Nvidia Treiber Repository für openSUSE Tumbleweed

openSUSE Tumbleweed ist ja bekanntlich die Rolling-Release-Version von openSUSE mit den immer neuesten stabilen Paketversionen. Tumbleweed ist die openSUSE Version für Anwender, die ein bisschen mehr Aufwand bei der Pflege Ihres Systems nicht scheuen und dafür immer die neueste, aber stabile Software bekommen. Ich zähle mich selbst nicht gerade dazu. Mir liegt die Leap Ausgabe einfach mehr. Nicht zuletzt war bei mir persönlich auch immer die bisherige umständliche Installation des Nvidia Grafiktreibers bei Tumbleweed unter anderem ein Grund doch lieber bei openSUSE Leap zu bleiben.
Denn bislang mussten Nutzer von Tumbleweed den proprietären Nvidia-Grafikkartentreiber manuell installieren und jedes mal bei einem der zahlreichen Kernel-Updates auch manuell aktualisieren. Das war zwar nicht unmöglich und genügend Anleitungen in diversen Foren gibt es auch, aber es war nervig. Ich kam deshalb auch mit Tumbleweed nicht über einige Versuche hinaus.
Ab sofort gibt es aber nun auch für openSUSE Tumbleweed unter der Adresse „https://download.nvidia.com/opensuse/tumbleweed“ein Repository mit dem Nvidia Grafiktreiber. Dieses Verzeichnis mit dem Repository lässt sich übrigens nicht mittels eines Browsers einsehen.
Um unter Tumbleweed dieses Repository schnell hinzuzufügen startet man die Konsole und gibt folgendes ein:

zypper ar https://download.nvidia.com/opensuse/tumbleweed nvidia-tumbleweed

Anschließend installiert man den Treiber mit:

zypper inr

Alternativ kann man beides auch fix per YaST erledigen.

Das benötigte Kernel-Modul des Nvidia-Treibers wird sowohl bei der Installation des Paketes, als auch nach einem Kernel-Update automatisch gebaut.

Stefan Dirsch weist auf der openSUSE-Mailingliste darauf hin, dass unter Umständen GDM Probleme auftreten können. In  diesem Fall sollen Anwender auf XDM oder eine andere Alternative wechseln.

Quelle: openSUSE Mailingliste

https://lists.opensuse.org/opensuse-factory/2017-08/msg00281.html

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Upgrade von Leap 42.2 auf Leap 42.3 – Schritt für Schritt

In den Release Notes von openSUSE Leap 42.3 weisen die Entwickler darauf hin, das „nathlose Upgrade“ auf Leap 42.3 zu nutzen. Ich habe das mal auf eine andere Art ausprobiert.

Bisher habe ich für Versionsupgrades immer den Weg über das suseeigene Konsolenprogramm „zypper“ empfohlen und beschrieben. Andere Distributionen sind da schon weiter und bieten komfortablere Werkzeuge für diese Aufgabe an. (siehe z.Bsp. Linux Mint) Obwohl, das Upgrade mit zypper ist eigentlich äußerst komfortabel, überaus leicht zu bewerkstelligen und schnell erledigt. Also eigentlich optimal. Hat immer sehr gut bei mir funktioniert.

Aber aus irgendeinem Grund 😉 mögen Linux-Neulinge ( und für diese mache ich das hier) unsere geliebte Konsole nicht so richtig. Also dachte ich mir, muss es auch bei openSUSE einfach und ohne den Ausflug in die Welt der Textkonsole funktionieren. Einfach soll es sein! Nur mit YaST! Also mal los.

Das bei so einem Upgrade immer mal wieder etwas schief gehen kann und man sich vorher mit entsprechenden Sicherungen und Backups sorgfältig absichert, baue ich in diesem Artikel nicht mehr weiter aus, weil es oft genug erwähnt wurde.

1. YaST als Root starten

Das openSUSE Konfigurationstool YaST muss als Root gestartet werden. Dazu braucht man aber nur ganz normal das Icon anklicken. Die Passwortabfrage für Root kommt automatisch.

