TeamSpeak Server/Client unter openSUSE

TeamSpeak ist eine proprietäre Sprachkonferenzsoftware, welche den Benutzern ermöglicht, über das Internet oder ein LAN miteinander zu kommunizieren. (Wikipedia) Das gute an TeamSpeak ist, dass das Programm für alle gängigen Betriebssysteme wie Windows, Mac OSX, Linux und auch für die Handybetriebsysteme iOS und Android zur Verfügung steht. Viele Windowsuser die gerne mal ein Game zocken, wissen die Vorzüge von TeamSpeak wohl zu schätzen. Da sich das Spielen immer mehr in den Browser verlagert können auch Linuxer zunehmend mitmischen und wollen an den Teamkommunikationen der Gamer teilhaben. Und dazu braucht man nicht mal einen teuren virtuellen Server mieten, sondern kann das auch getrost für die gelegentliche Nutzung auf dem heimischen Computer laufen lassen.

Es gibt schon einige Beschreibungen zur Benutzung von TeamSpeak unter Linux. Die meisten beschreiben die Installation und Konfiguration ausschließlich mittels Kommandozeile bzw. Konsole. Was ja auch nicht verkehrt ist weil man sich so nicht auf einen bestimmten Desktop bzw. auf ein bestimmtes Programm beziehen muss und bei beiden, Server– und Clientinstallation, gar nicht ganz um Konsoleneingaben herum kommt. Für alle die aber aus irgendwelchen Gründen eine Abneigung gegen die Kommandozeile hegen geht es aber auch mit weniger Tipperei und mit mehr grafischen Tools.

 

TeamSpeak-Server

 

Die TeamSpeak Server Software für Linux findet man auf der TeamSpeak Homepage . Die Serversoftware steht für 32 und 64Bit Systeme zur Verfügung und ist etwas mehr als 4Mb groß. Ladet das entsprechende *.tar.gz Archiv auf euren Rechner herunter und entpackt es in euer Homeverzeichnis.

Das TeamSpeak Serverpaket braucht nur entpackt zu werden und schon kann der Server gestartet werden.

Zum Start des TeamSpeak Servers wechselt Ihr doch noch mal in das Terminal bzw. auf die Konsole um das entsprechende Startskript aufzurufen. Wenn man sowieso schon mit dem KDE Dateimanager Dolphin dabei ist geht der Wechsel in das richtige Verzeichnis in der Konsole damit recht einfach.

 

Über den Schraubenschlüssel oben rechts kommt man zu den Extras und kann von da aus ein Terminal gleich mit dem richtigen Verzeichnis öffnen.

 

In der Konsole gibt man dann den Startbefehl für den Server ein: siehe Screenshot

Rot umrandet der Konsolenbefehl zum Starten des TeamSpeak Servers

 

Die weiteren Informationen auf diesem Bildschirm erscheinen nur ein einziges Mal beim ersten Start des Servers und die solltet Ihr euch gut notieren.
Speziell der Loginname für den Server Admin und das Passwort. Diese werden später noch zum Konfigurieren des Servers gebraucht. Weiter unteren steht ein ziemlich langer Zeichenmix. Dies ist ein s.g. Token.  Dieser Token wird nachher noch gebraucht, um uns selbst als allererster Benutzer bei unserem Server Adminrechte zu verleihen.

Ab jetzt läuft euer eigener Euer TeamSpeak 3 Server. Standardmäßig wird für Sprachverbindungen der Port 9987 benutzt. Wenn ihr einen Router in eurem Heimnetzwerk benutzt, vergesst nicht bei dessen Konfiguration den Port 9987 für TeamSpeak freizugeben. Wie das bei jedem einzelnen Router funktioniert entnehmt bitte dessen Dokumentation.

Bei meinem sieht es folgendermaßen aus:

Der Port 9987 muss beim heimischen Router für den Betrieb vom TeamSpeak Server freigegeben sein.

 

TeamSpeak Client

 

Den TeamSpeak Client für Linux downloadet man auf der selben Seite wie die Serversoftware. Allerdings gibt es für den Clienten kein gepacktes Archiv wie bei dem Server sondern eine ca. 30 MB großes ausführbares Shell-Script mit der Endung *.run . Dieses muss wieder in der Konsole ausgeführt werden und installiert den Clienten.

