openSUSE 13.1 neben Windows 8.1 und mit UEFI

Endlich habe ich ein Gerät, mit dem ich openSUSE neben Windows 8 und mit UEFI Bios und aktivierten Secure Boot testen kann. Aber es gab schon einige Hürden gleich zum Beginn der Installation.

Hardware:

Es handelt sich um ein Toshiba Notebook Qosmio X70-A.

Prozessor: Intel Core i7MQ der vierten Generation

Festplatten: 256 GB SSD und 1,5 TB HDD

Arbeitsspeicher: 16GB

Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 770M Optimus Technologie

vorinstalliertes OS: Windows 8 64Bit

Als erstes habe ich das openSUSE 13.1 KDE Live Medium 64Bit probiert.

1. Boot von USB

Mit der Taste F12 ruft man bei diesem Notebook das Bootmenü auf. Danach startet openSUSE 13.1 KDE Live sauber bis zum fertigen Desktop durch. Da war ich doch schon etwas beeindruckt. So problemlos hätte ich mir das gar nicht vorgestellt.

2. Installation des Live Mediums

Nachdem der schöne KDE Desktop so gleich nach dem ersten Live Start vor mir erstrahlte, wurde ich mutiger. Also kurzer Hand die Installation aus dem Livebetrieb gestartet. Das lief ebenso problemlos wie vorher der Livestart.
Da es mir wichtig war die Geschwindigkeit der schnelle SSD auch für Linux zu nutzen, habe ich die Linuxpartition / auf die SSD neben die Windowspartition gelegt. Die Partition /home und /swap habe ich dagegen auf die HDD gelegt. Dabei habe ich die /home Partition gleich noch verschlüsselt.
Tja, so ging die Installation erfolgreich zu Ende.
Beim ersten Neustart mit dem installierten System blieb, nach Auswahl von openSUSE im Bootmenü, erstaunlicherweise der Bildschirm dunkel. Nichts, außer ein blinkender Cursor oben links in der Bildschirmecke. Bei weiteren Startversuchen blieb der Start auch mal bei der Meldung “ … grafik interface … “ stehen.

Lösung: Das Problem liegt wohl beim KMS (Kernel Mode Setting) . Wenn der openSUSE Start sich mal wieder an der Stelle verabschiedet hat kann man mit der Tastenkombination „Alt“+“Strg“+“F2“ auf eine andere Konsole wechseln. Dort trifft man dann im Textmodus auf ein Login und muss sich als root und dem dazugehörigen Passwort anmelden. Danach sollte mit Eingabe von „startx“ die grafische Oberfläche, sprich der KDE Desktop, starten. Wenn das denn geklappt hat, startet man YaST und wählt links „System“ und danach in der rechten Fensterhälfte „Bootloader“ . Es geht jetzt hier darum, dem openSUSE Systemstart die Option „nomodeset“ mit auf den Weg zu geben. Dazu …


YaST starten und in der Rubrik "System" den Bootloader zum Bearbeiten auswählen.

YaST starten und in der Rubrik „System“ den Bootloader zum Bearbeiten auswählen.


Hier den Button "Bootloader Optionen" anklicken.

Hier den Button „Bootloader Optionen“ anklicken.


Und hier in der Kernel Befehlszeile die Option "nomodeset" ( ohne Anführungszeichen - wie auf dem Sceenshot ) einfügen.

Und hier in der Kernel Befehlszeile die Option „nomodeset“ ( ohne Anführungszeichen – wie auf dem Sceenshot ) einfügen.


Danach startet das installierte openSUSE 13.1 Live KDE sauber bis zum fertigen Desktop.

Einerseits war ich jetzt glücklich, andererseits aber noch nicht zufrieden. Ich bevorzuge die Installation des openSUSE DVD Mediums. Also ran da … 😉

3. Booten und Installation vom DVD Medium

Wenn man vom openSUSE DVD Medium ( ich habe das ISO wieder auf einem USB Stick benutzt ) bootet bekommt man nach dem Willkommens Bildschirm eigentlich dieses DVD Menü.


Bootmenü openSUSE 13.1 DVD 64Bit mit herkömmlichen Bios

Bootmenü openSUSE 13.1 DVD 64Bit mit herkömmlichen Bios

Bei meinem neuen Gerät sah das aber so aus…

Bootmenü openSUSE 13.1 DVD 64 Bit mit UEFI Bios .Da fehlte doch ne ganze Menge.

Bootmenü openSUSE 13.1 DVD 64 Bit mit UEFI Bios .Da fehlte doch ne ganze Menge.


Ich konnte also nach dem mir angezeigten DVD Menü nur den Punkt „Installation“ wählen“. Gesagt, getan und ab da an blieb der Bildschirm ohne weitere Informationen schwarz. Ich vermutete gleich, dass es wieder ein Problem mit dem KMS war. Wie aber den Rechner ohne KMS starten, wenn mir die Option, die sich sonst wie auf dem ersten Screenshot zu sehen ist, unter „F3 Video Mode“ versteckt nicht angeboten wurde.

Ich ging davon aus, dass es mit dem UEFI Bios zusammenhängt, dass mein DVD Menü anders aussieht als bei anderen Rechnern. Denn als ich das gleiche Medium bei einem älteren Notebook mit älterem „normalen“ Bios ausprobiert habe, habe ich auch das erwartete DVD Menü angezeigt bekommen.

Lösung:
Wenn ich bei dem Notebook mit UEFI während des angezeigten „abgespeckten“ DVD Menüs und ausgewählte Menüpunkt „Installation“ die Taste „E“ drücke komme ich in den Menübearbeitungsmodus. Hier kann ich die Option „nomodeset“ wieder als Startparameter anbringen.


Wenn man während des "abgespeckten" DVD Menüs die Taste "E" drückt, kommt man in den Bearbeitungsmodus für dieses Menü.

Wenn man während des „abgespeckten“ DVD Menüs die Taste „E“ drückt, kommt man in den Bearbeitungsmodus für dieses Menü.

Hier muss man jetzt in der dritten Zeile den die Option „nomodeset“ anfügen um den Installationsprozess mit deaktiviertem KMS zu starten.