2. Vorbereitung: Software Quellen (Repositories) auf Leap 42.3 umstellen

In YaST wählt man unter dem Punkt „Software“ die „Software Repositories“ mit einem Mausklick aus

Bei den Repositories wählt man jeden einzelnen Eintrag aus und klickt anschließend auf „Bearbeiten“

Bei JEDEM Repository bzw. Eintrag, bei dem die Versionsnummer (in diesem Fall die 42.2) auftaucht, ändern wir diese in 42.3.

So muss es nach dem Ändern aussehen und mit „Ok“ bestätigen.

Letztendlich muss es dann bei ALLEN Repositories SO aussehen. Alle Repos müssen auf die neue Version umgestellt sein.

Wenn ein Repo dazwischen ist, welches gar keine Versionsnummer beinhaltet, so ist es Versionsunabhängig und kann unverändert bleiben.

Danach kann man die Repository Übersicht mit einem Klick auf „Ok“ schließen.

3. Upgradevorgang

Als nächstes starten wir in YaST den Menüpunkt “ Software installieren oder löschen“

In diesem YaST Fenster klicken wir mit der linken Maustaste nacheinander auf den Menüpunkt „Paket“ , dann auf „Alle Pakete“ und zuletzt auf „Aktualisieren falls neuere Version verfügbar“.

Die darauf folgende Information bestätigen wir mit „Fortfahren“

Jetzt kommt in der Regel, abhängig vom eigenen Umfang der bestehenden Installation, eine Warnung von Abhängigkeitskonflikten. Dies ist für viele die eigentliche Schwierigkeit und die größte Hürde bei diesem Vorgang.

Eine allgemeingültige Empfehlung für diesen Vorgang gibt es auf Grund der vielen individuellen Installationsmöglichkeiten nicht. Wichtig und Richtig ist: Die Konflikte müssen aufgelöst werden. In meinem Fall war es recht einfach, weil ich nur die Installation der neueren Version auswählen brauchte. Also auf dem Screenshot ist das der Punkt 2. “ Ersatz von Paket sowieso mit Version 1.2.3 durch Paket sowieso Version 1.3″ Jedenfalls MUSS dieser Dialog abgearbeitet werden. Wenn man das ignoriert oder mit den falschen Optionen auswählt kann man sich schnell das System versauen. Also hier ist Sorgfalt angesagt.

Man kann auch immer mal wieder zwischendurch nach einer Optionenauswahl den Button „OK erneut versuchen“ anklicken und so sehen, wie man eine Abhängigkeit nach der anderen gelöst bekommt.

So soll das Fenster aussehen, wenn alle Konflikte erfolgreich gelöst wurden und YaST nun bereit ist den Upgradevorgang zu starten.

Jetzt kann es vorkommen, dass man noch einige Lizenzbestimmungen akzeptieren muss bevor es weiter gehen kann.

Eine weitere Information sind die „Automatischen Änderungen“ . Diese hat YaST automatisch zur Installation ausgewählt, weil sie notwendig sind und damit Abhängigkeiten zu anderen Paketen erfüllt werden.
Mit „Fortfahren“ geht es weiter.

So, nun kann man sich erst mal zurücklehnen. 😉 Je nach Installationsgröße und der Geschwindigkeit der eigenen Internetanbindung wird die Aktualisierung etwas dauern.
Bei meinem Beispiel wurden 2640 Pakete mit 1,78 GB heruntergeladen und installiert und dies dauerte ca. 25 Minuten.

Wenn die Aktualisierung erfolgreich war, wird der Abschluss mit diesem Fenster angezeigt.

Nach einem Neustart des openSUSE Systems wird man schon am Bootloader sehen, dass openSUSE Leap 42.3 startet und kann sich unter anderem in dem jeweiligen Infozentrum des installierten Desktops von der Aktualisierung überzeugen.

