Mediatomb – Medienserver für Linux

Wenn man Filme,ein Urlaubsvideo, Fotos oder auch Musik vom Computer zu einem anderen Gerät, wie z.Bsp. dem Smart-TV, eine Spielkonsole, ein Smartphone oder irgend ein anderes UPnP-fähiges Gerät streamen möchte, braucht man für diesen Zweck auf dem Computer einen Medienserver wie z.Bsp. das OpenSource Programm Mediatomb.
Mediatomb ist ein Free UPnP MedienServer und kann komfortabel über ein Webinterface Multimediainhalte für andere Geräte im Heimnetzwerk zur Verfügung stellen.

Installation:

Mediatomb kann bei openSUSE wieder per YaST oder Zypper installiert werden. Voraussetzung ist, dass das Packman Repository eingebunden ist.

 

mediatomb_002

Mediatomb Installation per YaST

 

 

Einrichtung:

Unter openSUSE muss nun noch die Firewall angepasst werden damit man von entfernten Geräten auf die Freigaben des Medienservers zugreifen kann. Dazu startet man YaST ( gibt auf Anfrage das Root Passwort ein 😉 )

Im YaST wählt man auf der linken Seite „Sicherheit und Benutzer“ und danach in der rechten Seite „Firewall“ aus.

Zuerst muss die Firewall gestoppt werden.

Zuerst muss die Firewall gestoppt werden.

 

Wenn die Firewall angehalten ist, klickt ihr links auf "Erlaubte Dienste"

Wenn die Firewall angehalten ist, klickt ihr links auf „Erlaubte Dienste“…

 

... und danach rechts auf "Erweitert"

… und danach rechts auf „Erweitert“

 

In dem nun folgenden Fenster tragt ihr hinter TCP-Ports die Ports 49152 49153 49154 ein. Wichtig! Beachtet das Leerzeichen zwischen den Ports als Trennung.

In dem nun folgenden Fenster tragt ihr hinter TCP-Ports die Ports 49152 49153 49154 ein. Wichtig! Beachtet das Leerzeichen zwischen den Ports als Trennung. Bestätigt diesen Dialog dann mit „OK“ und geht zurück zur Firewallübersicht.

 

Hier klickt ihr dann zuerst links auf "Start" und danach rechts auf "Einstellungen speichern und Firewall jetzt neu starten"

Hier klickt ihr dann zuerst links auf „Start“ und danach rechts auf „Einstellungen speichern und Firewall jetzt neu starten“ und zum Schluss unten rechts auf „Weiter“.

 

Zum Schluss gibt es eine Zusammenfassung der Firewallkonfiguration. Dort könnt ihr eure freigegebenen Ports noch mal kontrollieren.

Zum Schluss gibt es eine Zusammenfassung der Firewallkonfiguration. Dort könnt ihr eure freigegebenen Ports noch mal kontrollieren.

Programmstart:

Mediatomb startet erst mal unter openSUSE nicht automatisch. Den ersten Start von Mediatomb führt man im Terminal oder in der Konsole durch. Einfach durch Eingabe von „mediatomb“ (ohne Anführungszeichen).

 

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Nach der Eingabe von „mediatomb“

Da der Mediatomb Medienserver als Bedienoberfläche über ein Webinterface verfügt ruft man diese im Browser mit http://localhost:49152 auf dem Computer auf, auf dem Mediatomb auch installiert ist.

Das Webinterface von Mediatomb

Das Webinterface von Mediatomb

Mediatomb zeigt in seinem Webinterface einmal die Dateien (Filesystem) des Computers auf dem es installiert ist und seine eigene Mediendatenbank (Database), in dem es die freigegebenen Medien verwaltet. Wenn man jetzt ein Video von diesem Computer freigeben möchte, dann wechselt man in Mediatomb ins „Filesystem“ und hangelt  sich zu der Datei durch. Also, wie zum Beispiel bei mir: Mein Video liegt bei mir unter /home/thomas/Downloads/. Rechts werden mir jetzt die Medien in diesem Verzeichnis angezeigt. Um bei meinem Beispiel zu bleiben liegt da bei mir jetzt „Urlaubsvideo.avi“.

Rechts am Bildschirmrand neben „Urlaubsvideo.avi“ ist ein Plus-Icon. Dieses klicke ich mit der Maus ein mal an. Damit ist es in der Datenbank aufgenommen und wird freigegeben.