So muss das aussehen. Hinter der Zeile:  linuxefi /boot/x86_64/loader/linux  fügt man ein Leerzeichen ein und schreibt dahinter nomodeset. ( Das letzte Zeichen hinter nomodeset ist KEIN Unterstrich sonder der Cursor. ;-)

So muss das aussehen. Hinter der Zeile:
linuxefi /boot/x86_64/loader/linux fügt man ein Leerzeichen ein und schreibt dahinter nomodeset. ( Das letzte Zeichen hinter nomodeset ist KEIN Unterstrich sonder der Cursor. 😉

Danach muß man den Vorgang mit der Taste „F10“ abschließen und das kann erneut die Installation aus dem DVD Menü starten, jetzt aber ohne KMS.

Danach klappt die Installation von openSUSE 13.1 DVD auf dem Rechner mit UEFI wie gewohnt.

openSUSE 13.1 DVD 64Bit arbeitet jetzt bei mir auf meinem neuen Toshiba Qosmio neben dem vorinstallierten Windows 8.1 und mit aktiviertem SecureBoot. Bisher funktioniert alles sehr gut. Ich habe ein paar Probleme mit meiner WLAN Verbindung. Sie funktioniert eigentlich sehr gut. Aber nach einigen Minuten fällt der Datendurchsatz zusammen. Dies ist aber ein anderes Thema und da werde ich später drauf eingehen. Die Geschwindigkeit mit Linux ( und auch Windows 😉 ) im Zusammenhang mit der SSD ist enorm. Das mss man selbst erlebt haben. Wenn man versucht zu erklären, wie schnell das alles geht erntet man nur ungläubige Blicke.


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direktes Löschen im Dolphin

Hier mal ein kurzer Tipp, der nicht unbedingt etwas mit openSUSE zu tun hat, sondern mit dem KDE Dateimanager Dolphin. Ein Option die ich häufig gebrauche ist das direkte Löschen von Dateien ohne Umweg über den Papierkorb. Und jetzt bei der Neuinstallation von openSUSE 13.1 KDE Live war es mal wieder soweit. Diese Option gibt es im KDE Dateimanager Dolphin. Sie ist aber standardmäßig nicht aktiviert und zudem recht gut versteckt.


Wenn wir den KDE Dateimanger Dophin starten haben wir oben in der Menüleiste den Eintrag " Einstellungen". Nach einem Klick darauf öffnet sich ein Dropdown Menü mit Einstellungsoptionen. Weiter unten ist die Option die wir jetzt brauchen, mit dem naheliegenden Namen: "Dolphin einrichten"

Wenn wir den KDE Dateimanger Dophin starten haben wir oben in der Menüleiste den Eintrag “ Einstellungen“. Nach einem Klick darauf öffnet sich ein Dropdown Menü mit Einstellungsoptionen. Weiter unten ist die Option die wir jetzt brauchen, mit dem naheliegenden Namen: „Dolphin einrichten“


In den "Dolphin Eigenschaften" navigieren wir links in die Option "Dienste" und scrollen danach rechts runter bis zu dem Punkt "Löschen" Machen da einen Haken rein und schon ist die gewünschte Option verfügbar.

In den „Dolphin Eigenschaften“ navigieren wir links in die Option „Dienste“ und scrollen danach rechts runter bis zu dem Punkt „Löschen“ Machen da einen Haken rein und schon ist die gewünschte Option verfügbar.


Danach haben wir im Dolphin, wenn wir mit der rechten Maustaste eine Datei anklicken den neuen Eintrag "Löschen".

Danach haben wir im Dolphin, wenn wir mit der rechten Maustaste eine Datei anklicken den neuen Eintrag „Löschen“.


Aber Vorsicht! Es kommt zwar noch eine Sicherheitsabfrage nach dem Mausklick auf „Löschen“ ( ganz Mutige können auch diese noch unterbinden ;-[ ) aber wenn man da weitermacht wird die Datei wirklich gelöscht. Sie kann nicht aus dem Papierkorb wieder hergestellt werden.


PS: Wenn ich hier „wirklich gelöscht“ schreibe, meine ich das nur „Anwendermäßig“ und nicht, daß sie rein technisch nicht wieder herzustellen sei. Die Datei ist NICHT unwidebringlich vernichtet. Es wurde nur der KDE Papierkorb umgangen und die Datei ist für das System und den Benutzer nicht mehr verfügbar.  Mit etwas Aufwand und einge fachliche Kenntnisse kann so eine Datei wieder hergestellt werden.


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openSUSE 13.1 KDE Live nicht auf Deutsch ?

Wenn man sich das openSUSE KDE Live Medium auf den Rechner installiert ist es schon seit mehreren Ausgaben nötig nachträglich die deutsche Übersetzung für KDE nachzuladen. Und das ist auch bei openSUSE 13.1 nicht anders. Keine große Sache.


Gleich nach der Installation von openSUSE 13.1 KDE Live stellt man fest, die deutsche Übersetzung in KDE fehlt.

Gleich nach der Installation von openSUSE 13.1 KDE Live stellt man fest, die deutsche Übersetzung in KDE fehlt.


Einfach eine Paket- bzw. Softwareaktualisierung machen, z.Bsp. per YaST und die fehlenden Sprachpakete werden automatisch mitgeladen.

Einfach eine Paket- bzw. Softwareaktualisierung machen, z.Bsp. per YaST und die fehlenden Sprachpakete für KDE werden automatisch mit geladen.


Nach einem Neustart sieht's dann schon "deutscher" aus.  ;-)

Nach einem Neustart sieht’s dann schon wesentlich  „deutscher“ aus. 😉


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bootablen USB Stick mit openSUSE erstellen

openSUSE 13.1 nähert sich mit großen Schritten der Fertigstellung (13.Nov.) . Zeit, sich mal damit zu beschäftigen wie man openSUSE auf einen bootbaren USB Stick bekommt. Immer mehr User nutzen diese Möglichkeit, statt eine CD oder DVD zu brennen. Diejenigen, die noch gar kein Linux auf ihrem Computer haben und es mit Windowsprogrammen erledigen müssen greifen auf eine Vielzahl von Möglichkeiten und Programmen zurück, die ausgiebig in den Weiten des Internets erklärt sind.