Das war es schon. Wie schon erwähnt, war nach ca. einer halben Stunde alles erledigt. Sicherlich ist das keine Garantie, dass es bei jedem anderen System genauso gut funktioniert.

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Synology NAS Speicher per WebDAVs in openSUSE einbinden

Seit einiger Zeit bin ich ebenfalls, wie schon etliche vor mir, stolzer Besitzer einer Synology DiskStation. Bei mir werkelt ein eher kleineres Teil aus dieser Reihe, nämlich das DS 213j. Aber meine Begeisterung für diese, vereinfacht ausgedrückt Netzwerkfestplatte, kennt keine Grenzen.Ich will mich hier jetzt aber gar nicht zu Einzelheiten dieser DiskStation auslassen. Dafür gibt es etliche spezialisierte Seiten, Blogs und Foren, die das viel besser können.

Aber diese Netzwerk DiskStation hat auch einiges zu bieten, was gerade auch für Linuxer interessant ist. Da wären zum Beispiel, das man die ownCloud darauf betreiben kann und das man den Speicherplatz der Station per NFS und auch per WebDAVs in Linux einbinden kann. Und gerade letzteres finde ich sehr hilfreich, weil man so ( einige Voraussetzungen auf Synology DiskStation müssen erfüllt sein) mit einer verschlüsselte Verbindung übers Internet auf seinen heimatlichen Netzwerkspeicher zugreifen kann, wie auf einem lokalen Laufwerk. Und das ein mal eingerichtet und jederzeit verfügbar.



Was auf der Synology DiskStation für eine Verbindung per WebDAVs ( WebDAVs ist die verschlüsselte Variante von WebDAV 😉 ) konfiguriert sein muss werde ich hier auch nicht im einzelnen erläutern. Das ist recht einfach und die Benutzeroberfläche der DiskStation erklärt das sehr schön selbst und hilft durch alle Schritte die nötig sind, damit die Synology DiskStation auch von außen, vom Internet, erreichbar ist. Einschließlich Tipps für die Konfiguration des Routers.

Ich möchte hier nur den Part auf openSUSE Seite erklären, wie man den Speicherplatz der DiskStation per WebDAVs in KDE einbindet und so z.Bsp. über den Dateimanager Dolphin auf die Daten zugreifen kann.


Startet den KDE Dateimanager Dolphin und klickt links unter "Orte" auf "Netzwerk" und dann im rechten Fensterteil auf "Netzwerkordner hinzufügen".

Startet den KDE Dateimanager Dolphin und klickt links unter „Orte“ auf „Netzwerk“ und dann im rechten Fensterteil auf „Netzwerkordner hinzufügen“.


Daraufhin startet der Assistent für Netzwerkordner.

Daraufhin startet der Assistent für Netzwerkordner. WebDAV ist schon ausgewählt und das lassen wir auch so. Einfach auf „weiter“ klicken.


Hier kommen die notwendigen Informationen rein, um eine Verbindung zum Server und zum persönlichen Account aufzubauen.

Hier kommen die notwendigen Informationen rein, um eine Verbindung zum Server und zum persönlichen Account aufzubauen.

webdav _002

Der „Name“ der Verbindung ist frei wählbar. Spielt keine Rolle was da steht. 😉 Der „Benutzer“ muss identisch mit einem existierenden Benutzer auf der Synology DiskStation sein. Auch die Schreibweise muss exakt übereinstimmen.

Um eine verschlüsselte Verbindung zu der DiskStation aufzubauen musste man bei den Vorbereitungen auf der Station ein eigenes SSL Zertifikat erstellen. Wenn man dieses Zertifikat nicht beglaubigen lässt ( ich glaube so heißt das ;-[ ) und im oberen Fenster letztendlich auf „Speichern & Verbinden“ klickt, wird eben dieses Zertifikat vom System erst mal als unbekannt angemeckert. Die zwei Nachfragen, ob man dem Zertifikat trotzdem vertrauen will und dieses nur ein mal oder dauerhaft akzeptieren will kann man bei einem selbst erstellten Zertifikat ruhig tun. Danach wird die Verbindung zur DiskStation übers Internet erst hergestellt und es erfolgt die Passwortabfrage für den jeweiligen Benutzer.


