openSUSE im Netzwerk – Teil 2 : Verbindung per SSH

Diese(r) Artikel / Beschreibung wurde mit folgendem System erstellt bzw. getestet.
openSUSE 11.3 (i586) | Kernel 2.6.34.7-0.2 | KDE 4.5.1

Nachdem wir in Teil 1 nun sichergestellt haben, dass unsere beiden Rechner sich gegenseitig „anpingen“ können, also gegenseitig erreichbar sind, wollen wir jetzt per SSH auf die Dateien des anderen openSUSE Rechners zugreifen.

Was ist SSH ?

Ich will mich dafür gar nicht selbst ins Zeug legen. Denn das ist bereits oftmals im Internet erläutert worden und kann z.Bsp.  sehr gut bei Wikipedia nachgelesen werden.

Warum mit SSH ?

Auch dazu meint Wikipedia folgendes: Die Sicherheit von SSH wird durch eine Reihe von kryptographischen Algorithmen zur Verschlüsselung und Authentifizierung gewährleistet.

Mit SSH baut man also eine verschlüsselte Verbindung zwischen den Rechnern auf, bei der nicht nur das Passwort bei der Anmeldung verschlüsselt übertragen wird, sondern auch der gesamte Datenverkehr während der Verbindung.

SSH installieren

Wir brauchen dazu das Paket „openssh“ Natürlich auf allen beteiligten Computern. Bei einer ganz normalen Standardinstallation von der openSUSE 11.3 DVD, ohne besondere Eingriffe, ist openssh nicht mit installiert. In der Regel muss es nachinstalliert werden.

Entweder Ihr schaut in YaST ob das Paket installiert ist oder als Benutzer Root in der Konsole mit dem Befehl

zypper if openssh

Wenn ja, gibt zypper auf der Konsole etwa diese Ausgabe

Informationen für Paket openssh:
Repository: @System</pre>
Name: openssh
Version: 5.4p1-8.2
Arch: i586
Hersteller: openSUSE
Installiert: Ja
Status: aktuell
Installierte Größe: 2,5 MiB
Zusammenfassung: Secure Shell Client and Server (Remote Login Program)
Beschreibung:
SSH (Secure Shell) is a program for logging into and executing commands
on a remote machine. It is intended to replace rsh (rlogin and rsh) and
provides openssl (secure encrypted communication) between two untrusted
hosts over an insecure network.

Wenn nicht, eben mit YaST oder mit zypper mit dem Befehl

zypper in openssh

gleich nachinstallieren.
Dann muss der SSH Daemon noch gestartet werden. Wieder auf der Konsole und wieder als Root

rcsshd start

Damit der SSH Daemon dann künftig immer beim Systemstart mit startet

insserv sshd

Mit dem Befehl

service sshd status

kann man mal fix checken ob der SSH Daemon momentan läuft und mit

chkconfig sshd

kann man kontrollieren ob der SSH Daemon beim Systemstart aktiv wird.

Als nächstes muss die Firewall angepasst werden, damit der Port für SSH geöffnet ist. Das kann man selbstverständlich auch auf der Konsole erledigen ( wie eigentlich so fast alles 😉 ) aber das möchte ich euch mit grafischen Möglichkeiten zeigen.
Startet YaST > Sicherheit – Benutzer > Firewall

Firewall Konfiguration starten

Bei der Konfiguration der Firewall wählt man links " Erlaubte Dienste" aus und danach rechts "zu erlaubender Dienst". Aus der Liste wählt ihr "Secure Shell-Server" aus und klickt auf "Hinzufügen". Das war's schon.

Dann wird mit einem Klick auf „weiter“ das Fenster geschlossen und nach einer Zusammenfassung die neue Firewall Konfiguration geschrieben.

SSH benutzen

So, nun kann schon mal SSH probiert werden. Im folgenden Beispiel habe ich auf der Konsole eine SSH Verbindung von Rechner A zu Rechner B aufgebaut.

thomas@linux-4smx:~> ssh 192.168.2.5
Password:
Last login: Thu Sep 23 23:40:39 2010 from 192.168.2.4
Have a lot of fun...
thomas@linux-ndf5:~>

Beim ersten mal wird noch das akzeptieren des Key’s abgefragt, welches der User mit „yes“ bestätigen muss. Das Passwort, welches abgefragt wird, ist das des am anderen Computer angemeldeten Benutzers.
Hier war als das SSH Login bei dem anderen Computer erfolgreich. Jetzt könnte man sich mit Konsolenbefehlen schon auf dem anderen Rechner „bewegen“ und z.Bsp. Dateioperationen durchführen.
Aber wir wollen es ja bequemer und das ganze in der grafischen Desktopumgebung nutzen.

Als Beispiel nehmen wir hier mal den Dateimanager „Dolphin“ von KDE 4.5.x
In der Adressleiste oben gebe ich folgendes ein:

fish://thomas@192.168.2.5/home/thomas/

Erläuterung: vor dem @ kommt der Benutzer, der auf dem anderen Rechner angemeldet ist und hinter der IP das Verzeichnis welches man angezeigt bekommen möchte.

Hier ist der Inhalt des entfernten Rechner. Diese Ansicht dann noch zu "Orte" hinzugefügt macht den SSH Zugriff zu dem jeweiligen Gerät immer schnell verfügbar.

Nun kann man ganz bequem im grafischen Dateimanger zwischen den Computern Dateien hin- und herschieben.

[poll id=“244″]
GD Star Rating
loading...
openSUSE im Netzwerk - Teil 2 : Verbindung per SSH, 9.5 out of 10 based on 8 ratings
Tagged , , . Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.