So ein hervorragendes Tool wie Unetbootin zum Beispiel gibt es für Linux, MacOS und Windows. Den Einsatz von Unetbootin in openSUSE habe ich hier beschrieben.

Mir geht es hier heute aber um das openSUSE eigene Bordmittel, mit welchem man diese Aufgabe kinderleicht erledigen kann. Dem SUSE STUDIO Imagewriter. Der ist keineswegs neu und mindestens schon seit einer Version 11.x in openSUSE enthalten. Natürlich kann man unter Linux auch fix mit Konsolenbefehlen ein Image auf einen USB spielen, aber wesentlich angenehmer geht es mit einer grafischen Oberfläche wie die des Imagewriters.

Mit dem SUSE STUDIO Imagewriter macht man nicht mehr und nicht weniger, als ein Images (Betriebssystemabbild) so auf einen USB Stick zu schreiben, daß dieser mit dem draufgespielten Images bootbar wird.

Installation:

Der SUSE STUDIO Imagewriter ist im openSUSE Standardrepository enthalten und kann fix mit YaST oder zypper installiert werden.


bla


Anwendung:

Das Programm benötigt Rootrechte und fragt das Rootpasswort beim Starten ab.


bla

Danach kann man entweder per Drag&Drop eine Imagesdatei in das gestrichelte Feld ziehen und fallen lassen oder man klickt in das gestrichelte Feld und wählt in dem folgenden Dialog die entsprechende Imagedatei aus.


bla

Und so siehts aus wenn man eine Imagedatei ausgewählt hat. Nun unten in dem einzigen Dropdownmenü noch den richtigen USB Stick ausgewählt und mit einem Klick auf „Write“ gehts los.


Sicherheitshalber erwähne ich hier noch mal für jene, die sowas zum ersten Mal ausprobieren, dass bei diesem Vorgang sämtliche Daten, die auf dem USB Stick vorhanden sind, gelöscht werden. Der Imagewriter weist darauf auch mit einem kurzen englischen Hinweis hin.

Also, wie gesagt. openSUSE 13.1 ist im Anmarsch. Für alle die es bisher noch nicht genutzt haben die beste Gelegenheit dieses mal einen USB Stick statt einer CD oder DVD zu bemühen.


Have a lot of fun …



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Keine Internetverbindung nach openSUSE 12.3 Installation ?

Der User Ado war so freundlich und hat an openSUSE-lernen.de seine Lösung des o.g. Problems für openSUSE 12.3 geschickt. Mit wenigen Klicks kann nämlich dieser Umstand fix behoben werden. Damit in diesem Fall auch anderen Betroffenen geholfen werden kann möchte ich Ado,s Einsendung hier veröffentlichen.

Vielen Dank für diesen Tipp.

Hallo,
da viele User nach der Installation von openSUSE 12.3 keine Internetverbindung haben, wollte ich die Lösung hier veröffentlichen.
Nach der Installation von 12.3 war das auch bei mir der Fall. Also:
Nach der Installation:
1. Yast öffnen
2. Netzwerkgeräte –> Netzwerkeinstellungen anklicken
3. Reiter Globale Optionen anklicken
4. Kästchen „Benutzergesteuert mithilfe von NetworkManager“ muss aktiviert werden
5. Auf OK klicken
Die Verbindung zum Internet wird hergestellt und die Daten von Networking Interface,WLAN Inerface werden in Networkmenager angezeigt.
Eventuell Neustarten
Das war’s und ich freue mich wenn ich helfen konnte.

Ado

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Mein umständlicher Weg zu openSUSE 12.3 ;-)

Wie immer habe ich vor meinem Umstieg auf die neue openSUSE Version einige Tage gewartet, damit erhöht sich die Chance, dass auch wirklich alle Programme und Pakete die ich benötige in den jeweiligen Repositories für die neue Version verfügbar sind. Im Prinzip habe ich diesmal vor einem Wechsel auf openSUSE 12.3 gezögert. Warum ? Ich habe hier derzeit ein wunderbar funktionierendes openSUSE 12.2 mit aktuellem KDE 4.10. Alles läuft, alles funktioniert, warum also etwas verändern? Tja, warum wohl … ?  Kein Ahnung. Irgendwie juckt’s in den Finger und die NEUE susi muss auf die Platte. Ein bisschen Risiko muss sein und im Grunde weiß ich ja so ungefähr was mich erwartet. Die Hoffnung auf noch so kleine Neuerungen, Verbesserungen und Geschwindigkeitsgewinne haben mich getrieben.

Nun habe ich schon so oft von einer openSUSE Version zur nächsten gewechselt, dass das inzwischen bei mir schon recht gut organisiert und rotiniert abläuft. Ich bevorzuge die Neuinstallation von der DVD mit Übernahme meiner verschlüsselten Homepartition.

Einige Fakten zu meiner Hardware und den Voraussetzungen:

Mein Gerät ist ein relativ betagtes 17″ Notebook HP Pavilion dv9000 mit Intel(R) Core(TM)2 Duo Prozessor mit @ 2.20 GHz. Das Gerät verfügt über 4 GB Ram und es sind 2 Festplatten mit je 250 GB verbaut. Es gibt bei mir kein Dualbootsystem, sondern es ist „nur“ ein openSUSE 12.2 mit KDE Desktop installiert. Seit geraumer Zeit komme ich ohne Windows auf diesem Gerät aus. Die bestehende openSUSE 12.2 Installation wurde ständig aktuell gehalten. Alle Updates und Patches sind installiert und der KDE Desktop ist ebenfalls auf die aktuellste Version geupgradet. Im Laufe der Zeit ist auch eine ganze Menge Zusatzsoftware dazu gekommen, die nicht aus den offiziellen Repositories stammen. Jedenfalls, die Kiste lief rundum rund .

Kurz vor dem Loslegen habe ich Sicherungen von allen mir wichtig erscheinenden Dateien, Daten und Einstellungen gemacht. Diese Zeit sollte man niemals sparen. Es gibt einerseits ein ruhiges Gefühl und kann andererseits die letzte Rettung bedeuten.

