Videos mit dem Mobile Media Converter umwandeln

Es sind oft die kleinen Tools die einem so viel Freude machen. Ich habe gerade nach einem kleinen Programm gesucht, mit dem ich unter openSUSE fix mal einige Videos umwandeln kann. Dazu bin ich auf http://de.opensuse.org gesurft und habe in der Paketsuche mal nach „converter“ gesucht. Dabei bin ich auf das kleine aber feine Programm „mobilemediaconverter“ gestoßen. Der Mobile Media Converter ist ein kostenloser Audio-und Videokonverter für die Umwandlung zwischen vielen gängigen Audio-und Videoformaten.


mediaconverter1

Ein feines kleines Tool. Das Programmfenster vom Mobile Media Converter.

Aber ganz so ein „kleines“ Tool ist der Mobile Media Converter gar nicht. Ganz davon abgesehen, dass der Converter eine große Anzahl von Video- und Audioformaten aus dem Desktop- und Mobilebereich umwandeln kann, verstecken sich darin zusätzlich noch einige kleine praktischer Helfer. Zum Beispiel ein integrierter Youtube Downloader, ein eingebaute DVD Ripper um DVD Abschnitte umzuwandeln und ein Trimmer für die Klingeltonerstellung. Um lokale Videos oder Audiodateien umzuwandeln zieht man einfach die betreffende Datei in das Drag & Drop Feld. Wählt danach ein Ausgabeverzeichnis und zuletzt noch das Zielformat. Wer ein paar mehr Eingriffsmöglichkeiten wünscht findet die unter einem kleinen unscheinbaren Pfeil am rechten Fensterrand.


Die Liste der Zielformate läßt kaum Wünsche offen.

Die Liste der Zielformate lässt kaum Wünsche offen.

Installation:

Dieses Programm findet man derzeit nicht in den gängigen Repositories von Packman und Co. Um den Mobile Media Converter zu installieren muss man sich das Home Repository von deltafox einbinden. Das passiert ganz einfach automatisch wenn man die 1-Klick Installation aus der Paketsuche des OBS benutzt.
Oder gleich von hier direkt zur 1-Klick Installation


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Videoschnitt mit Avidemux

Gleich vorweg, ich bin kein Videoprofi. Meine Kenntnisse über Video- und Audiocodecs beschränken sich auf die eines Anwenders. Ich weiß, das man Codecs braucht und wie man sie einsetzt. Einige sind mir bekannt, aber längst nicht alle . Und wie sie genau funktionieren entzieht sich völlig meiner Kenntnis. Und das ist auch gar nicht schlimm, denn ich will nur Anwender sein.

Mein Anliegen war folgendes: Ich lasse mir bei onlinetvrecorder.com einige Fernsehsendungen aufnehmen. Letztendlich habe ich dann das aufgenommene Video als avi Datei bei mir auf der Festplatte und keinen blassen Schimmer zu den technischen Details dieses avi Videos . Nun möchte ich dieses Videos schneiden. Anfang und Ende etwas präzisieren und die Werbepausen entfernen. Dazu habe ich ein Programm gesucht, mit dem ich das einfach und schnell erledigen kann, ohne mich lange mit den technischen Einzelheiten des Videos beschäftigen zu müssen. Es gibt ja so einige Videobearbeitungs- und Schnittprogramme unter Linux.

Da wären zum Beispiel:

Ich möchte hier unter anderem den Videoeditor Avidemux empfehlen. Avidemux ist ein freies, plattformunabhängiges Videoschnittprogramm, das zahlreiche Formate unterstützt. Einige Windowsumsteiger werden daher Avidemux schon kennen. Es ist designed für möglichst einfaches Schneiden, Filtern und Codieren. Warum fiel meine Wahl auf Avidemux? Einige ( ich habe ehrlich gesagt nicht alle durchprobiert :-] ) der anderen Videoeditoren mussten meine Videodatei erst langwierig importieren und nach dem Schneiden noch mal langwierig exportieren. Bei einigen sollte ich beim Exportieren noch geschätzte tausend Optionen einstellen. Dabei sollte die Datei vom Format her unverändert bleiben. So wie eingelesen — auch wieder ausgegeben. Und genau das macht Avidemux. Es öffnet die Datei, ich kann meine Szenen raus schneiden und zum Schluss speichert man das Video einfach wieder. Fertig.

