Analoges Fernsehen mit openSUSE

Obwohl analoges Fernsehen immer mehr durch das digitale TV abgelöst wird und bestimmt in absehbarer Zeit ganz verschwinden wird , haben viele User noch eine analoge TV Karte in einem älteren – oder auch Zweit-PC aus früheren Zeiten verbaut. Diese braucht auch unter openSUSE nicht ungenutzt bleiben. Linux und speziell auch openSUSE unterstützen viele analoge TV-Karten und stellen auch die entsprechende Software dafür zur Verfügung.

In diesem Artikel wollen wir das analoge Fernsehen am Beispiel von openSUSE 11.1 mit KDE 4.3.x, einer analogen TV-Karte Hauppauge WinTV und dem Programm KDEtv ( KDE3.x ) erläutern.


Ein Beispiel für eine Hauppauge WinTV - Karte für den PCI - Steckplatz in einem Desktop PC.  Diese gibt es inzwischen sehr preiswert und in verschiedenen Ausführungen und Ausstattungen.

Ein Beispiel für eine Hauppauge WinTV – Karte für den PCI – Steckplatz in einem Desktop PC. Diese gibt es inzwischen sehr preiswert und in verschiedenen Ausführungen und Ausstattungen.


Als erstes muss die TV-Karte eingerichtet werden. Dazu startet man das unter openSuSE tupische Konfigurationstool Yast und wählt links "Hardware" und danach rechts "TV-Karte" aus.

Als erstes muss die TV-Karte eingerichtet werden. Dazu startet man das unter openSuSE typische Konfigurationstool „Yast“ (natürlich als Root )  und wählt links „Hardware“ und danach rechts „TV-Karte“ aus.


Bei der Installation von openSUSE werden die meisten herkömmlichen analogen TV-Karten automatisch erkannt und konfiguriert. So das man mit einer umständlichen Treiber und Geräteinstallation kaum zu tun hat. Aber auch nachträglich ist das Einrichten einer TV-Karte kein Problem. Wieder werden die meisten Karten von der automatischen Hardwareerkennung erkannt und das erforderliche YAST Modul zu deren Einrichtung automatisch gestartet.


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Die eingebaute analoge TV-Karte wird in dem YAST Modul angezeigt. Ebenfalls wird angezeigt, ob die Karte bereits konfiguriert ist und welcher Treiber ( Modul) geladen ist. Um die weiteren Einstellungen für diese TV  Karte , wie z.Bsp. die TV Kanäle und den Sound, einzurichten klickt man in diesem Fenster auf den Button „Bearbeiten“


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In diesem Fenster kann man noch mal die automatisch erkannte Karte kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren. Da meine Karte und der Tuner korrekt erkannt wurde klicke ich hier gleich auf den Button „TV-Kanäle“


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Hier müssen jetzt noch (für unsere Region in Deutschland) die Option „TV-Standard“ auf PAL und die Option „Frequenztabelle“ auf Westeuropa geändert werden. Erst danach bringt ein Klick auf den Button „Kanäle abfragen“ die verfügbaren TV-Stationen zum Vorschein.


Im nächsten Schritt wird die Audioausgabe für die jeweilige TV- bzw. Radiokarte eingestellt. Die erkannten und vorkonfigurierten Soundkarten werden angezeigt und bei mehreren verfügbaren kann die gewünschte ausgewählt werden. Von hier kann man mit dem gleichnamigen Button auch noch mal direkt zur Soundkartenkonfiguration.

Im nächsten Schritt wird die Audioausgabe für die jeweilige TV- bzw. Radiokarte eingestellt. Die erkannten und vorkonfigurierten Soundkarten werden angezeigt und bei mehreren verfügbaren kann die gewünschte ausgewählt werden. Von hier kann man mit dem gleichnamigen Button auch noch mal direkt zur Soundkartenkonfiguration.


Sollte zu der TV- bzw. Radiokarte eine Infrarot Fernbedienung gehören, kann sie hier aktiviert werden.  Dazu wählt man dann das passende Kernelmodul aus führt einen anschließenden Test durch.

Sollte zu der TV- bzw. Radiokarte eine Infrarot Fernbedienung gehören, kann sie hier aktiviert werden. Dazu wählt man dann das passende Kernelmodul aus führt einen anschließenden Test durch.


Jetzt bekommt man noch mal zusammengefaßt angezeigt, was man in den Schritten davor als Konfiguration für die TV-Karte ausgewählt hat. Mit einem Klick auf "OK" wird diese Konfiguration gespeichert.

