Resümee unseres openSUSE 11.4 RC1 Test

Wir, Lisufa und ich, haben uns also in den vergangenen Tagen die Vorabversion (Release Candidat) des am 10.März 2011 erscheinenden openSUSE 11.4 mit dem KDE SC 4.6.x Desktop angesehen. Was ein Release Candidate im Bezug auf den Entwicklungsprozess bedeutet kann man hier nachlesen. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass einige der von uns festgestellten Ungereimtheiten bin zum finalen Release von oS 11.4 noch korrigiert werden. ( siehe open-Bug-Day für openSUSE 11.4 )

Wenn man eine neue Version einer Linuxdistribution bewertet, muss man natürlich erst mal klären mit welchen Erwartungen man in so einen Test geht.

Bei einer neuen Veröffentlichung setzt man voraus, dass wenigstens die enthaltenen Softwarepakete auf den neusten stabilen Stand gebracht werden und dass bekannte Fehler entfernt werden. Die Aktualisierung des Systems auf Basis stabiler Veröffentlichungen, insbesondere des Kernels und der Desktopoberfläche sind eigentlich das Minimalste was die Anwender erwarten.

Nicht mal bis dahin erfüllt openSUSE 11.4 RC1 die Erwartungen voll und ganz. Das System, die Softwarepakete und Programme sind zwar aktualisiert worden (teilweise sogar Betaversionen: Firefox 4) und somit auf dem neusten Stand. Die meisten Neuerungen die ins Auge fallen gehören aber nicht openSUSE sondern eigentlich dem KDE Team mit der neuen KDE SC 4.6.0 bzw. den anderen aktualisierten Desktopoberflächen. (das neue 11.4 Branding ist zwar augenscheinlich, betrachten wir hier aber mal nicht als Neuerung)

Das war es dann aber auch schon an positiven Nachrichten.

Ob alle bekannten Bugs entfernt worden sind entzieht sich meiner Kenntnis. Dazu müsste man Bugzilla durchforsten und Stück für Stück in 11.4 nachvollziehen.

Bei so einem schwerwiegenden und lange bekannten Bug wie der mit openSUSE‘ s KDE Versionen und den aktuellen proprietären Grafik-Treiber von Nvidia ( siehe hier und hier ), ist das wohl jedenfalls nicht geschehen. Mehr als den Tipp, die 64 Bit Architektur einzusetzen, weil dieser Bug nur 32 Bit Systeme betrifft, gibt es leider nicht.

Und ob die an manchen Stellen nicht funktionierende bzw. unfertige KDE Integration ( z Bsp. KDE Softwareverwaltung ) nur in der RC1 fehlerhaft ist, wird sich zeigen.

Einerseits wird bei openSUSE 11.4 auf den Networkmanager als default verzichtet weil er angeblich nicht so zuverlässig arbeitet, aber an anderer Stelle die Beta 4 des Browsers Firefox als Standardbrowser eingesetzt.

Was kann der Anwender darüber hinaus erwarten?

Technische Neuerungen, die sich selbst schon bei anderen Distributionen wie Mandriva, Ubuntu oder auch Fedora durchgesetzt haben, sollten auch bei openSUSE Neuerscheinungen integriert sein. Bei der Umstellung von HAL auf Udev & Co ist es ja gemacht worden. Ansonsten aber Fehlanzeige. Bei so wichtigen neuen Entwicklungen wie systemd und Grub2 bleibt openSUSE 11.4 hinter den anderen Distributionen zurück. Der Wunsch nach Grub2 ist zwar laut openFATE für openSUSE 11.4 abgearbeitet worden, dass Grub2 lediglich für eine Nachinstallation zur Verfügung steht. Es soll ja kein Testsystem für unausgereifte Features werden, aber bestimmte Dinge haben sich schon eine gewisse Zeit in anderen Distributionen bewährt. Warum eine so große und bedeutende Distribution wie openSUSE bei solchen fortschrittlichen Entwicklungen hinterherhinkt ist unverständlich und ärgerlich.

In früheren Zeiten hatte openSUSE immer mal die Messlatte vorgelegt und die anderen hechteten hinterher. Der Zug scheint weg zu sein. Jetzt hechelt openSUSE hinterher und versucht den Anschluss nicht zu verlieren.

Auf openFATE kann sich jeder ansehen, welche Features sich die Anwender am sehnlichsten für die kommende openSUSE Version gewünscht haben und was davon umgesetzt wurde. Nicht viel.