Installation:

Die Installation erfolgt für openSUSE wieder typisch per YaST oder Zypper. Avidemux ist im Packman Repository enthalten. Ein Packman Repository sollte in jedem openSUSE System eingebunden sein.

 

Die Installation von Avidemux mittels YaST. Das Sprachpaket und das grafische Frontend werden gleich automatisch mit ausgewählt.

 

Nach der Installation kann man das Programm entweder, bei KDE aus dem K-Menü oder mit dem Krunner (Alt + F2) und der Eingabe „avidemux“ starten

 

Avidemux per Krunner (Alt+F2) starten

 

Bedienung Bsp.

Das ist das recht übersichtliche Programmfenster von Avidemux. Um eine Videodatei zu laden, geht man ,wie bei jedem anderen Programm auch, auf „Datei – Öffnen“ und sucht die entsprechende Videodatei aus.

 

Nachdem die Videodatei eingelesen ist schiebt man den Regler (1) bis zur ersten Stelle bei der man schneiden möchte und klickt auf den Button „B“ (2) . Jetzt ist ein Bereich vom Anfang des Videos bis zum Regler markiert. Danach klickt man in der oberen Menüleiste auf „Bearbeiten“ – „Löschen“ oder … drückt einfach die Entf. Taste. Somit verschwindet der markierte Abschnitt und die markierte Szene ist gelöscht.

Diesen Vorgang wiederholt man jetzt bei jeder Stelle, die man entfernen möchte. Man schiebt den Regler zum Beginn der Szene und klickt auf den „A“ Button. Dann den Regler zum Ende der Szene schieben und den „B“ Button klicken. Entf. Taste drücken und die Szene ist aus dem Video verschwunden. Mit dem Rädchen ganz rechts kann man den Regler etwas genauer und feiner steuern.

Bei längeren Videos wie ganzen Filmen kann es manchmal vorkommen das die Audiospur etwas verrutscht. Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Speichern mal an einige Stellen zu springen und in das Video reinzuhören. Um genau zu erfahren, ob die Tonspur beim Schneiden verrutscht und wenn ja, um welchen Wert, klickt man in der oberen Menüleiste auf „Audio“ – „Hauptspur“.


 

Hier erfährt man ob die Tonspur verrutscht ist und um welchen genauen Wert.

 

Sollte die Audiospur etwas verrutscht sein, kann man es mit Avidemux auch wieder korrigieren. Dazu aktiviert man die Option „Delay“ (Verzögern) und ändert den Wert entsprechend der Information im o.g. „Hauptspurdialog“ .

Ist also die Audiospur um – 0,4 ms verschoben muss man den Wert bei „Delay“ auf (+) 0,4 ms einstellen.

Wenn man das Video so hat wie man es haben möchte speichert man es folgendermaßen.

 

„Datei“ – „Speichern“ – „Video speichern“

 

Das war’s. Avidemux kann natürlich noch einiges mehr.  Probiert es aus. 😉

 

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Video-DVDs und Diashows mit 2ManDVD erstellen

Die Möglichkeit, mit dem Computer aus Digitalfotos eine Diashow zu basteln und das eigene unterhaltsame Ergebnis der staunenden Verwandtschaft bei der nächsten Gelegenheit vorzuführen oder die mit der neuen Digikam aufgenommenen Videos samt eines schicken Menüs auf DVD zu brennen hat bis heute nicht ihren Reiz verloren. Nicht nur unter Windows gibt es dafür tolle Programme mit schicken und komfortablen Oberflächen. Auch für Linux gibt es dafür mehrere Programme, die sich nicht hinter denen für Windows verstecken brauchen.
Mit 2ManDVD erstellt man schnell und einfach Video-DVDs mit eigenen Menüs und Diashows. Das Programm vereinigt die Funktionen mehrerer Programme unter einer hübschen grafischen Oberfläche. Dieses Programm ist für Linux bei weitem nicht neu. Es existiert schon ein paar Jahre und ist dementsprechend inzwischen ausgereift und stabil.

Das Programmfenster von 2ManDVD. Hier das noch leere Diashow Modul.

