Erste Schritte nach openSUSE 11.4 Installation – Community Repositories hinzufügen

Nachdem ich in den vergangenen Wochen einigen anderen wichtigen privaten und beruflichen Dingen den Vorrang geben musste, geht es jetzt wieder weiter mit der Einrichtung von openSUSE 11.4 speziell für Neuein- bzw. Umsteiger.

Ich habe diese Serie zu openSUSE 11.4 mit einer Beschreibung zur Installation begonnen und danach mit den „Ersten Schritten“ nach der Installation weiter gemacht. Dabei war die Verbindung zum Internet das erste, was eingestellt werden sollte.

Nun , nachdem die Internetverbindung klappt, sollten auch ziemlich zeitnah die notwendigen zusätzlichen Software Repositories hinzugefügt werden.

Für bereits gestandene Linuxer ist dieser Vorgang nichts neues und auch längst nichts ungewöhnlichen mehr. Es gehört halt zu jedem Linux längst dazu. Mal mehr, mal weniger und von Distri zu Distri in leicht abgewandelte Formen. Für Umsteiger aus der Windowswelt ist es doch etwas neues und bedarf einiger weitere Worte der Erläuterung.

Was sind Repositories ?

Kurz mit eigenen Worten:

Repositories sind Software Quellen (Lager) im Internet. Sie halten Programme, Pakete u.s.w. meistens in speziell aufbereiteter Form für einen bestimmten Zweck vor. Also z.Bsp. Repositories für openSUSE beherbergen viele tausend Programme und Pakete in einer Form ( als *.rpm Pakete ) wie sie das Installationsprogramm YaST bzw. RPM von openSUSE erwartet. Als Beispiel schau mal auf diesen Link. Das ist z.Bsp. eines von vielen Repositories von Packman für openSUSE 11.4 .

Und bestimmte diese Internet Softwarequellen kann ( … und sollte man 😉 ) je nach Bedarf in seinem Linux einbinden. Dadurch hat das Installationsprogramm also nicht nur Zugriff auf den Inhalt des Installationsmediums ( DVD, CD ? ), sondern auf viele weitere Programme, Erweiterungen und Updates aus dem Internet. Diese kann man dann sowohl zur Programm – bzw. Softwaresuche und Installation, wie auch zur Aktualisierung/Updates verwenden. Manche Funktionen wie z.Bsp. die mp3 Unterstützung werden gar nicht von dem Installationsmedium installiert, sondern müssen über Repositories nachinstalliert werden.

Wikipedia Definition : Repository

Wie fügt man nun Repositories hinzu ?

Bei openSUSE ist im YaST schon alles vorbereitet, um einige der wichtigsten und gängigsten Paketquellen hinzuzufügen.

Startet YaST und wählt "Software --> Software-Repositories"

 

Danach öffnet sich dieses Fenster zum Konfigurieren der Software-Repositories. Hier können sie hinzugefügt, bearbeitet oder auch wieder entfernt werden. ( In meinem Beispiel sind jetzt schon von mir hinzugefügte Repos dabei ) Um ein oder mehrere Repos neu einzubinden klicken wir auf "Hinzufügen"

 

Hier wählen wir die Option "Community/Gemeinschafts-Repositories" und bestätigen mit einem Klick auf "weiter"

 

Danach erscheint dieses Fenster mit einer Liste der Community Repositories. Hier können wir jetzt das gewünschte Repo makieren und erhalten in der unteren Fensterhälfte eine knappe Beschreibung zum Inhalt der Quelle. Mann kann natürlich auch gleich mehrere Quellen markieren.

 

Hier kommt jetzt natürlich die Frage: Welche dieser Community Repositories brauche ich denn nun für mein System?

Dieses lässt sich nicht so allgemein gültig beantworten und ist individuell für jedes System, vom Inhalt der Quelle und von den persönlichen Ansprüchen des Anwenders abhängig.

  • Zwar gilt: Nur soviel zusätzliche Repos wie nötig einbinden. Weniger ist auch hier manchmal mehr 😉
  • Aber für die Oberflächen oder die Programme die man nutzt, sollte man auch die Repositories einbinden um Aktualisierungen, Verbesserungen und Korrekturen mitzubekommen.

Am wichtigsten erscheint mir das Packman Repositorie. Diese bringt wichtige Erweiterungen und geänderte Pakete für die Multimediafunktionalität von openSUSE mit. Bei den anderen Quellen muss man sehen ob man sie braucht. Wer LibreOffice nutzt und gerne immer die aktuellste stabile Version davon auf seinem System nutzen will, der sollte z.Bsp das Repo „Stable LibreOffice“ aktivieren. Oder, anderes Beispiel: Wer die Desktopoberfläche „LXDE“ benutzt, für den wäre das entsprechende Repo zu aktivieren sinnvoll. Es ist sowieso empfehlenswert die jeweiligen openSUSE-BuildService Repos für die verwendete Desktopoberfläche zu aktivieren. Für Firefoxnutzer ist es durchaus auch sinnvoll, das Repo „openSUSE BuildService – Mozilla“ zu aktivieren, um immer den aktuellsten Firefox Browser zur Verfügung zu haben.

 

Danach wird der Inhalt der neu hinzugefügten Softwarequellen initialisiert.

 

Dabei muss man für jedes hinzugefügte Repositorie einmalig den GnuPG-Schlüssel importieren und damit diese Softwarequelle als vertrauenswürdig einstufen.

 

Danach ist das oder die entsprechenden Repos in meiner Repositorie-Liste aufgenommen und YaST hat ab sofort Zugriff auf dessen Inhalt und bezieht diesen bei Installationen und Aktualisierungen mit ein.

 

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2 Responses to Erste Schritte nach openSUSE 11.4 Installation – Community Repositories hinzufügen

  1. Uwe says:

    Hi,

    bei mir wird die Schaltfläche „Community-Repository hinzufügen“ nicht angezeigt. Es gibt nur „URL angeben“ und „Mithilfe von SLP durchsuchen“. Da steht nichts dazwischen, wie ich es sonst immer auf Screenshots sehe. Weißt du, was ich da machen kann?

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  2. admin says:

    Wenn keine Internetverbindung besteht wird die Option „Community-Repository hinzufügen“ nicht angezeigt. Du musst auf jeden Fall sicherstellen, dass dein openSUSE zu der Zeit mit dem Internet verbunden ist.

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