Jetzt bekommt man noch mal zusammengefaßt angezeigt, was man in den Schritten davor als Konfiguration für die TV-Karte ausgewählt hat. Mit einem Klick auf „OK“ wird diese Konfiguration gespeichert.


Die Konfiguration wird gespeichert. Die Einrichtung der TV Karte ist damit erledigt.

Die Konfiguration wird gespeichert. Die Einrichtung der TV Karte ist damit erledigt.




So nachdem die analoge TV-Karte unter openSUSE 11.1 erfolgreich und problemlos eingerichtet haben brauchen wir jetzt noch eine Software um Fernzusehen.   Ich benutze dafür das KDE Programm kdetv.

Leider gibt es in den Repositorys davon keine KDE 4.x Version. die Version die in den Repos verfügbar ist, ist für KDE 3.x. Diese funktioniert aber hervorragend. Natürlich muss man, wenn man eigentlich KDE 4.x benutzt und dann ein KDE 3.x Programm starten will, die entsprechenden KDE 3.x Bibliotheken nach – bzw. mitinstallieren. Das stellt aber kein Problem dar.  KDE 4.x hat kein Problem damit, KDE 3.x Programme samt den erforderlichen Bibliotheken zu starten.

TV – Software „Kdetv“


Auch "Kdetv" startet beim ersten mal mit einem Einrichtungsassistenten. Die erkannten Methoden zur Sendersuche ließt das programm automatisch aus den Fähigkeiten der installierten TV-karte aus.

Auch „Kdetv“ startet beim ersten mal mit einem Einrichtungsassistenten. Die erkannten Methoden zur Sendersuche ließt das Programm automatisch aus den Fähigkeiten der installierten TV-Karte aus.


In diesem Fenster müssen wieder einige Einstellungen an die jeweilige Region angepasst werden. Bei "Quelle" wechseln wir in diesem Fall auf "Television" und bei "Kodierung" auf "pal". Beim Suchlauftyp kann die empfohlene Einstellung beibehalten werden.

In diesem Fenster müssen wieder einige Einstellungen an die jeweilige Region angepasst werden. Bei „Quelle“ wechseln wir in diesem Fall auf „Television“ und bei „Kodierung“ auf „pal“. Beim Suchlauftyp kann die empfohlene Einstellung beibehalten werden.


Frequenztabellenauswahl: hier bitte "europa-west" auswählen. Bei der unteren Option am besten den Punkt " Nicht zu Ergebnisliste hinzugefügt" aktivieren und mit "weiter" zum nächsten Schritt.

Frequenztabellenauswahl: hier bitte „europa-west“ auswählen. Bei der unteren Option am besten den Punkt “ Nicht zu Ergebnisliste hinzugefügt“ aktivieren und mit „weiter“ zum nächsten Schritt.


Nun beginnt der automatische Sendersuchlauf. Alle gefundenen Sender werden kurz angezeigt und abgespeichert.

Nun beginnt der automatische Sendersuchlauf. Alle gefundenen Sender werden kurz angezeigt und abgespeichert.


Nach Beendigung des Sendersuchlaufs bekommt man eine Übersicht über alle gefundenen TV-Sender. Nun kann man noch entscheiden, ob diese Senderliste einer bereits vorher bestehenden Senderliste angehängt werden soll oder ob diese neue Senderliste die alte ersetzen soll. Wenn man den Sendersuchlauf zum ersten Mal durchlaufen lässt kommt diese Frage zwar auch aber dann ist natürlich das "Ersetzen der aktuellen Senderliste" die richtige Option.

Nach Beendigung des Sendersuchlaufs bekommt man eine Übersicht über alle gefundenen TV-Sender. Nun kann man noch entscheiden, ob diese Senderliste einer bereits vorher bestehenden Senderliste angehängt werden soll oder ob diese neue Senderliste die alte ersetzen soll. Wenn man den Sendersuchlauf zum ersten Mal durchlaufen lässt kommt diese Frage zwar auch aber dann ist natürlich das „Ersetzen der aktuellen Senderliste“ die richtige Option.


Und das war es schon. Ab jetzt kann man das Fernseherprogramm unter openSuSE mit dem KDE Programm "kdetv" genießen. Es gibt noch eine ganze Menge anderer TV-Programme unter Linux, aber dazu später in einem anderen Artikel mehr ... ;-)

Und das war es schon. Ab jetzt kann man das Fernsehprogramm unter openSUSE mit dem KDE Programm „kdetv“ genießen. Es gibt noch eine ganze Menge anderer TV-Programme unter Linux, aber dazu später in einem anderen Artikel mehr … 😉


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Es ist soweit, Zattoo funktioniert nicht mehr

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Nachdem vor einiger Zeit (siehe hier) der Zattoo Download für Linux auf der Projektseite von Zattoo verschwunden ist, funktioniert das Zattoprogramm jetzt unter Linux auch nicht mehr. Zu den Gründen hat hitman einen interessanten Artikel gefunden und als Kommentar gepostet. Wer das alte Zattooprogramm startet bekommt einen Hinweis, das die Version geupdatet werden muss. Auf der Seite von Zattoo gibt es aber keine neue Version, sondern nur das neue Zattoo-WebTV. Dieses Zattoo-WebTV läuft im Browser und soll die Desktop Applikation ablösen.