Hier wird erst jetzt das Passwort für den Benutzer der Synology DiskStation abgefragt, dessen Speicherplatz hier ins System eingebunden werden soll.

Hier wird erst jetzt das Passwort für den Benutzer der Synology DiskStation abgefragt, dessen Speicherplatz hier ins System eingebunden werden soll. Diese Abfrage kommt jetzt nur bei der Ersteinrichtung.


Das war es eigentlich schon. Jetzt steht die neue Verbindung per WebDavs im Dolphin unter Netzwerk zu Verfügung.

Das war es eigentlich schon.
Jetzt steht die neue Verbindung per WebDAVs im Dolphin unter Netzwerk zu Verfügung.


Man kann dieses neue Netzlaufwerk natürlich noch komfortabler im Dolphin unterbringen, indem man es links unter „Orte“ mit einträgt. Dazu klickt man den neuen Netzwerkordner einmal an.


Jetzt sieht man oben in der Bearbeitungsleiste die gesamte Adresse. Beginnend mit webdavs, danach die Server-URL gefolgt von einem Doppelpunkt und dem Port und dem Benutzernamen. Das alles kopiert man mit der Maus in die Zwischenablage. ( also ganzen Text markieren, rechte Maustaste klicken und kopieren auswählen ;-) )

Jetzt sieht man oben in der Bearbeitungsleiste die gesamte Adresse. Beginnend mit WebDAVs, danach die Server-URL gefolgt von einem Doppelpunkt und dem Port und dem Benutzernamen. Das alles kopiert man mit der Maus in die Zwischenablage. ( also ganzen Text markieren, rechte Maustaste klicken und kopieren auswählen 😉 )


Dann mit der rechten Maustaste auf "Orte" klicken.

Dann mit der rechten Maustaste auf „Orte“ klicken.


Jetzt wird hier ein Name für diese Verknüpfung vergeben. Der ist wieder frei wählbar. Unter diesem Namen wird die WebDav Verbindung dann unter "Orte" im Dolphin zu finden sein. Und bei Ort klickt Ihr mit der rechten Maustaste rein und wählt "Einfügen" Damit fügt Ihr dort die vorher in die Zwischenablage kopierte Adresse ein. Dann wählt Ihr euch noch ein schönes Icon für diese Verbindung aus.  Das untere Häckchen würde ich persönlich raus lassen. Vielleicht ist es noch mal gut wenn man auch von anderen Anwendungen auf diesen Speicher zugreifen kann.

Jetzt wird hier ein Name für diese Verknüpfung vergeben. Der ist wieder frei wählbar. Unter diesem Namen wird die WebDAV Verbindung dann unter „Orte“ im Dolphin zu finden sein.
Und bei Ort klickt Ihr mit der rechten Maustaste rein und wählt „Einfügen“ Damit fügt Ihr dort die vorher in die Zwischenablage kopierte Adresse ein. Dann wählt Ihr euch noch ein schönes Icon für diese Verbindung aus.
Das untere Häckchen würde ich persönlich raus lassen. Vielleicht ist es noch mal gut wenn man auch von anderen Anwendungen auf diesen Speicher zugreifen kann.


Und finish !!!  Da ist der eben per WebDavs eingebundene Speicher der Synology Diskstation. Die Verbindung verschlüsselt übers Internet und ein Mausklick drauf und der Speicher ist wie ein Netzlaufwerk sofort verfügbar.

Und finish !!!
Da ist der eben per WebDAVs eingebundene Speicher der Synology DiskStation. Die Verbindung verschlüsselt übers Internet und ein Mausklick drauf und der Speicher ist wie ein lokales Laufwerk sofort verfügbar.