Die Programmoberfläche zeigt sich aufgeräumt und übersichtlich.

Das Video Authoring Modul.

2ManDVD bringt auf jeden Fall für Freunde solcher Betätigung am Computer eine gewisse Portion Spaßfaktor mit.

Installation:

openSUSE typisch kann auch 2ManDVD wieder grafisch per Yast oder auf der Konsole per zypper installieren. Ich habe hier die Version 1.5.2 von 2ManDVD installiert. Seit dem 08.01.2011 gibt es lt. der Projektseite schon die Version 1.5.3 .

2ManDVD ist im Packman Repository enthalten, welches vorher bei openSUSE eingebunden werden muss, falls das nicht schon passiert ist.

Da 2ManDVD unter seiner grafischen Oberfläche die Funktionen von allerlei anderen Programmen vereint, können unter Umständen auch eine ganze Menge Paketabhängigkeiten bei der Installation entstehen. Denn selbstverständlich müssen alle Programme, die 2ManDVD benötigt automatisch mit- bzw. nachinstalliert werden, falls sie nicht schon installiert sind. Diese Aufgabe erledigt Yast oder auch zypper nach Möglichkeit selbstständig. „Nach Möglichkeit“ – deswegen, weil die notwendigen Quellen dafür natürlich auch verfügbar sein müssen. Die meisten erforderlichen Pakete sind im openSUSE- und im Packman Repository enthalten.

2ManDVD benötigt z.Bsp. folgende Programmpakete:

  • QT4.6
  • ffmpegthumbnailer
  • transcode
  • Mjpegtools
  • Netpbm
  • ffmpeg >= 0.5.0
  • mkisofs
  • Sox
  • Mplayer
  • Mencoder
  • dvdauthor
  • XINE
  • perl
  • exif

Soweit es möglich ist, werden die fehlenden erforderlichen Porgrammpakete von Yast automatisch zur Installation mit ausgewählt.

So meldet sich 2ManDVD beim Programmstart, wenn eine wichtige Paketabhängigkeit nicht erfüllt wurde.

Die auf dem oberen Screenshot abgebildete Abhängigkeit zu dem fehlenden Paket mpeg2enc ist bei openSUSE nicht ganz so einfach aufzulösen, weil es nicht ganz so einfach zu finden ist.

Es ist aber ebenfalls im Packman Repo enthalten, nur versteckt es sich im mjpegtools Paket. Und bei der Installation des Paketes mjpegtools muss man explizit darauf achten, dass man die Paketversion aus dem Packman Repo und nicht die vom openSUSE Medium installiert.

Ganz wichtig! Das Paket mjpegtools muss aus dem Packman Repo installiert werden.

Programmbedienung:

Wer schon einige Erfahrung mit solchen Programmen hat wird keine Schwierigkeiten bei der Benutzung von 2ManDVD haben. Wer sich dagegen das erste mal mit dem Erstellen einer eigenen Video DVD mit Menüs oder dem Erstellen einer eigenen Diashow herumschlägt, der wird etwas herumprobieren müssen bzw. etwas Einarbeitungszeit brauchen. Denn so einfach und intuitiv wie sich das Programm auch bedienen lässt, so dünn gesät ist auch die Hilfe. Wer das Online Handbuch zu 2ManDVD per Taste F1 oder aus dem Programmmenü aufruft bekommt es nur in Französisch. ( daher stammt der Entwickler )

Wenn man sich diese französische Hilfe von Google ins deutsche übersetzen lässt wird sie einigermaßen ( mit ein bisschen Willen ) brauchbar.

Am Beispiel will ich euch jetzt einmal zeigen, wie einfach sich eine Diashow mit 2ManDVD erstellen lässt:

2ManDVD startet immer mit dem Assistenten. Man muss sich bereits jetzt enscheiden, was man erstellen möchte. Ich wähle hier das für mich passende Diashow Modul.

Es startet das leere Diashow Modul

Als nächstes habe ich meinen Dateimanager ( ich benutze KDE, also Dolphin ) gestartet und per Drag & Drop das erste Bild auf die Bearbeitungsoberfläche von 2ManDVD gezogen und dort "fallen" gelassen.

So, das erste Bild ist im Kasten ...