Aus Dolphin kommt man wieder ganz fix ins richtige Verzeichnis ins Terminal

 

Im Terminal wird dann das Ausführen der Datei durch die Eingabe ./TeamSpeak3-Client-linux_x86-3.0.7.run gestartet. Beachtet den Punkt gefolgt von dem Schrägstrich bei der Eingabe vor dem Dateinamen.

Starten der Clientinstallation im Terminal

 

Mit Enter kann man durch die ganze Lizenz scrollen und mit der Taste ‚Q‘ kann man gleich zum nächsten Schritt springen. Um die Lizenzbedingungen zu akzeptieren muss man „yes“ eintippen.

 

Bei dieser Installation wird automatisch ein neues Verzeichnis für den TeamSpeak-Client im selben Verzeichnis angelegt, aus dem man das Shell-Script zur Installation gestartet hat.

Um den TeamSpeak Clienten jetzt aus diesem Verzeichnis zu starten kann man einerseits direkt die Datei ts3client_linux_x86 aus dem Dateimanager mit einem Mausklick starten oder das Script ts3client_runscript.sh im Terminal aufrufen. Es kommt beides wieder auf’s selbe raus.

Entweder zum Starten des Clienten die ausführbare Datei (1) mit der maus anklicken oder das Script (2) im Terminal aufrufen.

 

Alternativ: Der Aufruf des Clienten übers Terminal

 

Und so startet der TeamSpeak 3 Client beim ersten mal. Noch besteht keine Verbindung zum Server.

 

Um sich selbst erst mal mit dem eigenen Server zu verbinden, klickt man im TeamSpeak Client oben auf „Verbindungen“ – „Verbinden“

Bei Serveradresse trägt man „localhost“ ein. Den Nicknamen kann man völlig frei wählen.

 

Beim ersten Verbinden mit dem Server erscheint dieses Fenster. Hier wird jetzt der lange Schlüssel, der s.g. Token eingetragen um den ersten verbundenen Benutzer als Administrator für den frisch aufgesetzten Server zu berechtigen.

 

Und nun ist der Server zwar noch nicht optimal konfiguriert, aber Einsatzbereit. Empfehlenswert ist zumindest noch ein Passwort für die jeweilige Verbindung. Man kann auch einige angezeigte Angaben wie Servername und Begrüßung etwas an eigene Bedürfnisse anpassen.

Nun will man ja in der Regel sehr selten nur mit sich selbst reden 😉 und man erstellt so einen Server um sich mit anderen Leuten zu unterhalten, die sich nicht innerhalb des heimischen Netzwerkes befinden, sondern die ihren TeamSpeak Client über das Internet mit meinem Server verbinden wollen. Dazu müssen diese in dem Verbindungsdialog meine öffentliche IP Adresse eingeben. Diese öffentliche IP Adresse muss ich vorher meinem Gesprächspartner mitteilen.

 

Aber wie bekomme ich selbst meine öffentliche IP heraus ?

 

Dazu surft Ihr ganz kurz mal auf die Seite http://meineipadresse.de/ und da steht dann schon ganz groß eure derzeitige öffentliche IP Adresse, die Ihr dann euren Gesprächspartnern mitteilen müsst.

 

Und ab hier viel Spaß beim Quatschen mit euren Freunden über euren eigenen Server 😉

 

GD Star Rating
loading...
TeamSpeak Server/Client unter openSUSE, 9.0 out of 10 based on 8 ratings
Tagged , . Bookmark the permalink.

3 Responses to TeamSpeak Server/Client unter openSUSE

  1. Hennes says:

    Ich selbst bevorzuge zwar eindeutig Mumble respektive Murmur, jedoch ist es ein super Anleitung.

    Danke dafür

    GD Star Rating
    loading...
  2. Anonymous says:

    Wenn ich den Befehl in die Konsole eingebe, bekomme ich nur „keine berechtigung“ als Antwort. Ich hab es auch schon im superuser-modus probiert

    GD Star Rating
    loading...
  3. sh4rx says:

    @Anonymous
    Du kannst mit Dolphin dein .run -Script mit einem Rechtsclick -> Eigenschaften -> Berechtigungen -> Ausführbar
    ausführbar machen.

    GD Star Rating
    loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.