Schnelleres Booten von openSUSE ist einer der meist geäußerten Wünsche der Anwender. Ubuntu hat in dieser Hinsicht enorm vorgelegt. openSUSE hat es leider versäumt. Die Bootzeit von 11.4 ist nach wie vor nicht gerade gut.

Während der Entwicklungszeit von openSUSE 11.4 ist mir aufgefallen, dass das openSUSE Projekt mit jeder Version immer nachlässiger mit Informationen zum aktuellen Entwicklungsstand wird. Es ist schon frustrierend genug, dass durch die globale Ausrichtung des Projektes seid langer Zeit nur noch englische Informationen vom Projekt zur Verfügung stehen. Seit der Entwicklung von 11.4 sind selbst diese Informationen manchmal ausgeblieben oder nur sehr knapp gehalten oder mit deutlicher Verspätung nachgereicht worden. Die Communityarbeit des openSUSE Projektes dreht sich nur noch um Entwickler. Für den „normalen“ Endanwender ist aus dem Projekt selbst keine Aktivität mehr vorhanden. Oftmals musste man Informationen zur Veröffentlichung von Meilensteinen mit viel Aufwand und umständlich auf englischsprachigen, projektinternen und teilweise von Entwickler-Mailinglisten zusammensuchen. Und das, obwohl es reichlich deutschprachige Projektmitglieder gibt und openSUSE immer noch seine größte Anwendergemeinde im deutschsprachigen Raum hat. Offizielle deutschsprachige Informationen zum Projekt und zur Entwicklung gibt es gar nicht. Die Belange der deutsche Anwendergemeinde spielen im openSUSE Projekt keine Rolle mehr. Wer openSUSE mal ausgewählt hatte, weil es DIE deutsch stämmige Distribution schlecht hin ist, der kann das getrost vergessen. Das ist lange vorbei.

Es gibt vom openSUSE Projekt definitiv keine Aktionen und Maßnahmen mehr, die in irgendeiner Weise die deutschsprachige Anwendergemeinde unterstützen. Wer die englische Sprache nicht beherrscht, hat inzwischen keine Chance mehr sich irgendwie am ( ehemals doch so deutsch stämmigen) openSUSE Projekt zu beteiligen oder in irgendeiner Weise einzubringen. Da sind andere Distributionen wesentlich cleverer und sorgen dafür, dass solche Anwender eine solide und „heimische“ deutschsprachige Gemeinschaft vorfinden und sich so am Projekt beteiligen können. Das openSUSE Projekt hat daran kein Interesse mehr und überlässt solche Anwender den anderen Distributionen . Leider !

Ubuntu und andere Distributionen werden immer erfolgreicher. Bei openSUSE schwinden massiv die Anwenderzahlen. Und was machen die Projektverantwortlichen?

Jedenfalls scheinen sie kein Interesse daran zu haben, mal über den Tellerrand zu schauen, warum andere Distris ( speziell Ubuntu) so erfolgreich sind und warum openSUSE da im Augenblick nicht hinterher kommt. Auch bei Ubuntu ist nicht alles rosarot! Es gibt auch da genügend Kritikpunkte. Trotzdem müssen sie irgendetwas besser machen als das openSUSE Projekt. Der einfache Beweis dafür sind die Anwenderzahlen.

Ist openSUSE 11.4 nun empfehlenswert ?

Wer sich für ein openSUSE Linux entschieden hat, kann die 11.4 genauso gut benutzen wie eine 11.2 oder 11.3 . Die Installation funktioniert gut und einfach und das System ist stabil und einfach zu benutzen, wenn man mal von den inzwischen völlig unübersichtlichen Repositorydurcheinander absieht.

Für jemanden, der bereits ein gut konfiguriertes openSUSE System sein eigen nennt und welches sogar noch durch kontinuierliche Aktualisierungen Up to Date ist, sehe ich aber keinen Grund auf 11.4 zu wechseln.

Und ob ich jemandem, der überhaupt erst auf der Suche nach der richtigen Linuxdistribution für sich ist, openSUSE 11.4 empfehlen würde … ?

Bis vor ein paar Monaten gab es da für mich überhaupt keine Zweifel. Die Entscheidung konnte nur heißen: openSUSE. Inzwischen muss ich zugeben, dass ich schon öfter empfohlen habe, ein Ubuntu bzw eine auf Ubuntu basierende Distri einzusetzen. Vieles funktioniert da besser und einfacher und die deutschsprachige Community ist so umfangreich und gut unterstützt, dass sich Probleme oft auch für Neueinsteiger einfach lösen lassen.