Alternative NAS Systeme von Synology:


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bootablen USB Stick mit openSUSE erstellen

openSUSE 13.1 nähert sich mit großen Schritten der Fertigstellung (13.Nov.) . Zeit, sich mal damit zu beschäftigen wie man openSUSE auf einen bootbaren USB Stick bekommt. Immer mehr User nutzen diese Möglichkeit, statt eine CD oder DVD zu brennen. Diejenigen, die noch gar kein Linux auf ihrem Computer haben und es mit Windowsprogrammen erledigen müssen greifen auf eine Vielzahl von Möglichkeiten und Programmen zurück, die ausgiebig in den Weiten des Internets erklärt sind.

So ein hervorragendes Tool wie Unetbootin zum Beispiel gibt es für Linux, MacOS und Windows. Den Einsatz von Unetbootin in openSUSE habe ich hier beschrieben.

Mir geht es hier heute aber um das openSUSE eigene Bordmittel, mit welchem man diese Aufgabe kinderleicht erledigen kann. Dem SUSE STUDIO Imagewriter. Der ist keineswegs neu und mindestens schon seit einer Version 11.x in openSUSE enthalten. Natürlich kann man unter Linux auch fix mit Konsolenbefehlen ein Image auf einen USB spielen, aber wesentlich angenehmer geht es mit einer grafischen Oberfläche wie die des Imagewriters.

Mit dem SUSE STUDIO Imagewriter macht man nicht mehr und nicht weniger, als ein Images (Betriebssystemabbild) so auf einen USB Stick zu schreiben, daß dieser mit dem draufgespielten Images bootbar wird.

Installation:

Der SUSE STUDIO Imagewriter ist im openSUSE Standardrepository enthalten und kann fix mit YaST oder zypper installiert werden.


bla


Anwendung:

Das Programm benötigt Rootrechte und fragt das Rootpasswort beim Starten ab.


bla

Danach kann man entweder per Drag&Drop eine Imagesdatei in das gestrichelte Feld ziehen und fallen lassen oder man klickt in das gestrichelte Feld und wählt in dem folgenden Dialog die entsprechende Imagedatei aus.


bla

Und so siehts aus wenn man eine Imagedatei ausgewählt hat. Nun unten in dem einzigen Dropdownmenü noch den richtigen USB Stick ausgewählt und mit einem Klick auf „Write“ gehts los.


Sicherheitshalber erwähne ich hier noch mal für jene, die sowas zum ersten Mal ausprobieren, dass bei diesem Vorgang sämtliche Daten, die auf dem USB Stick vorhanden sind, gelöscht werden. Der Imagewriter weist darauf auch mit einem kurzen englischen Hinweis hin.

Also, wie gesagt. openSUSE 13.1 ist im Anmarsch. Für alle die es bisher noch nicht genutzt haben die beste Gelegenheit dieses mal einen USB Stick statt einer CD oder DVD zu bemühen.


Have a lot of fun …



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Packer Peazip5.0 unter openSUSE 12.3 ausprobiert

In der aktuellen Ausgabe 09/2013 von LinuxUser habe ich gerade vom Archivmanager Peazip 5.0 gelesen und wollte mir den gleich mal unter openSUSE 12.3 ansehen.

Peazip 5.0 ist ein Pack- und Entpackprogramm, welches mit über 150 verschiedenen Kompressionsformaten zurechtkommt und sich selbst als freie Alternative zu WinZip und WinRar sieht. Man kann es durch Add-ons erweitern und durch Themes umgestalten. Es gibt es für mehrere Betriebssysteme wie z.Bsp. Linux, Windows (32 and 64 bit) und ReactOS und auch als portable Version für die Benutzung vom USB Stick.  Man kann damit die Integrität von Archiven testen und auch von einem zum anderen Format konvertieren. Der Kompressionsgrad kann vom Benutzer geändert werden und die Archive können mit einem Passwort vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Alles in allem ein interessanter Packer, der mal einen Blick wert ist. Zumal sich der Fensteraufbau von Peazip mehr an einem Dateimanager anlehnen soll. Also mal sehen …

Installation:

Meine erste Suche (und prinzipiell erste Anlaufstelle) im „YaST –> Software installieren oder löschen“ verlief ergebnislos. In den Standard- und allgemeinen Communityrepos von openSUSE ist Peazip also nicht vertreten.


peazip_1

Über die Softwareinstallation per YaST mit „herkömmlichen“ Repositories war Peazip 5.0 nicht zu finden.