Danach wechsle ich auf der linken Seite zu „Database“. Dort gibt es jetzt unter „PC Directory“ einen Dateibaum bis zu meinem Freigabeverzeichnis und zu meinem freigegebenen Video.

 

Weiterführende Links:

Mediatomb Homepage (engl.)

wiki.ubuntuusers.de/Mediatomb (deu.)

easylinux.de/Artikel/ausgabe/2012/02/040-mediatomb-upnp/ (deu.) – Ist schon etwas älter, aber trotzdem noch sehr hilfreich.

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VLC media player – ein echter Multimedia-Alleskönner.

Update: Dieser Artikel vom September 2009 wurde im Januar 2012 aktualisiert

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Der schlanke VLC Media Player zählt zu den beliebtesten Wiedergabe-Programmen für Multimedia-Inhalte nicht nur in der Linux-Welt.  Auch viele Windows- und Mac User nutzen dieses hervorragende Programm.

Ein wichtiger Grund dafür ist der problemlose Umgang mit den häufigsten Video- und Audio-Formaten. So spielt der VLC etwa DVDs ( mit Menü ) genauso ab, wie Video-CDs, MP3s, MOV- und FLV-Dateien oder DivX.

Der Player unterstützt MPEG- und DivX-Streaming und kann damit auch Videos schon während des Downloads abspielen.  Man kann sich den Beginn des Films anschauen und prüfen ob sich der Download wirklich lohnt. Ebenso kann  man auch ZIP gepackte Files abspielen, ohne diese vorher entpacken zu müssen.

Die Lautstärke des Filmes kann künstlich auf bis zu 200 Prozent erhöht werden, falls das Video zu leise sein sollte. Zusätzlich kann der „VLC media player“ auch nach Albencovern suchen.

Eine Playlist-Funktion erlaubt das Abspielen mehrerer Filme hintereinander.
In der Version 1.0.x haben die Entwickler die Software um wichtige Formate ergänzt und den Grundstein für Blu-ray-Unterstützung gelegt. Darüber hinaus wurde der „VLC media player“ um neue Wiedergabe- und Aufnahme-Funktionen erweitert.

Der Funktionsumfang des „VLC media player“ ist so groß, dass er sich nur unzureichend wiedergeben lässt. Am besten den „VLC media player“ selber ausprobieren. Er gehört einfach zur Grundausstattung. ( bei einem Linux Computer gehört er schon zum „Guten Ton“ 😉 )

Installation:

Eine Möglichkeit, von der ich doch eher abraten möchte, ist die 1-Klick Installation über die Projektseite http://www.videolan.org/vlc/download-suse.html
Dabei wird das VideoLan Repository eingebunden. Dadurch passiert es, wenn man ebenfalls das Packman Repo eingebunden hat, dass man zwei Repos benutzt, die beide den „VLC media player“ und dazugehörige Dateien und Abhängigkeiten anbieten. Bei der Installation des „VLC media player“ kann es dann zu unzähligen nicht aufgelösten Abhängigkeiten und Problemen kommen, weil sich die Pakete aus beiden Repos mischen.

Ich selbst favorisiere die Installation aus dem Packman Repository. Das Repository von Packman sollte ohnehin auf jedem openSUSE System nicht fehlen und wird auch für die Installation des „VLC media player“ benötigt. Das Packman Repo habe ich bereits über die Community Repositories in meinem System eingebunden. Die Installation ist denn eigentlich keine Hürde mehr. YaST als Root starten. Über die Suchfunktion im YaST Modul „Software installieren oder löschen“ nach vlc suchen und installieren. Das war es schon.

Die Installation des VLC media players ist unter openSUSE die gleiche Prozedure wie bei jeder anderen Softwareinstallation per YaST auch.

Der VLC Player startet mit einem äußerst sparsammen und unscheinbarem Programmfenster. Diese Aufmachung lässt die tatsächlichen Fähigkeiten des VLC nur erahnen.

Der VLC Player startet mit einem äußerst sparsamen und unscheinbarem Programmfenster. Diese Aufmachung lässt die tatsächlichen Fähigkeiten des VLC nur erahnen.

Einige der Möglichkeiten im VLC

Einige der Möglichkeiten im VLC

Das Einstellungsfenster des VLC.

Das Einstellungsfenster des VLC.

Wem der „VLC media player“ doch zu spartanisch daher kommt, der kann sich den Player mit etlichen Skins verschönern. Auf der speziellen Skin – Webseite ist die Auswahl recht groß.

Ja auch das ist der VLC. Mit einem Skin von vielen verschönert.

