Bootmanager Grub bei openSUSE 11.4 optimieren

Wenn man einen Rechner mit openSUSE startet erscheint nach kurzer Zeit der Bootmanager Grub.

Dieser wartet in der Standardeinstellung bei openSUSE genau 8 Sekunden auf eine Eingabe des Benutzers. Entweder kann man den ausgewählten Booteintrag mit „Enter“ bestätigen oder mit den Pfeiltasten erst eine andere Bootoption auswählen. Tut man nichts dergleichen fährt das Linuxsystem nach diesen 8 Sekunden selbstständig mit dem Systemstart fort.

Hat man nun auf seinem Computer das openSUSE Linux als alleiniges Betriebssystem installiert gibt es keinen Grund, dass der Bootmanager 8 Sekunden wartet bevor das einzige vorhandene Betriebssystem geladen wird. Natürlich kann man aber auch bei einem Dualbootsystem etwas an der Zeitschraube drehen. Ich habe z.Bsp. ein Dualbootsystem bestehend aus openSUSE und Windows 7. Nutze aber das Windows 7 so selten, dass ich trotzdem die Zeit in Grub auf 2 Sekunden gestellt habe. Wenn ich dann doch mal Windows starten will, muss ich halt auf Zack sein.

Hier eine Erläuterung wie man unter openSUSE diese Zeit verkürzen kann.

 

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Zuerst startet man das openSuSE-typische Konfigurationstool YAST. Für die geplante Aktion sind Rootrechte erforderlich, deshalb wird schon beim Start von YAST nach dem Rootpasswort gefragt.

Im Yast wählt Ihr auf der linken Seite "System" und danach auf der rechten Seite "Bootloader" aus.

Im Yast wählt Ihr auf der linken Seite "System" und danach auf der rechten Seite "Bootloader" aus.

 

In dem Fenster für die "Bootloader-Einstellungen" muss man auf die andere Registerkarte "Bootloader-Installation" wechseln.

Hier klickt Ihr auf den Button "Bootloader-Optionen"

Hier klickt Ihr auf den Button "Bootloader-Optionen"

Hier sind wir schon am Ziel. In dem Eingabefeld "Zeitüberschreitung in Sekunden" können wir schon unsere 8 Sek. Bootzeit ändern.

Hier sind wir schon am Ziel. In dem Eingabefeld "Zeitüberschreitung in Sekunden" können wir schon unsere 8 Sek. Bootzeit ändern.

Ich habe die Bootzeit bei mir von 8 auf 2 Sekunden geändert. Diese 2 Sekunden sind schon wesentlich schneller, lassen aber für den Notfall noch genügend Zeit doch noch mit einem Tastendruck im Bootvorgang einzugreifen.  Mit einem Klick auf "OK" wird die neue Grubkonfiguration geschrieben und beim nächsten Rechnerstart kann man das Ergebnis bewundern. ;-)

Ich habe die Bootzeit bei mir von 8 auf 2 Sekunden geändert. Diese 2 Sekunden sind schon wesentlich schneller, lassen aber für den Notfall noch genügend Zeit doch noch mit einem Tastendruck im Bootvorgang einzugreifen. Mit einem Klick auf "OK" wird die neue Grubkonfiguration geschrieben und beim nächsten Rechnerstart kann man das Ergebnis bewundern. 😉

Dann gehen wir doch noch mal auf das Registerblatt  „Abschnittsverwaltung“ zurück.

Bei einem Dualbootsystem trägt Grub hier ja die möglichen Startoptionen ein.

  • Desktop — openSUSE 11.4 … –  Als erstes logischerweise der Startbefehl für unser ganz normales openSUSE Linux.
  • Faisafe — openSUSE 11.4 … –  Faisafe kennen viele Windowsuser unter „abesicherter Modus“ Damit läßt es sich am besten vergleichen
  • windows 1 – die erste von Grub gefundene Windowspartition
  • windows 2 – die zweite von Grub gefundene Windowspartition

Daraus ergibt sich noch eine kleine Möglichkeit der Optimierung. Die meisten haben neben openSUSE Linux nur 1 Windows installiert. Grub trägt aber alle gefundenen Windowspartitionen als Startbefehl ein. Wie in meinem Beispiel startet nur der obere Eintrag ( windows 1 ) mein installiertes Windows 7. Der zweite Eintrag zeigt auf eine zweite Windowspartition ( Laufwerk E: )die kein eigenes Betriebssystem enthält und demnach auch nicht bootfähig ist.

Um in diesem kleinen Durcheinander etwas aufzuräumen, benennen wir das „windows 1“ in „Windows 7“ um, ( sieh einfach besser aus ) und löschen den zweiten Eintrag „windows 2“ aus der Liste.

Das entfernen des zweiten Eintrages geht natürlich am schnellsten. Dazu braucht man nicht viel Worte verlieren. Eintrag makieren und löschen anklicken. Fertig.

Diesen Eintrag wollen wir jetzt ja nur verändern. Also wieder Eintrag makieren und diesmal auf "Bearbeiten" klicken.

So, hier kann man jetzt den Eintrag ganz nach Wunsch editieren.

Nun bestätigt man nur noch alles mit „OK und schließt alle Fenster der „Bootloader-Einstellungen“. Beim nächsten Systemneustart sollte jetzt nicht nur die Zeit zur automatischen Vorauswahl kürzer sein, sondern auch vernünftige und richtige Einträge im Bootmenue.

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3 Responses to Bootmanager Grub bei openSUSE 11.4 optimieren

  1. HeGerlieb says:

    Fehler:
    Nach einer Systemaktualisierung und anschließendem Neustart wird unmittelbar nach Beginn des Bootvorganges das Videosignal von der Grafikkarte (X600) abgeschaltet. Dass der Systemstart ansonsten erfolgreich war, kann man nur durch die Startmusik des Systems mitbekommen. Das Bild ist durch keine Aktion zu aktivieren.
    Wenn ich die GRUB-Startoption „nomodeset“ verwende, startet 11.4 wieder mit Bild, für meine Begriffe aber in einem sehr holperigen Grafikmodus.
    Kann ich im Nachhinein irgen etwas verbessern
    oder mit einem anderen Trick den Systemstart hinbekommen?

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  2. admin says:

    Hallo,
    das sind natürlich recht dürftige Informationen um dazu einen hilfreichen Tipp zu geben. Interessant wäre zu wissen, was bei der Aktualisierung so alles erneuert wurde. Welcher Grafiktreiber wird verwendet? Das würde hier zu einem längeren Frage / Antwortspiel ausarten und weil ich selbst nur Nvidia Grakas benutze, möchte ich dich bitten, dich damit eher an eines der vielen guten Linux Foren zu wenden.

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  3. Benutzer says:

    Eine schöne Anleitung. Wer linux öfters benutzt kennt das schon.
    Mir hat es jetzt nach drei versuchen tumbleweed mit einem bereits vorhandenen windows 7 zu kombinieren nach jeder änderung der Startzeit (auf 15 sek., ich will ja Zeit haben) den win7 eintrag entfernt.
    In der Abschnittsverwaltung fehlt auch „hinzufügen“.
    Seltsam, das ganze.
    Vorher, mit Fedora 20, hat das ganze einwandfrei funktioniert. Ich habe tumbleweed eigentlich nur installiert weil bei fedora die passende Bildschirmauflösung fehlt sowie der KDM gegen SDDM tauschbar ist. Letzterer ist einfach sche**se weil da die Einstellmögl. vom KDM fehlen.

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