Fündig wurde ich bei der Paketsuche auf http://software.opensuse.org/search.


peazip_2

In der Paketsuche auf http://software.opensuse.org/search kann man Peazip für openSUSE finden.

Um Peazip für openSUSE 12.3 zu installieren muss man sich ein s.g. Homerepository einbinden. Für die Version 5.0 zum Beispiel das von Eric Schirra (ecsos).


peazip_3

Wenn man ein fertiges Paket von Peazip für openSUSE sucht, muss man auf ein Homerepository zurückgreifen.

Ich greife auf Homerepos die ich eigentlich nicht kenne, immer mit gemischten Gefühlen und eher ungern zu. Aber wenn man ein fertiges Paket für ein Programm sucht und nicht in der Lage ist es selbst zu kompilieren, hat man nur wenige Alternativen.

Eine weitere Möglichkeit wäre der direkte Download von der Projektseite. Dort bieten die Entwickler fertige RPM Pakete für QT basierende Oberflächen (z.Bsp. KDE) und für GTK basierende Oberflächen (z.Bsp. Gnome) an. Ich bleibe jetzt aber doch bei dem speziell für openSUSE 12.3 gefertigtem Paket aus dem o.g. Homerepository.


peazip_4

Ich habe also den „1 Click Install“ Link für die Version 5.0 angeklickt. Die Datei „peazip.ymp“ kann direkt mit YaST 1-Klick-Installation geöffnet werden.


peazip_5

YaST fragt jetzt noch mal die Bestätigung für die hinzuzufügenden Repositories ab. Warum YaST das Update Repo für 12.3 immer wieder mit aufführt weiß ich nicht. Dieses ist schon längst im System vorhanden.

Achtung: Hier habe ich explizit das Häckchen bei „“Behalte diese Repositories nach der Installation als Bezugsquelle“ entfernt. Somit erhalte ich zwar keine Aktualisierungen für das Programm, ist aber sicherer.


peazip_6

Kurz bevor die Installation jetzt startet will YaST noch eine Bestätigung des zu installierenden Paketes und …


peazip_7

… fasst jetzt alle anstehenden Änderungen noch mal zusammen bevor es wirklich zu Änderungen am System kommt. Wer einen Rückzieher machen wollte, hätte jetzt die letzte Gelegenheit dazu. Aber so dramatisch wie es klingt ist es gar nicht. Diese Vorgehensweise ist bei YaST immer gleich.

Wenn man jetzt auf „weiter“ klickt beginnt der ganz normale Installationsprozess, wie er immer bei Installationen per YaST unter openSUSE abläuft. Es wird das Root-Passwort abgefragt und der Fortsschritt angezeigt bis schließlich die erfolgreiche Installation vermeldet wird. Dieses habe ich jetzt mal fix abgekürzt.

Peazip:


peazip_8

Die Oberfläche von Peazip hat mich dann doch etwas überrascht. Im positiven Sinne.

Peazip kommt mit einer modernen, freundlichen und übersichtlichen Oberfläche daher. Kam in dem Zeitschriftenartikel gar nicht so rüber.  Über den Menüpunkt „Option –> Languares“ lässt sich die Bedienoberfläche von Peazip fix auf Deutsch umstellen. Wie der Fensteraufbau es schon vermuten lässt, läuft die ganze Bedienung dieses Packertools wie bei jedem anderen normalen Dateimanager.