Ja auch das ist der VLC. Mit einem Skin von vielen verschönert.

Fazit:
Der „VLC media player“ sollte auf keinem Linuxsystem fehlen. Wer Multimediadateien an seinem Linuxsystem komfortable und ohne Stress abspielen will, ist mit dem VLC bestens bedient. Auch in der Windowswelt läuft der VLC anderen Playern den Rang ab.

Links:
VLC media player bei Wikipedia
VideoLAN Projektseite

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Ordnung in der Musiksammlung

Es ist immer wieder ärgerlich, wenn der jeweilige Lieblingsplayer beim Auflisten und Abspielen der mühsamm zusammengetragenen Musiksammlung seinen vollen Funktionsumfang nicht komplett zur Schau stellen kann weil einige mp3 Stücke als „unbekannte“ Künstler oder „unbekanntes“ Album die ganze Ordnung durcheinander bringen. Schuld daran sind fehlende oder falsche Informationen in den mp3 Files, die so genannten ID3-Tags.
Durch einen Artikel von Tim Schürmann in der aktuellen Ausgabe der „EasyLinux“ ( 02/2010 ) bin ich jetzt auf ein Programm aufmerksam geworden, welches dem User viel Arbeit beim korrigieren der Musikstücke abnimmt.

Das Programm heist „MusicBrainz Picard„.

Ich habe an Hand des Artikels von Tim Schürmann das Programm unter openSUSE 11.2 32bit ausprobiert und möchte hier meine eigene Erfahrung mit „MusicBrainz Picard“ wiedergeben. Genau wie der Autor es erwähnt, hatte auch ich schon mal mit „EasyTAG“ begonnen die ID3-Tags einzelner Musikstücke manuell zu berichtigen bzw. zu vervollständigen. Aber bei einer etwas größeren Sammlung geht einem dabei schnell die Puste aus 😉
„MusicBrainz Picard“ dagegen automatisiert die ganze Sache im gewissen Maße und zapft einfach die Internet Musikdatenbank „MusicBrainz“ an und holt von dort die benötigten Informationen und speichert sie als die entsprechenden ID3 Tags in den mp3 Dateien. Auch die Formate Ogg, mp2, mp4, wma und FLAG kann das Programm verarbeiten.

Installation:
In dem Artikel wird für die Installation von „MusicBrainz Picard“ unter openSUSE 11.1 und 11.2 auf die Pakete der Heft DVD verwiesen. Mein erster Versuch war trotzdem die Suche in den gängigen Repositories für openSUSE. Und siehe da, es ist doch in einem Repo für openSUSE (in meinem Beispiel für openSUSE 11.2 – 32 bit) vorhanden.

Repository für „MusicBrainz Picard“ : http://download.opensuse.org/repositories/home:/dnh:/testing/openSUSE_11.2

Ich habe zur Suche im YaST die Paketsuche "Webpin" benutzt.

Und siehe da, das Programm ist unter dem Namen "picard" in dem Repo enthalten.

Von da aus kann auch gleich das jeweilige Repository hinzugefügt werden und die Software direkt installiert werden. Ich habe noch zusätzlich das Sprachpaket zur Installation ausgewählt.

Programmstart:

Das Programm trägt sich (zumindest bei KDE 😉 ) im K-Menue ein und kann über die Suchleiste gefunden werden.

...

Eine andere Möglichkeit das Programm zu starten wäre auch wieder der „KRunner„, den man mit der Tastenkombination  Alt  F2 aufruft.

Im KRunner trägt man dann im Eingabefeld wieder soviel vom Programmnamen ein, wie man weiß. Meistens wird das jeweilige Programm dann schon gefunden.

Bedienung:
Das Programm startet mit einem zweigeteilten Fenster.

Die erste Begegnung mit "MusicBrainz Picard"

Mit „Ordner hinzufügen“ hangelt man sich zum Ordner der Musiksammlung und öffnet diese. Das Programm liest nun die vorhandenen Musikstücke ein. Danach finden sich alle Stücke als unsortierte Liste in der linken Fensterhälfte wieder.

Als erstes werden alle gefundenen Titel unsortiert in der linken Fensterhälfte aufgelistet.

Mit einem Klick auf „Gruppieren“ wird eine Vorsortierung an Hand der bereits bestehenden ID3-Tags gestartet. Danach werden links die bereits erkannten Alben unter „Gruppen“ ganz unten angezeigt.