Nun weiß ich nicht genau woran es lag. Waren es meine Erkältungsmedikamente? Jedenfalls kurz bevor ich die 12.3 DVD einlegen wollte kam mir der Gedanke: Versuch doch einfach mal wieder ein Upgrade mit zypper. (und mein Wechselmarathon nahm seinen Lauf 😉 ) Kann ja nichts schief gehen. Mein letzter Versionswechsel per zypper ist schon einige Zeit her. Also bin ich im YaST in die Software Repositories gewechselt und habe  alle Repos von 12.2 auf 12.3 umgestellt. Es befinden sich nur Standard openSUSE Repos, einige wenige Community Repos und zwei KDE 4.10 Repos im meinem YaST. Alle jetzt auf 12.3 umgestellt und aktualisiert. Es wurden keine Fehler oder Probleme angezeigt. Danach habe ich YaST geschlossen und ein Terminalfenster geöffnet. Mit der Eingabe su und dem dazugehörigen Passwort habe ich die notwendigen Rootrechte für die folgenden Schritte erhalten.  Danach erfolgte die Eingabe von zypper refresh zum Aktualisieren der Repos und zypper dup zum Ausführen des Distributionsupgrade.  Bevor das Upgrade beginnt macht zypper mich auf eine ganze Menge ungelöster Abhängigkeiten aufmerksam und bietet jeweils 3 oder 4 Lösungen an. Da begannen meine Probleme. Obwohl ich mich schon relativ lange mit der Anwendung von openSUSE beschäftige war ich bei diesen vielen Problemen überfordert. Mir ist bekannt, dass man Abhängigkeiten unbedingt auflösen muss und sie nicht abwürgen oder ignorieren darf. Aber in meinem Fall diesmal wusste ich bei vielen Problemvorschlägen seitens zypper nicht, welche die richtige Lösung ist. Ich versuchte mich da krampfhaft durch zuarbeiten aber die Liste der ungelösten Abhängigkeiten wurde nicht kürzer. Ich spürte, dass ich mich verrannt hatte. Brach alles ab und begann den ganzen Spaß noch mal bei Null. Völlig von vorne war ich bald wieder bei diesem Punkt angelangt und versuchte wieder die Probleme mit den Abhängigkeiten irgendwie nach bestem Wissen aufzulösen. Diese Prozedur braucht man nie im Leben irgendeinem anbieten um ihn eventuell zu einem Umstieg auf openSUSE zu bewegen. Das geht ja gar nicht. Unmöglich.  Irgendwie ist es mir nach langem hin und her gelungen die Abhängigkeiten aufzulösen und zypper zieht nun das Versionsupgrade durch. Nachdem zypper fertig war brauchte eigentlich nur noch ein Neustart erfolgen und es sollte mich ein frisches neues openSUSE 12.3 anlächeln. Sollte… Schon beim Neustart gibt es Probleme. Der Computer will einfach nicht rebooten, geschweige denn runter fahren. Es bleibt also nur die harte Tour: Resetknopf. Um es nicht allzu lang zu ziehen, hochgefahren ist das neue openSUSE 12.3 dann auch nicht mehr. Mitten beim Booten bleibt der Bildschirm schwarz und der Cursor blinkt oben links. Na toll. Inzwischen leicht angefressen hatte ich jetzt auch keine Lust mehr der Sache auf den Grund zu gehen bzw. nach umständlichen Lösungen zu suchen. 12.3 sollte auf die Platte und zwar fix. Nach dieser Erfahrung werde ich wohl Distributionsupgrades per zypper erst mal meiden. Das tue ich mir nicht noch mal an.

Also DVD rein, Läppi davon booten und… ? Da hatte ich schon wieder so einen Geistesblitz. Auch der DVD Installer bietet doch eine Aktualisierung einer bestehenden Installation an. Diese Variante hatte ich noch nie ausprobiert und das Kind lag ja bereits im Brunnen. Also? Erledige ich eben meine openSUSE Installation schnell auf diese Weise.  Installer läuft an, Aktualisierung ausgewählt und… ? Warten, warten, warten. Irgendwo während des Installationsprozesses hat sich der ganze Mist dann festgerammelt. Das gibt es doch gar nicht. Mir wachsen gerade Federn ! Ich war heute eigentlich nicht auf einen Testmarathon eingestellt. Es sollte nur fix ne openSUSE Installation werden und das ganze sollte nach max. 2 Stunden erledigt sein. Auch diese Variante werde ich so schnell nicht mehr in Betracht ziehen.

Schluss jetzt mit spontanen Experimenten.

DVD rein, Neuinstallation gewählt. So wie sonst auch immer. Ab da an lief die Installation von 12.3 souverän und ohne Schwierigkeiten durch bis zum fertigen neuen System. Was war ich glücklich. Endlich wurde ich doch noch mit einem frischen openSUSE 12.3 belohnt. Durch die Übernahme meiner bestehenden Homepartition fand ich meinen Desktop fast so vor wie noch bei 12.2 . Nur geringe nachträglich Konfigurationen waren nötig um mein gewohntes System wieder zu bekommen.

Es war halt so ein typischer Tag, an dem fast nichts klappen will. Das sind nicht die richtigen Tage für Experimente. Für mich hat sich heute gezeigt, dass ich mit einer Neuinstallation schneller ans Ziel komme als mit einem Upgrade. Jetzt läuft mein openSUSE 12.3 inzwischen ein paar Tage auf meinem Computer und ich bin sehr zufrieden damit. Warum nicht gleich so ?

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KDE 4.9 – PIM funktioniert endlich

Jeder hat ja so im Laufe der Zeit seine Lieblingsprogramme um sich gescharrt. Bei mir ist eines davon seit langem die KDE PIM Kontact.

 

Die konfigurierbare Übersichtseite der Programmsammlung Kontact.