Ich hoffe, dass openSUSE sich mal wieder fängt und sich wieder auf einen erfolgversprechenden Weg begibt. Leider gibt es keine Möglichkeit, das ich das alles selbst den openSUSE Verantwortlichen mitteilen kann, denn die openSUSE Kommunikation ist ausschließlich in englisch. 😉

Oder was sagt Lisufa dazu ? → »Klick mich an

Abschließendes noch Angemerkt!

Die “Test-Phasen” samt “Resümees” unseres blogübergreifenden Tests mit “Lisufa’sBlog” geben unsere persönliche Meinungen wieder und erheben nicht den Anspruch der Unfehlbarkeit! Wir haben die kommende openSUSE 11.4 aus Anwendersicht betrachtet und unsere Einschätzung hier wiedergegeben. Des weiteren sind wir keine Entwickler oder Programmierer was erklärt, das wir uns mehr den offensichtlichen statt den hinter-/untergründigen Abläufen des kommenden Produktes des openSUSE Projektes gewidmet haben.

Das bedeutet, dass uns durchaus bekannt und bewusst ist das wir das eine oder andere neue Feature was unter der Haube schlummern mag oder auch nicht übersehen haben könnten. Sollte aber für einen Anwender der nicht so sehr der Entwicklung zugetan ist, eher untergeordnet sein. Zu dem steht es auch jedem Interessenten frei einen eigenen Test auszuführen und diesen dann zu publizieren. Tun das viele, ergänzt sich das ganze zu einer Informationsquelle in der jeder das finden sollte was einem interessant erscheint.

In diesem Sinne hoffen wir das es dem einen oder anderen erleuchtet, und dabei hilft sich für oder gegen die kommende openSUSE 11.4 zu entscheiden. :)

PS:

Unsere erste gemeinsame blogübergreifende Aktion hat sehr gut funktioniert. Wir werden sicherlich ähnliches in Zukunft noch mal machen.

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8 Responses to Resümee unseres openSUSE 11.4 RC1 Test

  1. mokli says:

    Danke Thomas für den Vorab-Artikel, der viele interessante Informationen für mich enthält. Was mich ein wenig verwundert hat, ist die harsche Bewertung und auch der Verweis auf Ubuntu auf der bisher zur Verfügung stehenden Basis eines RC.
    Nicht das ich etwas gegen Ubuntu hätte, ganz im Gegenteil ich schätze deren Arbeit genauso wie die der openSUSE-Gemeinschaft, nur bin ich bisher noch nie in Versuchung gekommen, Ubuntu produktiv einzusetzen.

    Zuletzt hatte ich nach dem Erscheinen Ubuntu 10.04 (Lucid Lynx) in einer Virtualbox-Maschine (auf meinem Dell-Ubuntu-Notebook von Ende 2009) installiert oder besser zu installieren versucht und zweimal brach der Installationsprozess ab, beim dritten Mal klappte es, das System fiel dann nach der Installation von Digikam, das ich sehr schätze, ins Koma. Wohlgemerkt, das war die finale Version, kein RC.

    Das gibt jetzt nur meine Erfahrung wieder und soll keine pauschale Abwertung werden, mittlerweile läuft Lycid in einer Virtualbox-Maschine ganz gut. Ich will nur sagen,kein Linux-System, das ich versucht habe, hat mich in der Zeit unmittelbar nach dem Erscheinen für produktives Arbeiten überzeugt, von einem RC ganz zu schweigen, aber mit openSUSE glaube ich in dieser Hinsicht immer noch am besten gefahren zu sein.

    Lange Jahre hatte ich KDE 3.5, 4.0 bis 4.5 als DE, dann bin ich unter openSUSe 11.3 auf Gnome gewechselt und seither geht es mir besser. Das soll nichts gegen KDE sagen, ich schätze diese DE nach wie vor sehr, aber dennoch glaube ich, dass einige Probleme, etwa die Startzeit gegenüber Ubuntu oder die Frage des Netzwerkmanagers auch mit der favorisierten DE zusammenhängen könnten.

    Seit ich Gnome mit sehr vielen KDE-Programmen benutze, kann ich mich wieder mehr aufs Arbeiten konzentrieren, solange ich meinen Desktop verschönern und gerne die neuesten Programme und Entwicklungen am PC in der schönen Linux-Welt ausprobieren wollte, war ich mit KDE 4 sehr gut bedient. Das gilt zumindest für Gnome 2.3.

    Unter Gnome startet openSUSE 11.3 bei mir in 35 Sekunden bis zum Anmeldeprompt und in weiteren 28 Sekunden ist der Desktop voll da.