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Zattoo – Internetfernsehen mit Linux

ZattoologoMit dem Programm „Zattoo“ (http://zattoo.com/de) kann man auch unter OpenSuse Linux richtiges Fernsehen über das Internet empfangen.

Was PPLive, Sopcast & Co. für asiatische Sender, will Zattoo für Europa werden. Die Freeware erlaubt Ihnen mittels Peer-to-Peer-Technik über das Internet fernzusehen – und das mit Live-Streams. Vorrausgesetzt ist natürlich eine einigermaßen schnelle Internetanbindung.
Per Zattoo sind über 50 TV-Sender verfügbar, darunter die öffentlich-rechtlichen Programme ARD und ZDF inklusive der digitalen Sparten-Kanäle und der dritten Programme. Zudem werden DSF, Tele 5, Das Vierte, CNN, MTV, VIVA sowie Comedy Central gezeigt.
Daneben sind auch die größten Radiostationen mit dabei. Die Senderliste kann personalisiert werden, so dass nur noch die für Sie interessanten TV- und Radiosender angezeigt werden. Der integrierte EPG liefert Informationen zum TV-Programm der nächsten Woche. Wenn verfügbar, zeigt der virtuelle Programmführer auch noch Detailinformationen zu den einzelnen Sendungen.

Hinweis: Auf der offiziellen Webseite muss man sich registrieren – dazu benötigt man eine E-Mail-Adresse sowie ein freigewähltes Passwort. Diese Daten verwendet man, um sich nach dem Start des Zattoo-Players einzuloggen.

Minimale Systemanforderungen
* Intel P3 1.5 GHz
* 512 MB RAM
* Breitband-Internet-Verbindung
* Hardware: beschleunigte Grafikkarte empfohlen (mit OpenGL)

Installation:
Die installation von Zattoo erfolgt in diesem Fall bei OpenSuse nicht über die DVD bzw. nicht über irgendein Onlinerepositorie. Diesmal muss man das entsprechende RPM-Paket von der Herstellerseite downloaden und auf der lokalen Festplatte speichern.

* zuerst einen Account bei Zattoo anlegen (Benutzername und Passwort für die Anmeldung)
* das entsprechende Zattoo-RPM-Paket herunterladen aber noch nicht installieren
* falls noch nicht vorhanden folgende Pakete per YAST nachinstallieren: gtkglext, gnome-keyring und xulrunner.
* dann die heruntergeladene RPM-Datei zattoo-…..rpm mit der rechten Maustaste anklicken und Paket mit Öffnen mit und Installieren von Software installieren.
* Öffne ein Terminal- bzw Konsolenfenster im Rootmodus folgendermaßen: K-Menü-Anwendungen-System-Terminals-Terminal (Systemverwaltungsmodus).
* Gib im Fenster das Root-Passwort ein und dann den Befehl ldconfig /usr/lib/zattoo ein und drücke die Eingabetaste (Enter).
* Danach gibt man den Befehl für den symbolischen Link zur Datei libcurl.so.3 wie folgt ein:
ln -s /usr/lib/libcurl.so.4.0.1 /usr/lib/zattoo/libcurl.so.3
und drücke die Eingabetaste.
* Mit einem weiteren symbolischen Link kann man die Fehlermeldung ‚The Flash plugin does not seem to be installed…‘ vermeiden.
# gehe mit dem Befehl cd /usr/lib/zattoo/xulrunner/plugins/ in das Verzeichnis wo sich der zu korrigierende symoblische Link befindet.
# Löschen des symbolischen Link mit dem Befehl: rm libflashplayer.so
# Nun wird der neue symbolischen Link mit dem Befehl:
ln -s /usr/lib/browser-plugins/libflashplayer.so /usr/lib/zattoo/xulrunner/plugins/libflashplayer.so angelegt
* Nun sollte Zattoo funktionieren. Die beim Start notwendige Anmeldung mit Benutzername und Passwort kann man in einem Passwortmanager speichern. Zattoo macht dazu einen entsprechenden Vorschlag.

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