 

Ich benutze diese Programmsammlung fast täglich für meinen privaten Mailverkehr mit mehreren imap Mailkonten, für meinen Kalender und meine Termine mittels eingebundenen Googlekalender und für meiner Kontakte, die ich ebenfalls als eingebundene Google-Ressource verwalte. Bis zur KDE Version 4.8.x hat speziell das letztere aber eigentlich nie so richtig zufriedenstellend funktioniert.
Alleine der Mailverkehr wurde mir nach und nach dadurch verdorben, dass KMail fast regelmäßig abstürzte wenn ich eine Mail löschte oder die eingerichteten Postfächer in der Postfachleiste immer wild und unwillkürlich ihre Reihenfolge wechselten.
Weiter funktionierte die Einbindung der Google Akonadi Ressource nicht zuverlässig. Das begann schon beim Installieren derselben. Zeitweise gab es gleichzeitig mehrere Pakete mit unterschiedlichen Namen für diesen Zweck, so das man nicht wusste welches das richtige war. Dann funktionierten die Abhängigkeiten dieser Pakete wieder nicht und manchmal waren sie gar nicht verfügbar oder wechselten zwischen den Repositories hin und her. Wenn man dann die Hürde der Installation genommen hatte, war die Synchronisation doch recht unzuverlässig.
Selbst wenn man den Google Kalender als einzigen nutzte und ihn zum Standardkalender machte, zeigte die Kontact-Übersicht keine Termine und Aufgaben daraus an.
Dies sind nur einige kleine Probleme und Fehler bzw. unfertige Entwicklungen die ich persönlich bei meinem Umgang mit der Kontact Suite aus KDE 4.x festgestellt hatte und ich habe sie jetzt hier auch nur angerissen. Es waren in der Gesamtheit massive Probleme, die das Arbeiten mit dem gesamten Kontact Programmpaket fast unmöglich machten. Sicher haben andere ihre eigenen Erfahrungen gemacht, immer davon abhängig wie und wofür man Kontact mit seinen Komponenten benutzt und welche Ansprüche man daran stellt. Jedenfalls wurde die ganze Kontact Suite nach und nach in dieser Phase für mich unbrauchbar und ich schwenkte um auf den Gnome Desktop um Evolution für meine Zwecke zu benutzen.

 

Kontact mit dem Kalenderprogramm korganizer und eingebundenen Google-Onlinekalender

 

Dort war ich sofort begeistert, wie einfach und komfortabel das Einbinden von Onlinekonten ala Google doch sein konnte. Kein Akonadi und kein Nepomuk und wie sie nicht alle heißen. Ein Button mit „OnlineKonten hinzufügen“, Zugangsdaten eingeben und fertig.
Aber mein Herz hängt doch ein bisschen an KDE und deshalb habe ich auf KDE 4.9 gehofft. Ein letzter Versuch, sonst wäre auf meine Rechner ab openSUSE 12.2 nur noch der Gnome Desktop installiert worden.

Und KDE 4.9 hat mich, zumindest bezüglich meiner o.g. Probleme mit der Kontact Suite, nicht enttäuscht. Normalerweise bin ich bei Lobgesängen immer etwas zurückhaltender und vorsichtig. Aber dieses mal will ich meine Freude darüber ruhig etwas deutlicher machen, dass zumindest die mich betreffenden Fehler und Probleme die ich bei meiner Arbeit mit Kontact erlebt habe, ab dieser Version wohl nicht mehr bestehen.
Keine extra Tortur mehr beim Installieren der Google-Akonadi-Ressource. Beim Anlegen eines neuen Kalenders oder eines neuen Adressbuches bietet Kontact gleich das Google Onlinekonto mit zur Auswahl. Zugangsdaten rein und los geht’s.

 

Standardmäßig kann man gleich seine Googlekontakte oder den Googlekalender in die jeweiligen Programme integrieren.

 

Auch die Übersicht akzeptiert jetzt die Onlinekonten und zeigt daraus die Termine und Aufgaben an.
KMail habe ich jetzt schon so was von gequält,… Aber bisher kein Absturz oder ein anderes unerwünschtes Verhalten.
Die KDE PIM von KDE 4.9 läuft, es funktioniert und im Augenblick macht es einfach Spaß damit zu arbeiten.

 

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Kurztipp: Wenn Amarok keine mp3 abspielt (openSUSE12.1)

Bei meiner frischen openSUSE 12.1 / KDE Installation wollte Amarok erst keine mp3 Sounddateien abspielen. Andere Medien, wie z.Bsp. eine Audio CD konnte Amarok problemlos abspielen. Also war die Soundhardware nicht das Problem. Die Soundhardware funktioniert und war auch richtig konfiguriert. Keine andere Anwendung hatte irgendwelche Soundprobleme.

Auch konnte ich mp3 Dateien mit anderen Anwendungen wie z.Bsp. dem VLC Player abspielen. Das sagte mir also, dass nur die mp3 Unterstützung für das Amarok nicht vorhanden war. Zwar hatte Amarok beim ersten Start gemeldet, dass keine mp3 Unterstützung vorhanden ist und einige Software dafür nachinstalliert werden muss.

 

Amarok sagt schon bescheid, wenn noch keine mp3 Unterstützung vorhanden ist.

 

Daraufhin hat Amarok auch die erforderlichen Schritte abgearbeitet und auch gemeldet, dass die Installation der zusätzlichen Pakete erfolgreich war. Aber leider hat die automatische Installation nicht das Richtige installiert. Es wurde dabei die erforderlichen Codecs und Pakete für das zweite mögliche Backend von Phonon, für Xine installiert.

 

Amarok hat diese Dateien automatisch als mp3 Unterstützung nachinstalliert. Diese helfen in diesem Fall aber nicht, wenn man das GStreamer Backend benutzt.

 

Dieses ist aber, wie weiter unten auf einem Screenshot zu sehen beim mir nicht aktiv, sondern als Backend arbeitet GStreamer. Ab da an meldete Amarok bei jedem Start, dass die mp3 Unterstützung zwar erfolgreich installiert wurde, aber mp3 konnte logischerweise weiterhin nicht abgespielt werden. Und… wie gesagt, Amarok gab vorerst keine Ruhe und meldete dieses bei jedem Start. Es fing an zu nerven und schrie nach einer Lösung.

 

Amarok ist der Meinung, dass jetzt alles funktioniert und wollte das bei JEDEM Start mitteilen.

 

Durch einen Tipp konnte ich das Problem folgendermaßen lösen:

 

Bei KDE läuft als Multimedia API das Phonon welches im Fall von openSUSE 12.1 als Haupt Backend GStreamer verwendet.

 

Wenn man bei openSUSE aus dem KDE Menue die „Systemeinstellungen“ startet kommt man zu den Multimediaeinstellungen.

 

Unter dem untersten Punkt „Phonon“ findet man das aktive Multimedia Backend für KDE.