Die wichtigsten und häufigsten Funktionen sind oberhalb in großen Button abgelegt. Viele weitere Funktionen, wie Dateiwerkzeuge, Sortier- und Suchfunktionen sind im Kontextmenü rechte Maustaste „versteckt“. Will damit sagen, dieses kleine Tool kann wieder wesentlich mehr als der erste Eindruck vermuten lässt.


peazip_9

Ein Klick mit der rechten Maustaste auf ein Archiv oder eine Datei bringt weitere Möglichkeiten zum Vorschein.


Fazit: Alles in allem scheint mir PeaZip eine interessante und frische Alternative für Ark zu sein.

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Keine Internetverbindung nach openSUSE 12.3 Installation ?

Der User Ado war so freundlich und hat an openSUSE-lernen.de seine Lösung des o.g. Problems für openSUSE 12.3 geschickt. Mit wenigen Klicks kann nämlich dieser Umstand fix behoben werden. Damit in diesem Fall auch anderen Betroffenen geholfen werden kann möchte ich Ado,s Einsendung hier veröffentlichen.

Vielen Dank für diesen Tipp.

Hallo,
da viele User nach der Installation von openSUSE 12.3 keine Internetverbindung haben, wollte ich die Lösung hier veröffentlichen.
Nach der Installation von 12.3 war das auch bei mir der Fall. Also:
Nach der Installation:
1. Yast öffnen
2. Netzwerkgeräte –> Netzwerkeinstellungen anklicken
3. Reiter Globale Optionen anklicken
4. Kästchen „Benutzergesteuert mithilfe von NetworkManager“ muss aktiviert werden
5. Auf OK klicken
Die Verbindung zum Internet wird hergestellt und die Daten von Networking Interface,WLAN Inerface werden in Networkmenager angezeigt.
Eventuell Neustarten
Das war’s und ich freue mich wenn ich helfen konnte.

Ado

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KDE 4.10 Pakete für openSUSE

Bereits gestern, Mittwoch den 06.Februar, hat das KDE Projekt die Version 4.10 der Software Compilation bekannt gegeben. Ich will hier gar nicht noch mal die umfangreichen Neuerungen, die KDE SC 4.10 mitbringt auseinander nehmen.

Das kann man bereits ausführlich in mehreren Artikeln, z.Bsp.von Hans Joachim Bader auf Pro-Linux.de und von Anika Kehrer auf Heise.de nachlesen. Es lohnt sich das mal in aller Ruhe durchzulesen. Da sind einige interessante und wirklich gelungene Neuerungen und Verbesserungen in KDE 4.10 eingeflossen.

Mir geht es jetzt vielmehr darum, dass die entsprechenden Pakete bzw. Repositories von KDE 4.10 für openSUSE verfügbar sind. Auch wenn im deutschen openSUSE Wiki bis jetzt noch nicht die aktuellen KDE 4.10 Repos unter Upstream Release angezeigt werden. Laut der Wikianzeige befindet sich noch die 4.10 Beta im Faktoryzweig. Jedenfalls sind die KDE 4.10 Pakete aus dem Faktoryzweig momentan älter als die aus dem Releasezweig.


kde410

Dieses dunkle Thema ist das neue Standardthema von KDE 4.10. Eigentlich wirkt es sehr angenehm und elegant. Bei meinem Desktop aber kommt es mir irgendwie nicht passend vor und ich werde wieder zu einem helleren Thema wechseln. Alles ist möglich. 🙂

Also wenn Ihr KDE SC 4.10 bei eurem openSUSE 12.2 ( bisher sind nur für 12.2 Pakete vorhanden) einspielen wollt, müsst Ihr folgende Repositories in euer System einbinden.:

KDE SC 4.10 Release : http://download.opensuse.org/repositories/KDE:/Release:/410/openSUSE_12.2/

KDE SC 4.10 Extra : http://download.opensuse.org/repositories/KDE:/Extra/KDE_Release_410_openSUSE_12.2/

und danach entweder mit zypper oder YaST das System aktualisieren. Wie das genau geht habe ich hier mal an einer früheren Version vorgestellt. Wichtig ist, das man das Vermischen von KDE Paketen verschiedener Repositories vermeidet. Das bedeutet, wenn ihr die o.g. Repos in euer System einbindet solltet ihr die „alten“ bisher eingebundenen KDE Repositories entfernen oder zumindest deaktivieren.