Die erkannten Alben werden nach einer Vorsortierung auf der linken Seite angezeigt.

Nun markiert man in der linken Fensterhälfte ein Album oder ein Lied welches in der Musikdatenbank gesucht werden soll und klickt auf „Lockup“. Danach wandert jedes indentifizierte Musikstück automatisch in die rechte Fensterhälfte in das entsprechende Album.

Die korrigierten Stücke werden in die rechte Fensterhälfte verschoben.

In der rechten Fensterhälfte zeigt "picard" mit den kleinen farbigen Rechtecken vor den Musikstücken an, wie sicher sich das Programm selbst mit seinem eigenen Ergebnis ist. Grünes Viereick bedeutet große Sicherheit. Je mehr die Farbe gen Rot tendiert, um so mehr muss man bei dem Ergebnis genau hinschauen und eventuell anderweitig prüfen.

Sollte diese Variante bei einigen Musikstücken nicht zum Erfolg führen, hat „MusicBrainz Picard“ noch ein Ass im Ärmel.
In der linken Fensterhälfte den Titel markieren und in der Symbolleiste auf „Prüfen“ klicken. Dann erstellt das Programm einen so genannten digitalen Fingerabdruck der mp3 Datei (PUID) und such an Hand dessen in der Datenbank.
Laut dem Autor sind beide Methoden nicht fehlerfrei und es ist manchmal noch Nacharbeit von Hand von Nöten.

Mein Fazit:

Das Programm ist eine große Hilfe. Es findet bei weitem nicht alle Lieder. Aber bei Musiksammlungen, bei denen große „Unordnung“ in den  ID3 Tags herrscht, hilft es ungemein. Gut ist auch, das „Picard“ sich den letzten Stand merkt mit dem man aufgehört hat und beim nächsten Programmstart dort weiter macht. Die bereits korrigierten Stücke und Alben sind dann bereits schon in der rechten Fensterhälfte.

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SMPlayer – Alleskönner-Videoplayer für Linux

smplayerSMPlayer kann fast jedes Filmformat zum Laufen bringen. Der kostenlose und unter der GPL stehende Multimediaplayer basiert auf dem MPlayer und kommt neben zahlreichen Codecs auch mit Untertiteln zurecht. Film- und Audiodateien wie AVI, MOV, MP3 oder WMA gibt der SMPlayer ebenso wieder wie DVDs, CDs und Internetstreams. Außerdem merkt sich SMPlayer alle Einstellungen: Startet man einen Film nach einer Pause neu, gibt dieser Player den Film an der letzten Stelle inklusive Audio- und Untertitel-Einstellungen wieder. Alle Funktionen der Multimediasoftware kann man alternativ über die Tastatur steuern. Unter der übersichtlichen Oberfläche steckt sind ein wahres Multimedia-Wunderwerk. Die Untertitel-Funktionen und die zahlreichen Optionen machen den kostenlosen SMPlayer zu einer ernsthaften Alternative.

Eine ausführlichere Beschreibung der Möglichkeiten des SMPlayer gibt es auf http://smplayer.sourceforge.net

SMPlayer unterstützt die folgenden Formate:

AVI, MKV, OGM, MPEG, VOB, 3GP, ASF, MOV, WMV, MP3, Ogg, WAV, WMA, AC3, M3U, SRT, SUB, SSA.

Installation :

openSuSE User installieren den SMPlayer einfach im YAST über „Software hinzufügen“ wenn das Packman-Repositorie als Online-Installationsquelle eingebunden ist.

Screenshots :

Das Hauptfenster des SMPlayer.

Das Hauptfenster des SMPlayer.

Das Menü "Öffnen"

Das Menü "Öffnen"

Das Menü "Wiedergabe"

Das Menü "Wiedergabe"

Das Menü "Video"

Das Menü "Video"

Das Menü "Audio"

Das Menü "Audio"

Das Menü "Untertitel"

Das Menü "Untertitel"

Das Menü "Navigation"

Das Menü "Navigation"

Das Menü "Optionen"

Das Menü "Optionen"

Der SMPlayer spielt fast alles ab, hat eine hervorragendes Bildqualität, ist einfach zu handhaben und ist einfach zu installieren. Ein Programm, dass bei keiner openSuSE Installation fehlen sollte.

Der SMPlayer spielt fast alles ab, hat eine hervorragendes Bildqualität, ist einfach zu handhaben und ist einfach zu installieren. Ein Programm, dass bei keiner openSuSE Installation fehlen sollte.

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