verwaiste Dateien löschen mit „rpmorphan“

In der EasyLinux Mailingliste bin ich dieser Tage auf das Tool „rpmorphan“ aufmerksam geworden.
Beschreibung:
Nach längerem Arbeiten mit dem openSuSE – Linux, nach vielen Programminstallationen und zahlreichen Deinstallationen bleiben oftmals überflüssige und verwaiste Programmbibliotheken , s.g. *.lib (Librarys) Dateien und Pakete  zurück. Diese verwaisten und unnützen Dateien können entfernt werden und das macht das Tool „rpmorphan„. Anstatt man sich selbst auf die Suche nach unnützen Programmdateien macht, sucht „rpmorphan“ die verwaisten Pakete, listet sie auf und löscht sie dann auf Kommando. Sollten doch noch Abhängigkeiten für eine oder mehrere Dateien bestehen, die „rpmorphan“ zum löschen empfohlen hat, wird man genauso darauf hingewiesen, wie man es von YAST her gewohnt ist.

Installation:
openSuSE User die das Packman-Repository als Online-Installationsquelle im YAST eingebunden haben ( und das dürften inzwischen die meisten sein 😉 ) können das Tool „rpmorphan“ auch ganz bequehm per YAST – Software installieren einspielen.

Die Installation von "rpmorphan" mittels YAST

Die Installation von "rpmorphan" mittels YAST

Programmstart:

Das Programm hat eine grafische Oberfläche (GUI). Um die zu starten gibt es wieder mehrere Möglichkeiten. rpmorphan muss mit Rootrechten gestartet werden. Bei den beiden ersten Varianten erfolgt die Abfrage des Root-Passwort nach dem Programmstart automatisch. Bei Variante 3, dem Programmstart über die Konsole, müsst ihr euch vorher als Root einloggen.

1.) rpmorphan trägt sich bei KDE (zumindest bei KDE 4.3.x) ins Startmenue ein und kann dort über das kleine „Suchen“ Feld gefunden und gestartet werden.

Der Start von rpmorphan über das KDE Menue

Der Start von rpmorphan über das KDE Menue

2. )  Über die die Befehlszeile „krunner„, die man mit der Tastenkombination „Alt F2“ aufruft.

Der Start vin rpmorphan mittels krunner

Der Start vin rpmorphan mittels krunner

oder 3. ) in der Konsole bzw. Terminal mit dem Befehl   rpmorphan -gui . Hier müsst ihr euch aber vorher in der Konsole als Root anmelden. Sonst könnt ihr mit rpmorphan nichts bewerkstelligen.

Programmbenutzung:

Nach dem Start der GUI mit Root-Rechten zeigt sich "rpmorphan" mit einer schlichten Oberfläche, die die gefundenen verwaisten Programmdateien auflistet.

Nach dem Start der GUI mit Root-Rechten zeigt sich "rpmorphan" mit einer schlichten Oberfläche, die die gefundenen verwaisten Programmdateien auflistet.

Nach einem Klick auf "Select all" sind alle gefundenen Dateien markiert und für den Löschvorgang vorbereitet.

Nach einem Klick auf "Select all" sind alle gefundenen Dateien markiert und für den Löschvorgang vorbereitet.

Hier sollte jeder die Dateien noch mal grob durchsehen. Wer aus bestimmten Gründen irgendwelche Dateien oder Dateitypen für seine Arbeit benötigt, die rpmorphan löschen will, sollte hier jetzt eine sorgfältige Handauswahl vornehmen.

Nach einem Klick auf den Button "Remove" werden die selektierten Dateien gelöscht. Den Fortschritt zeigt rpmorphan am unteren Fensterrand an.

Nach einem Klick auf den Button "Remove" werden die selektierten Dateien gelöscht. Den Fortschritt zeigt rpmorphan am unteren Fensterrand an.

Das Programm findet nach dem ersten Durchlauf noch mal weitere Programmdateien die entfernt werden können. Es können also mehrere Durchläufe mit rpmorphan hintereinander vorgenommen werden, bis es keine verwaisten Dateien mehr findet. Bei mir waren es zwei Durchläufe.

Das Programm findet nach dem ersten Durchlauf noch mal weitere Programmdateien die entfernt werden können. Es können also mehrere Durchläufe mit rpmorphan hintereinander vorgenommen werden, bis es keine verwaisten Dateien mehr findet. Bei mir waren es zwei Durchläufe.

Ich habe das Programm unter openSuSE 11.1 mit KDE 4.3.1 getestet und es funktioniert einwandfrei.

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