 

Damit dieses GStreamer (und als Folge daraus auch Amarok) mp3 unterstützt musste ich  folgendes Paket per Hand nachinstallieren.

 

gstreamer-0_10-fluendo-mp3

 

Dieses Paket muss nachinstalliert werden, damit Amarok mp3 Dateien abspielen kann. Dieses Paket findet man in den ganz normalen openSUSE Repos.

 

Danach funktioniert die mp3 Wiedergabe auch im Amarok.

 

Amarok beim abspielen einer mp3 Datei.

 

Ob Amarok auch mp3 Dateien abgespielt hätte, wenn ich einfach das Phonon Backend in den KDE Systemeinstellungen von GStreamer auf Xine umgestellt hätte, habe ich nicht mehr ausprobiert. Außerdem wollte ich gerne GStreamer als Backend behalten.

 

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openSUSE 12.1 Beta im ersten Test

Die openSUSE 12.1 Beta, die ja eigentlich der Meilenstein 6 war, ist verfügbar und es lohnt sich schon mal die ersten groben Blicke auf die neue openSUSE Version zu werfen. Ich habe dazu die openSUSE 12.1 Beta KDE Live CD heruntergeladen und mehrmals installiert. Einmal auf meinem Netbook HP Mini 210

 

HP Mini 210 mit openSUSE

 

und mehrere mal als Virtuelle Maschine in VirtualBox. Mal mit dem neuen Dateisystem Btrfs und mal ohne. Auf die KDE Version werde ich ein Auge werfen und die Gnome Variante wird Lisufa vom Lisufa’s Blog unter die Lupe nehmen. Wir werden, wie wir es schon mal gemacht haben, einen Blogübergreifenden Test aus Anwendersicht machen und jeder seine Eindrücke und Erfahrungen bei sich auf der Seite veröffentlichen. Wobei es für einen detaillierten Test noch zu früh ist. In der Regel haben wir mit unseren Test’s auch immer erst ab den Release Candidaten begonnen. Aber diesmal werden wir schon eine Ausgabe früher mal einen Blick riskieren. ;-), denn bei dieser openSUSE 12.1 Testversion sind schon einige Neuerungen zu bestaunen.

Unser Resümee beim Test von openSUSE 11.4 ist ja damals nicht ganz so gut ausgefallen. Über die verschiedene Ursachen hatten wir jeder in seinem Blog berichtet.

Aber: Neue Version – Neues Glück 😉

Wie schon erwähnt wird es aber nur ein grober Test über die augenscheinlichen Neuerungen wie z.Bsp.

– Änderungen bei der Installation
– das neue Design,
– den lang erwarteten und viel diskutierte Einsatz von Systemd,
– die Bootzeiten
– Besonderheiten

Software Versionsnummern, die openSUSE 12.1 so mitbringt:
Kernel : 3.1.0-rc7-3
KDE : 4.7.1
Firefox : 7.0
LibreOffice: 3.4.2

 

Die Installation:

Die Installation von openSUSE 12.1 Beta verlief wie von openSUSE gewohnt unkompliziert und zügig durch. Sie funktioniert gut und ist auch von Laien zu verstehen und zu bewältigen. Das openSUSE Team hat hier keine Experimente gemacht und den sehr guten Installer beibehalten.

 

Der openSUSE 12.1 Installer mit gewohnter Struktur aber schon in neuen Kleidern

 

Und trotzdem haben die Entwickler in diesem Fall noch ein Detail bei der  Partitionierung während der Installation geändert.

 

Die beiden rot gerahmten Optionen sind ab dieser Version neu.

 

Zum einen wird jetzt per Default eine „extra Homepartition“ empfohlen. Das hat unter anderem den Vorteil, dass man bei einer Neuinstallation diese Homepartition unverändert wieder einbinden kann und alle persöhnlichen Einstellungen und Daten so in die neue Installation mit übernehmen kann.

 

Und das zweite ist die „Benutzung des Btrfs als Default Dateisystem“ . Btrfs ist ein relativ junges (seit 2007)  Linux Dateisystem welches in openSUSE 12.1 erstmals eingesetzt wird und eventuell später mal die ext3 und ext4 Dateisysteme ablösen soll. Hier muss man es aber noch explizit aktivieren. Per Default war es deaktiviert. Ich habe es bei meiner ersten Installation auch so gelassen, weil der eingesetzte Bootmanager Grub mit dem neuen Dateisystem noch nicht klar kommt. Man müsste sonst noch eine extra Bootpartition mit einem Grub-Verständlichen Dateisystem machen.

Bei der zweiten Installation in der VBox habe ich dann doch mal die Option „Use Btrfs as default Filesystem“ aktiviert. Interessant ist, wie sich die vorgeschlagene Partitionierung von der Installation OHNE Btrfs zu MIT Btrfs ändert. Siehe Screenshot.

 

Der neue Partitionierungsvorschlag von openSUSE nach der Auswahl von Btrfs

 

Die Installation lief nach akzeptieren des Vorschlag reibungslos.  Wenn man das fertig installierte  System dann später bootet, bleibt das System während des Starten hängen und erwartet erst nach einer relativ langen  Wartezeit eine Eingabe bzw. Reaktion bevor es weitergeht. Diese Eingabeaufforderung sieht man freilich nur, wenn man mit ESC vom Bootsplash in den Textmodus wechselt.

 

openSUSE 12.1 mit btrfs findet etwas nicht ?

 

Nach einer Bestätigung mit Enter startet das System dann. Der selbe Effekt trat auch bei Lisufa mit der 12.1 Gnome Version auf. Lisufa hat daraufhin dazu einen Bugreport eingereicht.( siehe Bugreport )

 

Während der Installation, wenn der/die Benutzer eingerichtet werden, wird auch wieder beim ersten Benutzer per Default Einstellung  das Passwort gleich als Rootpasswort genommen. Auf den entsprechenden Mailinglisten war mehrmals darüber diskutiert worden, dieses NICHT als Default Einstellung zu machen, was ich für sehr vernünftig halte. Zumindest in openSUSE 12.1 ist das noch nicht umgesetzt.

