Phase 2 – openSUSE 11.4 auf den ersten Blick

Die Installation von openSUSE 11.4 RC1 hatten wir in Phase 1 unter die Lupe genommen:

openSUSE 11.4 DVD mit KDE

openSUSE 11.4 KDE Live CD

In  Phase 2

schauen wir, was sich auf den ersten Blick und unter der Haube verändert hat.

Was man kaum sehen wird ist, dass schon seit dem Milestone 6 der Hardware Abstraction Layer HAL komplett durch udev, udisks und upower Suite ersetzt wurde. Okay, das sind technische Veränderungen im System, mit denen der Endanwender kaum in Berührung kommt.

Wer sein openSUSE 11.3 bisher stets aktuell gehalten hat und dabei auch auf KDE SC 4.6.0 gewechselt hat, wird jetzt kaum neues feststellen. Als erstes, wie bei jeder neuen Version von openSUSE sticht gleich das neue Branding von 11.4 ins Auge.

Wer bisher bei seinem openSUSE 11.3 oder auch 11.2 oder noch älter die KDE Versionen noch nicht erneuert hatte, der hat jetzt wesentlich mehr neues zu entdecken. openSUSE 11.3 zum Beispiel wurde ja mit KDE 4.4 ausgeliefert und openSUSE 11.4 bringt jetzt KDE 4.6.0 mit. Aus dieser Sicht sind schon eine ganze Menge Neuerungen zu entdecken. Aber diese Neuerungen gehören nicht openSUSE sondern KDE. Deshalb will ich sie hier weitestgehend außer Acht lassen, solange sie nicht in direkter Verbindung zum openSUSE stehen. KDE Neuerungen kann man auch auf jeder anderen Distri mit aktuellem KDE erleben. Hier will ich jetzt vorwiegend nach Neuerungen von openSUSE schauen.

Eine große Hoffnung die wir hatten, war das die Reparaturfunktion beim Booten der Installations-DVD wieder dabei ist. Bis openSUSE  11.2 ( ??? ) konnte man mit der DVD beim Booten ein installiertes openSUSE System Reparieren. Egal ob einen zerstörten Grub Bootmanager, fehlende oder fehlerhafte Pakete oder sonst irgendwas, mit der Reparaturoption beim Booten konnte man so einige System wieder herstellen bzw. reparieren. Aus einer Sicht ein Highlight früherer openSUSE Versionen. Dann verschwand diese Funktion stillschweigend ( zumindest keine deutschsprachige Ankündigung) von einer Ausgabe zur nächsten.  Irgendwo hatte ich gelesen, dass sich doch wieder einer der weiteren Pflege dieser nützlichen Option angenommen hat. Aber scheinbar ein Irrtum! Diese Funktion ist auch bei openSUSE 11.4 NICHT vorhanden.

So sah die Systemreparatur damals aus !

So sah die Systemreparatur aus!

Bildquelle: http://www.easylinux.de/Artikel/ausgabe/2005/02/075-fsck/index.html

 

Als erstes die Bootzeit,

openSUSE 11.4 bootet bei der von mir verwendeten Konfiguration bis zum einsatzbereiten KDE Desktop in genau 2 Minuten. Auch wenn man Berücksichtigt, dass ich recht schmale Ressourcen zur Verfügung gestellt habe ist das keine besondere Glanzleistung. Durch den Einsatz von systemd hatte man sich ja deutlich verbesserte Bootzeiten versprochen. Aber wie ich hier bereits berichtete, kommt systemd in openSUSE 11.4 noch nicht zur Anwendung.

Desktop,

Bei einem ersten Rundblick fällt mir sofort ein neues Icon im Systemtray ins Auge.

Beim “KDE-Updater” ist das Frontend des »KpackageKit« überarbeitet worden.

 

Der neue Einrichtungsassistent vom KPackagekit, dem openSUSE Updater.

 

Eine weitere Neuigkeit in openSUSE 11.4 ist unter »Systemeinstellungen« die “KDE-Softwareverwaltung”. Was Lisufa’s Blog in seinem Test von der openSUSE 11.4 KDE Live CD dazu geschrieben hat trifft auch eins zu eins auf die Installation mit dem DVD Medium zu.

Netzwerkverwaltung:

Es ist zum Haare raufen, nun hat man sich in den vorangegangenen openSUSE Versionen krampfhaft an den voreingestellten Einsatz des knetworkmanager gewöhnt und nun kommt mal wieder eine openSUSE Version heraus, bei der wieder die traditionelle Methode über ifup voreingestellt ist. An sich ist das kein Problem. Jeder kann sich das aktivieren was er möchte. Nur ist dieses Hin- und Her unnötig verwirrend für weniger versierte Anwender. Zumal es nur unzureichend dokumentiert ist. Entweder man findet

Die Standardeinstellung bei den Netzwerkeinstellungen von openSUSE 11.3

 

... und so jetzt bei openSUSE 11.4 RC 1

 

Beim openSUSE Vorzeige Werkzeug YaST hat sich auch nur wenig getan. Lisufa hat in seinem Test bereits über einige weitere Übersetzungen von einzelnen Menüpunkten berichtet. Ich habe mehr nach WebYast Ausschau gehalten. Angeblich soll es enthalten sein, eventuell muss es aber nachträglich installiert werden. Darum werde ich mich mal beim „zweiten Blick“ auf openSUSE 11.4 kümmern.

Soweit der erste Blick auf openSUSE 11.4 RC1. Die nächsten Tage werden wir noch mal einen „zweiten Blick“ riskieren um eventuell noch Neuerungen zu finden die eben nicht gleich auf den ersten Blick zu finden waren.

  • Phase 1

Die Installation
KDE-Live-CD
DVD

  • Phase 2

Was steckt denn nun drin?
KDE-Live-CD
DVD

  • Phase 3

Das Resümee!
KDE-Live-CD
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