    Das reicht mir, abgesehen davon, dass ich zumeist in den Suspend gehe und nur wenn ich speicherintensive Programme genutzt habe, muss ich dann und wann rebooten.

    Was Grub 2 mir mehr geben sollte, weiß ich nicht, kann ich mir auch nicht so recht vorstellen.

    Ich habe den Eindruck, die 11er-Reihe von openSUSE bietet ein sehr ausgereiftes komfortables System, das vor allem auf Stabilität setzt und dabei in der Softwareausstattung aktuell bleibt. Auf Ubuntu würde ich Yast sehr vermissen. Computerhilfen und Linux-Club bieten sehr guten deutschen Support für mich, alle meine Fragen und Probleme wurden schnell gelöst bzw. beantwortet.

    Was mich an 11.4 interessieren würde, ist vor allem der neue Kernel, der für rechenintensive Arbeiten, wie sie zum Beispiel bei der Batch-Raw-Entwicklung anfallen, besser ausgelegt sein soll. Bevor ich upgrade, werde ich aber auf jeden Fall mindestens drei Monate warten und in einer VB ausprobieren, ob die Programme wirklich laufen und zur Verfügung stehen, wie sie sollen.

    Nochmal vielen Dank für den informativen Vorab-Test
    mokli

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  2. Suse User says:

    Grub 2 ist laut Feature List (nicht getestet) dabei. Damit wäre ein wesentlicher Kritikpunkt beseitigt.

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  3. Jörg Schmela says:

    Hallo Thomas,
    ich habe gerade Deine Bewertung des openSUSE 11.4 RC1 gelesen und möchte hier anmerken das ich es nativ installiert habe.
    Wie Du bereits geschrieben hast ist der Bootvorgang nicht schneller und optisch kann man auch nichts auf den ersten Blick entdecken das man als revolutionär oder innovativ bezeichnen könnte.
    In openfate stehen ja wirklich so einige Userwünsche die als unconfirmed markiert sind.
    Das es GRUB2 nicht per Default geschafft hat sich da durchzusetzen ist eine bittere Pille in Anbetracht dessen das er bei Ubuntu schon seit einigen Monaten dabei ist ohne das man Klagen darüber hört.
    Auch der fehlende adäquate Ersatz für sax2 ist immer noch ein Dorn in meinem Auge, zudem gibt es über die Paketquellen noch keine Möglichkeit den proprietären NVIDIA Treiber zu installieren.
    Ich werde mal sehen ob ich den aus den Quellen installieren kann.
    Was sich ebenfalls geändert hat ist die Kennzeichnung der eth, so sind es bei mir jetzt
    /dev/.sysconfig/network/config-eth_s0_0
    /dev/.sysconfig/network/config-eth_s2_0
    Deine Rezession klingt nicht nur traurig sondern man kann eine Enttäuschung und leichte Wut zwischen den Zeilen lesen.
    tschüsselwüss

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  4. admin says:

    Ja, ich war/bin schon etwas enttäuscht. Speziell auf einen schnelleren Bootvorgang und die Behebung des Bugs mit dem NVIDIA Treibern hatte ich mich gefreut. Aber leider Pustekuchen. 🙁 Und auch, wie ich geschrieben habe, die unzureichenden Informationsmethoden vom Projekt tragen auch dazu bei.

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  5. admin says:

    Ja Grub2 ist mit dabei und eigentlich doch nicht. Per Default ist immer noch Grub1 dabei.

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  6. Lisufa says:

    Hallo,

    Grub2 ist nur im OSS-Depot (zumindest in der Live-CD-Version), und das ist es auch schon bei 11.3 gewesen. Ebenso ist Upstart im OSS-Depot, und ebenfalls schon bei 11.3 → ergo, nichts neues! Neu wäre gewesen wenn man es verwendet hätte, per Default → stabil scheint beides zu sein, sonst würde man es bei Ubuntu nicht nutzen bzw würde man von gravierenden Problemen lesen können.

    Ich habe mir die Arbeit gemacht und hab bei 11.4 in der V-Box Upstart mal installiert und getestet → Ergebnis: Das geht schon einiges schneller, blöd nur das der Start des KDE Desktops den Bootspeed der 11.4 wieder auffrisst. Muss irgendwie mit dem zusammenspiel zwischen 11.4 + KDE sein, denn bei Kubuntu gehts auch schneller → habs getestet. Ich trau mich gar nicht den vergleich zu ziehen, aber Töchterchens W7 startet sogar schneller, und das sollte an der Ehre eines „SuS(i)E‘ aners kratzen, wäre zumindest bei mir so!