 

Das neue Design:

Es ist zwar das erste was bei einer neuen Version ins Auge fällt aber eigentlich auch fast das unwichtigste. Was würde eine Distribution mit hübschen Hintergrundbildern und flotten Icons nutzen, wenn sie hinten und vorne nicht funktioniert. Außerdem ist Design ja auch immer Geschmackssache und wie heisst es so schön:

 

De gustibus non est disputandum. (Über Geschmack lässt sich nicht streiten.)

 

Aber trotzdem! Bei 11.4 war ich ( und viele andere auch ) nicht sonderlich von dem Grün, welches bei den Stripes verwendet wurde angetan. Es war einfach kein freundliches Erscheinungsbild. Jetzt ist dem Artwork-Team dagegen ein aus meiner Sicht wirklich angenehmer, openSUSE typischer Grünton gelungen. Der Bootsplash und das Wallpaper wirken auf mich freundlich, einladend und professionell.

 

Kurz um: Die neue Optik von openSUSE 12.1 gefällt mir!

 

Der neue openSUSE 12.1 KDE Desktop.

 

Der Einsatz von Systemd:

Systemd soll ab openSUSE 12.1 durch mehr Parallelisierung zu einer besseren Auslastung beim Systemstart führen. Zu deutsch, es soll den Systemstart deutlich beschleunigen. Beim Systemstart der installierten openSUSE 12.1 Beta kann man derzeit noch beim Bootmanager auswählen, ob man mit System V oder Systemd starten möchte. Ob das nachher in der Finalen Version auch noch so sein wird muss man erst mal abwarten.

 

Lieber mit SystemV oder mit Systemd booten ?

 

Das Netbook HP Mini 210 hatte kaum Unterschiede beim Booten mit den beiden Systemdiensten.

Mit Systemd: Systemstart 31 Sek. + KDE Start 34 Sek = 1Min 5 Sek

Mit System V: Systemstart 34 Sek + KDE Start 34 Sek = 1min 8 Sek

Also, daraus kann sich jeder selbst ein Bild machen !

 

Die Bootzeit:

Für manche ist es gar nicht soo wichtig, wie lange der Computer für den Start genau benötigt und auch wenn ich hier Sekundenwerte angebe, ist für mich auch nur die Tendenz entscheidend. Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden. Meiner Meinung nach war gerade openSUSE seit einigen Versionen und im Vergleich zu anderen Distri’s und Windows extrem langsam beim Start. Andere Distributionen hatten schon im Laufe der Zeit durch verschiedene Optimierungsmaßnahmen wie auch unter anderem durch den Einsatz von Systemd und Grub2 einen wesentlich schnelleren Bootvorgang erreicht. Sicherlich ist ein stabiles System wesentlich wichtiger als ein schnell startendes. Aber trotzdem kann und sollte in diesem Punkt nach gebessert werden. Nicht zu vergessen ist dabei auch, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Startzeit auf die Kappe des jeweiligen Desktops geht. Und da schneidet KDE auch nicht gerade sehr gut gegen den Gnome Desktop ab.

Auf meinem HP Mini 210 mit einer Grub Bootloader Wartezeit von 1 Sek benötigt openSUSE 12.1 Beta genau 1min 5sek aus dem Kaltstart bis zum einsatzbereiten KDE 4.7.1 Desktop. Damit bin ich eigentlich zufrieden, openSUSE 11.4 hatte damals noch ca. 1min 30sek. gebraucht.

In der virtuellen Box hat der Startvorgang 1min 10sek ähnlich gedauert.

 

Besonderheiten:

Oracle Java ist aus lizenzrechtlichen Gründen nicht mehr standardmäßig in openSUSE enthalten. Dieses wird durch OpenJDK ersetzt. LibreOffice beschwerte sich gleich beim ersten Start, das keine funktionierende Java Umgebung vorhanden wäre.

 

Fazit:

Die Beta von openSUSE 12.1 macht insgesamt schon einen sehr guten Eindruck. Für viele detaillierte Einschätzungen und Bewertungen ist es noch zu früh. Spannend finde ich, wie sich das openJDK an Stelle von Oracle Java bewähren wird.
Es sollten sich möglichst viele User an den Tests von openSUSE 12.1 Beta beteiligen und nicht davor scheuen gefundene Fehler zu melden. Denn nur so erhalten die Entwickler die Möglichkeit bis zur Finalen Release möglichst viele Fehler zu beseitigen. Und wir als Benutzer können so dazu beitragen, dass wir am Ende eine super stabile und weitestgehend fehlerfreie Distri bekommen. Wenn die Englischkenntnisse nicht ganz ausreichen um einen englischsprachigen Bugreport einzureichen, dann kann man auch ganz einfach auf der Seite von http://community.open-slx.de/ in deutsch den Fehler beschreiben und die Firma open-slx reicht dann den Fehler so ein wie es sich gehört.

 

Wenn Ihr wissen wollt, was Lisufa mit der openSUSE 12.1 Beta Gnome Live CD für Erfahrungen gemacht hat, dann könnt Ihr das auf seinem Blog nachlesen.

 

 

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openSUSE 11.4 mit KDE Plasma Active auf dem WeTab

Bei der Firma open-slx, die auch das deutschsprachige openSUSE Community Portal http://community.open-slx.de/ betreibt, entwickeln zur Zeit die Jungs zusammen mit einigen anderen Beteiligten wie z.Bsp. Basyskom eine KDE Oberfläche für Touch – Displays namens Plasma Active. Plasma Active ist eine Initiative des KDE Plasma Teams für Nicht-Desktop Geräte wie z. B. Tablets, Telefone oder auch Media Center. Das Projekt ist noch sehr jung und im Augenblick liegt der Focus der Entwicklung bei den Tablet-PCs mit Schwerpunkt auf Geräte mit touch- und multitouch Bildschirmen.

Die Firma open-slx hat mir freundlicher Weise ein Tablet-Gerät, das WeTab, zur Verfügung gestellt, um die Entwicklung dieser neuen Benutzeroberfläche live mitzuerleben und zu testen. Das Feedback geht über das open-slx Forum zurück zu den Entwicklern und die Testberichte auf diesem Weg an alle Interessierte.