Danach klickt man mit der rechten Maustaste links unten neben dem ersten Diabild. Es erscheint ein Menü, bei dem man auf "Dia hinzufügen" klickt.

Danach ist praktisch das 2 Dia erstellt. Es ist wieder leer und muss nun mit einem Bild gefüllt werden. Die Vorgehensweise ist bei jedem hinzuzufügenen Bild gleich.

So, ich habe nun mal für dieses Beispiel 3 Dias erstellt und alle 3 mit jeweils einem Bild gefüllt. danach habe ich noch einmal mit der rechten Maustaste neben den Diasymbolen geklickt und aus dem Menü " Einen zufälligen Übergang für alle Dias hinzufügen" ausgewählt.

Wenn man alle gewünschten Bilder hinzugefügt hat, alle Einstellungen wie z.Bsp. Übergänge, Texte und Effekte nach seinen Wünschen konfiguriert hat kann die fertige Diashow erstellt werden. Den passenden Befehl findet man der Programmmenüleiste unter "Rendern"

Zum einen möchte 2ManDVD jetzt ein Verzeichnis zugewiesen bekommen, wo die gerenderte Diashow abgelegt werden soll. Weiter muss ein Name für die Diashow vergeben werden und es kann aus mehreren Möglichkeiten das passende Format bzw. die gewünschte Qualität ausgewählt werden.

Naja, das Ergebnis ist zugegebener Weise noch recht unspektakulär. Es soll ja auch nur das Ergebnis des Beispiels präsentieren.
Natürlich ist mit 2ManDVD wesentlich mehr drin und mit etwas mehr Zeit- und Arbeitsaufwand lassen sich richtig ansehnliche Diashow’s erstellen.

Links:

Projektseite:   http://2mandvd.tuxfamily.org/

Diese(r) Artikel / Beschreibung wurde mit folgendem System erstellt bzw. getestet.
openSUSE 11.3 (i586) | Kernel 2.6.34.7-0.5 | KDE 4.5.4

Wie nützlich findet ihr diesen Beitrag? (2ManDVD)

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OpenShot – einfach Videos unter openSUSE bearbeiten

OpenShot ist ein freier Video Editor für Linux. Die Entwicklung des Programmes wurde erst 2008 begonnen. Durch die kontinuierliche und schnelle Weiterentwicklung des Programms konnte vor einigen Wochen die Version OpenShot 1.0 veröffentlicht werden. Vor einigen Tagen legten die Entwickler nach und brachten gleich eine weitere neue Hauptversion der Applikation herraus. In OpenShot 1.1 sind nicht nur Fehlerbereinigungen eingeflossen, sondern auch zahlreiche neue Effekte kamen hinzu und die Geschwindigkeit des Programms beim Rendering und beim Start wurde stark verbessert.
Als weitere Neuerungen stehen dem Anwender Undo und Redo zur Verfügung. Der Exportbildschirm wurde weiter verbessert und zeigt unter anderem nur noch Formate an, die auch installiert sind.

Der Video-Editor OpenShot zeichnet sich durch eine intuitive Arbeitsweise aus und ist dadurch auch gerade für Anfänger in Sachen Videoschnitt sehr zu empfehlen.

Installation:

Das RPM Paket von OpenShot 1.1 für openSUSE 11.2 ist im Packman-Repository ( http://packman.iu-bremen.de/suse/11.2 ) enthalten.

Die Installation von OpenShot 1.1 für openSUSE 11.2 per YAST

Bedienung:

Mit dem Video-Editor OpenShot erzielt man wirklich in kurzer Zeit ansehnliche Ergebnisse. Auch Anfänger und Einsteiger. Und dabei ist OpenShot von den Möglichkeiten und der Funktionsvielfalt bei weitem kein Leichtgewicht.

Aber die sehr übersichtliche und bedienfreundliche Programmoberfläche macht das Programm für viele so attraktiv.

Die Arbeit mit OpenShot macht einfach Spaß. Ein sehr angenehmes Progamm.

Links:

OpenShot Projektseite: http://www.openshotvideo.com/

OpenShot bei Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/OpenShot_Video_Editor

Wie nützlich findet ihr diesen Beitrag ? (OpenShot)

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