    Nun hab ich mir gestern bzw vorgestern abend die in meinem Test beschriebene LiveCD-KDE aber als 64 Bit version gezogen, und muss entsetzt feststellen das die sich gar nicht installieren lies, bei beiden PC‘ s nicht! Und so was sollte bei einer RC 2 aus dem Hause openSUSE nicht passieren.

    Ich verwende die SuSE schon als die noch SuSE hieß, hab viele auf + abs mit gemacht. Allein wenn ich an die Zeit mit der 10.1 denke, das war ein Graus! Dann kamen Zeiten wo man bei SuSE richtig was zustande brachte. Man war wer wenn man SuSE nutzte. Nun ist es seit einiger Zeit schon so das uns andere Distributoren vormachen wie es gehen kann. Und selbst das nachziehen klappt nicht mehr so richtig, geschweige denn wieder anderen zu zeigen was bzw wo es lang geht. Es gab ja schon Zeiten wo es mal so war, nur sind die leider vorbei was ja jeder gemerkt haben dürfte der openSUSE schon länger nutzt.

    Die Kritik die von sehr vielen geäußert wird, kommt ja nicht von ungefähr!

    Versteht mich nicht falsch, ich benutze die SuSE schon seit Jahren → allein & ausschließlich als einziges OS …. kein Windows mehr, seit Jahren nicht. Ich will auch die SuSE künftig noch nutzen, nur sollte man wenigstens nicht den Anschluss an andere komplett verlieren.

    Konstruktive Kritik hilft das Fehler zu beseitigen. Und solange es noch User gibt die Kritik äußern, sollte man froh sein das sie es tun! Macht es keiner mehr und alle wenden sich anderen Distri‘ s zu, werden die Fehler nicht korrigiert und die Entwickler sind eines Tages die einzigen die ihr Produkt noch verwenden!

    Die „SuSE“ sei mit euch, solange es die noch gibt … 😉

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  7. mokli says:

    Hallo nochmal,
    also natürlich sind das wesentliche Punkte, die hier diskutiert werden. Trotzdem möchte ich nur sagen, dass die fehlenden Features, die hier diskutiert werden, nicht für jedermann gleichermaßen wichtig sind. Meine Wünsche gehen in eine etwas andere Richtung: Bootgeschwindigkeit ist schon wichtig, für mich ist sie ausreichend, allerdings derzeit mit Gnome. Im Übrigen wünsche ich mir ein erprobtes, sehr stabiles System mit den Programmen aus dem Office und Mutimediabereich in aktueller Version, die ich überwiegend nutze. Und in dieser Hinsicht ist openSUSE für mich – sozusagen als Kompromiss zwischen Fedora und Debian – bisher immer die beste Alternative gewesen. Eine gepflegte LTS-Version von openSUSE wäre mir noch lieber.

    Ich fand die Entwicklungen im Bereich Softwaremanagement seit 10.3 und in der 11er-Reihe sehr beachtlich. Zypper und Yast sind in diesem Bereich meiner Meinung nach auf der Überholspur und die Pakete die über den Build-Service angeboten werden sind nach meinem Eindruck anderen Distributionen tendenziell sogar überlegen. Ich spreche von Farbmanagement und Programmen wie Cinepaint. Das war aus meiner Sicht ein wesentlicher Beitrag, den openSUSE in jüngster Zeit geleistet hat, wichtiger als z.B. Upstart, denn was nützt mir eine beeindruckende Bootperformance, wenn ich nachher nicht arbeiten kann.

    Neue Große Sprünge erwarte ich eher von der 12 als von der Fortsetzung der 11er-Reihe, aber die Sprünge, die die mitgelieferte Software macht, wollen auch erst einmal eingepflegt und in der Weise abgestimmt sein, wie das SUSE üblicherweise getan hat.
    Sehr vielversprechend finde ich im Übrigen Ansätze einer neuen deutschsprachigen Community, auf die ich hier hingewiesen wurde (http://community.open-slx.de/), dafür noch mal danke.

    Ich sage nicht SUSE sein mit euch, denn ich finde es erstrebenswerter, den PC auch mal abzuschalten, wenn er aber läuft, dann weiterhin

    viel Spaß

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  8. Mario says:

    Nun wurde hier schon ein paar Tage nichts geschrieben. Trotzdem möchte ich einen kleinen Kommentar über open-slx loswerden, welches sehr ähnlich der Community von ubuntuusers.de ist. Die habe dort ein starkes Wiki und ich hoffe, dass wird sich bei open-slx genauso entwickeln!

    Vielen Dank auch von mir für den Tipp! 🙂

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