn und sollte genutzt werden.
Die unterste Option „Btrfs als Standarddateisystem verwenden“ würde eine Festplattenaufteilung vorschlagen, die für einige Partitionen das neue Dateisystem btrfs benutzt.

openSUSE erkennt jedenfalls automatisch, ob ein Windows Betriebssystem auf dem Computer bereits installiert ist und erstellt selbstständig einen passenden Vorschlag zur Festplattenaufteilung so dass beide Betriebssysteme nebeneinander installiert werden und ein Bootlader sorgt später dafür das man beim Start das gewünschte System auswählen kann. Das kann man getrost alles openSUSE überlassen. Das sorgt schon dafür, dass es funktioniert. 😉

 

Diesen Vorschlag hätte ich so akzeptieren können und bräuchte keine weiteren Änderungen vornehmen. Aber, ich wollte btrfs als Standarddateisystem. (siehe nächstes Bild)

Diesen Vorschlag hätte ich so akzeptieren können und bräuchte keine weiteren Änderungen vornehmen. Aber, ich wollte btrfs als Standarddateisystem. (siehe nächstes Bild)

 

Also habe ich "btrfs als Standarddateisystem verwenden" ausgewählt und der openSUSE Installer macht automatisch einen gänzlich neuen Partitionierungsvorschlag.

Also habe ich „btrfs als Standarddateisystem verwenden“ ausgewählt und der openSUSE Installer macht automatisch einen gänzlich neuen Partitionierungsvorschlag.

Eigentlich wollte ich auch eine seperate Home Partition, aber der Installer bemängelte, dass bei meiner virtuellen Installation und der Auswahl mit btrfs nicht genügend Platz für eine seperate Homepartition sei.

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Benutzer anlegen

Beim Anlegen der Benutzer sind noch zwei der möglichen Optionen etwas näher zu betrachten.

1. „Dieses Passwort für den Systemadministrator verwenden“ ist standardmäßig aktiviert. Ich empfehle es zu deaktivieren und für den Systemadministrator ein extra Passwort zu vergeben. Egal wie man sich entscheidet. Das Passwort für „Root“ muss man sich gut merken. Es wird für alle Änderungen am System, einschließlich Softwareinstallationen gebraucht.

2. „Automatische Anmeldung“ Insbesondere wenn mehrere Benutzer angelegt werden sollen ist es besser diese Option ebenfalls zu deaktivieren. Sicher ist die automatische Anmeldung bequemer, aber sicherer ist es ohne sie.

Beide Optionen liegen aber in der Entscheidung des Benutzers. Falsch machen kann man dabei nichts. Es funktioniert alles, egal wie man sich entscheidet.

 

Benutzer anlegen und die Optionen wählen

Benutzer anlegen und die Optionen wählen

 

Wenn man sich dazu entschlossen hat, für den Systemadministrator Root ein extra Passwort zu vergeben, hat man hier, im nächsten Schritt die Gelegenheit dazu.

Wenn man sich dazu entschlossen hat, für den Systemadministrator Root ein extra Passwort zu vergeben, hat man hier, im nächsten Schritt die Gelegenheit dazu.

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Installationseinstellungen

In diesem Fenster gibt es noch mal eine Übersicht über die gemachten Eingaben zur Installation mit der Option noch Änderungen einzubringen. Bei den Installationen der openSUSE Live Medien hat man KEINE Softwareauswahl während der Installation.

 

Roten Zeilen in dieser Übersicht weisen nicht auf Fehler hin, sondern auf besondere Achtung! Z. Bsp. wenn eine bestehende Partition / Festplatte formatiert wird und das sollte der Benutzer schon bewusst wollen und nicht aus Versehen Daten verlieren.

Roten Zeilen in dieser Übersicht weisen nicht auf Fehler hin, sondern auf besondere Achtung! Z. Bsp. wenn eine bestehende Partition / Festplatte formatiert wird und das sollte der Benutzer schon bewusst wollen und nicht aus Versehen Daten verlieren.

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Installation

Jetzt braucht bei dem erscheinenden Fenster nur noch die Installation auf die Festplatte bestätigt werden und es erfolgt das Kopieren der Dateien.

 

Erst nach dieser Bestätigung werden wirklich Änderungen am bestehenden System vorgenommen. Bis hierher kann man noch zurück und die Optionen bearbeiten.