Gerätebeschreibung / Hardware WeTab:
– Prozessor: Intel Atom N450 mit 1,66 GHz Taktung
– NAND-Flash-Speicher mit 16 bzw. 32 GB
– 1 GB Arbeitsspeicher
– 11,6-Zoll-Touchscreen mit 1366 × 768 Pixelund
– zwei integrierten USB-Anschlüsse
– SD-Cardreader
– Audioausgang
– SIM-Card-Slot
– HDMI-Anschluss
– 1,3-Megapixel-Webcam
– Bluetooth 2.1, WLAN-n sowie UMTS/HSDPA und GPS

Betriebsystem:
– WeTab OS ( eine Linuxbasierende Eigenentwickelung, in Erscheinungsbild und Bedienkonzept verändertes MeeGo in der Version 1.1. )

Installation von openSUSE 11.4 mit Plasma-Active:

Wie man openSUSE 11.4 mit Plasma-Active auf das WeTab bekommt ist schon mehrfach in einigen Blogs, Foren und Wikis beschrieben worden.

Ich bin nach der Anleitung aus dem open-slx Wiki  vorgegangen. Als ich die Installation gemacht habe musste man vorher extra noch ein neues BIOS installieren, damit das WeTab von USB ( Stick oder Laufwerk ) booten kann. Auch dieser Vorgang ist detailliert beschrieben, so das auch Nicht-Profis hin bekommen können. Bei mir hat das anstandslos geklappt. Die Entwicklung von Plasma-Active geht so schnell voran, dass das jetzt mit einem entsprechenden Images nicht mehr nötig sein soll.
Die Installation von openSUSE selber funktioniert genauso wie auf jedem anderen Gerät auch. Entweder mit einem Images von einem USB Stick oder auch mittels der openSUSE KDE Live CD über ein ext. Laufwerk.
Die Änderungen und Anpassungen, die nach der Installation vorzunehmen sind und der Autor in der Beschreibung alle über die Kommandozeile vornimmt, können auch teilweise im Nachhinein mit den typischen grafischen Tools von openSUSE erledigt werden.

Der erste Erfahrungsbericht:

Ich möchte an dieser Stelle gleich noch mal zu Beginn betonen, dass es sich zu diesem Zeitpunkt um eine sehr frühe Entwicklerversion handelt.

Als ich das WeTab noch die ersten male mit dem original Betriebssystem WeTabOS gestartet habe dauerte das so ca 1/2 Minute (die Sekunden zähle ich bei so was nicht). Mir war da schon klar, dass dieser Wert mit einem openSUSE, unabhängig welche Oberfläche, nicht zu schaffen sein wird. Das WeTabOS arbeitet sehr zügig und ist sehr einfach in der Bedienung und übersichtlich in der Anordnung. Aber meine Begeisterung legte sich schnell durch die doch erheblichen Beschränkungen, die dieses System hat. Man kann das System nur wenig nach seinen eigenen Bedürfnissen konfigurieren, anpassen oder erweitern.

Die Aussicht auf ein openSUSE mit einer Touchfähigen Bedienoberfläche auf dem WeTab reizte mich insofern, dass ich einen großen Teil der KDE Programme mit denen ich täglich arbeite und an die ich mich gewöhnt habe auch auf dem Tablet PC wieder zur Verfügung hätte.

Der Bootvorgang von openSUSE 11.4 mit KDE Plasma-Active dauert auf dem WeTab gute 2 Minuten. Das ist entschieden zu lang und wird sicher noch im Laufe der Entwicklung optimiert werden. OpenSUSE ist ja an sich schon ein „Langsamstarter“ unter den Linuxdistributionen und es bleibt nur zu hoffen, dass sich da in den nächsten openSUSE Versionen etwas tut. Auf dem WeTab fällt diese langsame Bootzeit erst recht ins Auge, wenn man den Vergleich noch zum original Betriebssystem im Hinterkopf hat.

Die Plasma-Active Oberfläche:

Die neue KDE Bedienoberfläche macht als erstes einen sehr hübschen Eindruck. Es ist sicherlich das, worauf Praktiker am wenigsten Wert legen, es ist aber auch das, was einem zuerst ins Auge fällt. Und ich gebe zu, dass ich zu den Usern gehöre, die auf eine hübsch gestaltete, moderne Bedienoberfläche viel Wert legen, wobei die Funktionalität nicht leiden darf. Frei nach dem Motto: ein funktioneller Desktop MUSS nicht hässlich sein !
Und den KDE Plasma Entwicklern ist das hier sehr gut gelungen.
Schnell wird klar, dass KDE Plasma-Active eine völlig neue Oberfläche mit konsequenten Umsetzungen ist und keine halbherzige Umgestaltung einer Desktop-Umgebung für Touchdisplays.

Plasma-Active funktioniert trotz des frühen Entwicklungstandes schon recht gut. Als größtes Hindernis stellt sich zur Zeit noch die virtuelle Tastatur heraus. Das Erscheinen der Tastatur beim tippen auf einem Eingabefeld, besonders bei nicht qt- Programmen, und auch das automatische Ausblenden funktioniert noch nicht so zuverlässig. So gibt es noch eine ganze Menge kleinerer und größerer Probleme. Wer die Entwicklung von Plasma-Active live miterleben und mitgestalten möchte kann das im open-slx Forum tun. Die Plasma-Active Entwickler geben bereitwillig Auskunft.

Bis zum Jahresende soll Plasma-Active fertig sein und zusammen mit dem neuen Baslam Professionell von open-slx erhältlich sein.

 

Hier noch einige Screenshots von meinem WeTab mit openSUSE 11.4 Plasma Active.

 

So sieht die neue Plasma Active Oberfläche aus.

 

An dem Anfasser auf der rechten Seite kommen die Activities zum Vorschein, die man dann durchblättern bzw. scrollen und auswählen kann.

 

Hier schiebe ich gerade die Auswahl der Aktivitäten am rechten Rand durch.

 

Um zu einer anderen Aktivität zu wechseln, zieht man mit dem Finger einfach die drei Punkte aus der unteren Mitte des Bildschirmes nach oben .

 

Und immer so weiter. Der Anfasser , die drei Punkte, bleiben immer am unteren Bildschirmrand und wenn man sie hochzieht wechselt die Arbeitsfläche.

 

Und hier die virtuelle Tastatur. Sie wird noch viel Aufmerksamkeit der Entwickler bekommen.

 

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