Erst nach dieser Bestätigung werden wirklich Änderungen am bestehenden System vorgenommen. Bis hierher kann man noch zurück und die Optionen bearbeiten.

Durchführung der eigentlichen Installation. Man kann alle Vorgänge mitverfolgen und sich erst mal zurück lehnen. ,-)

Durchführung der eigentlichen Installation. Man kann alle Vorgänge mitverfolgen und sich erst mal zurück lehnen. ,-)

 

Wenn der Bildschirm zwischenzeitlich so aussieht... Keine Panik. ;-) Das ist ein Bildschirmschoner. Die Installation ist noch nicht fertig. Ein beliebiger Tastendruck bringt den eigentlichen Installationsvorgang wieder in den Vordergrung.

Wenn der Bildschirm zwischenzeitlich so aussieht… Keine Panik. 😉 Das ist ein Bildschirmschoner. Die Installation ist noch nicht fertig. Ein beliebiger Tastendruck bringt den eigentlichen Installationsvorgang wieder in den Vordergrung.

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Neustart

openSUSE möchte jetzt einen Neustart um das neu installierte Linuxsystem zu booten und gibt in dem Fenster einige hilfreiche Tipps mit auf den Weg mit.

 

Für einen Neuling eventuell etwas verwirrend formuliert, dabei ist es ganz simpel. Entweder runterfahren - CD raus und wieder starten oder einfach Neustart und im Bootmenue den Start von der Festplatte auswählen.

Für einen Neuling eventuell etwas verwirrend formuliert, dabei ist es ganz simpel. Entweder runterfahren – CD raus und wieder starten oder einfach Neustart und im Bootmenue den Start von der Festplatte auswählen.

 

Beim ersten Neustart trifft man dann auch das erste Mal auf den Bootmanager Grub2. Hier sind dann alle installierten Betriebssysteme aufgeführt und können jeweils zum Start ausgewählt werden.

Beim ersten Neustart trifft man dann auch das erste Mal auf den Bootmanager Grub2. Hier sind dann alle installierten Betriebssysteme aufgeführt und können jeweils zum Start ausgewählt werden.

 

Hin und wieder schaltet openSUSE beim Start noch in den Textmodus um. Einige neue Linuxuser lassen sich manchmal dadurch verunsichern. Aber keine Panik. Als reiner Benutzer und erst recht als Neuein - bzw. Umsteiger braucht man die ganzen Zeilen nicht zu verstehen.

Hin und wieder schaltet openSUSE beim Start noch in den Textmodus um. Einige neue Linuxuser lassen sich manchmal dadurch verunsichern. Aber keine Panik. Als reiner Benutzer und erst recht als Neuein – bzw. Umsteiger braucht man die ganzen Zeilen noch nicht zu verstehen. Obwohl… Sollte es zu Fehlern oder Problemen kommen kann man manchmal daraus sehr hilfreiche Informationen zur Lösung der Fehler beziehen.

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Automatische Konfiguration

Das Einrichten sämtlicher Hardware hat in meinem Beispiel openSUSE vollständig automatisch und ohne Eingriff erledigt. Bei wem das nicht so der Fall sein sollte, der hat auch die Möglichkeit einzugreifen und nachzuhelfen. Die Erkennung und die automatische Konfiguration funktionieren nach meiner Erfahrung bei openSUSE wirklich einwandfrei. Das ist aber sicherlich von Fall zu Fall anders und von der eingesetzten Hardware abhängig.

 

Die automatische Konfiguration wird ihrem Namen gerecht. Es sind keine Eingriffe von seitens des Benutzers notwendig um die vorhandene und erkannte Hardware einzurichten.

Die automatische Konfiguration wird ihrem Namen gerecht. Es sind keine Eingriffe von seitens des Benutzers notwendig um die vorhandene und erkannte Hardware einzurichten.

Auch während der automatischen Konfiguration kann es öfter vorkommen, daß der Bildschirm zeitweise in den Textmodus umschaltet. Das ist normal und deutet nicht auf einen Fehler hin.

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Fertig

Die openSUSE 13.1 Gnome Live ist nun fertig und komplett auf der Festplatte installiert.

 

Und so präsentiert sich openSUSE 13.1 mit Gnome Desktop nach Abschluss der Installation.

Und so präsentiert sich openSUSE 13.1 mit Gnome Desktop nach Abschluss der Installation.

 

Ich wünsche allen viel Spaß mit openSUSE 13.1.

 

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