Das neue KDE Infozentrum zeigt KDE 4.10 unter openSUSE 12.2

Das neue KDE Infozentrum zeigt KDE 4.10 unter openSUSE 12.2


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Problem mit dem KDE 4.8.3 Update

In diversen Foren ist im Zusammenhang mit dem Update unter openSUSE auf KDE 4.8.3 ein Fehler bekannt geworden, bei dem nach dem Update  kein grafischer Login mehr möglich sein soll bzw selbiger nur im “Abgesicherten Modus” funktioniert. Bei meinem eigenen Update mit einem meiner Rechner unter openSUSE 12.1 bei dem ich auch die Release-Repos nutze konnte ich diesen Fehler ebenfalls feststellen. Beim Loginfenster kam ich nach Eingabe des Passwortes immer wieder in eine Schleife und landete wieder beim Loginfenster. Bei Updates bei denen ich die Factory Repos genutzt habe ist dieser Fehler nicht aufgetreten.

 

Wie sich herausstellt liegt das Login-Problem wohl an einem falschen Eintrag für den “Anmeldemanager” .

 

Um das zu korrigieren geht ihr folgendermaßen vor:

 

Wenn Ihr ebenso nach dem Update bei dem Login Fenster hängen bleibst könnt ihr entweder die KDE Session im „abgesicherten Modus“ starten oder ihr wählt einen anderen Fenstermanager ( falls vorhanden) zum starten aus. Bei mir stand unter anderem auch noch der Fenstermanager „icewm“ zur Verfügung. Dieser bringt zwar keinen wirklich komfortabler Desktop zum Arbeiten mit, ist aber ausreichend um diese Fehlerbehebung durchzuführen. Ich habe mein openSUSE 12.1 also in diesem Fall ab dem Login Fenster mit dem Icewn gestartet. Auch von da kommt man gut an Yast ran und nur das brauchen wir jetzt. 😉

Yast starten > links „System“ auswählen und dann rechts „Editor für ect/sysconfig“ anklicken

 

Hier klicken wir uns wie auf dem Screenshot zu sehen durch „Desktop“ > „Window Manager“ > „Default_WM“

 

Auf der rechten Seite wählen wir dann aus dem Dropdown-Menü statt „KDE4“ den Eintrag „KDE“ aus und speichern die Auswahl mit einem Klick auf „OK“.

 

Danach kann der Editor und Yast geschlossen werden und nach einem Neustart des Systems sollte das normale Login in die KDE Umgebung wieder funktionieren. Ich nehme an, dass dieser Fehler auch bald durch die KDE Entwickler ausgeräumt sein sollte. Nur bis dahin kann man sich mit dem oben beschriebenen behelfen.

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KDE Version unter openSUSE updaten

Ich möchte eine Möglichkeit erläutern, wie man unter openSUSE mit grafischen Mitteln von der einen KDE Version zur nächst höheren updaten kann.

 

1. Zuerst stelle ich fest, welche KDE Version ich überhaupt bisher installiert habe. Dazu klicke ich auf’s KMenue > Registerkarte „Computer“ und da auf „System Information“ Dann kommt man zu diesem Fenster mit allerlei nützlichen Informationen, unter anderem auch die KDE Version. Natürlich gibt es auch noch einige andere Wege um an dieses Fenster bzw. an diese Information zu gelangen.

Als Ausgangsbasis habe ich also KDE 4.8.2 installiert.

 

2. Danach rufe ich in einem Webbrowser z.Bsp. Firefox die deutsche openSUSE Wiki mit den KDE Repositorys http://de.opensuse.org/KDE_Repositorys  auf und klicke auf die entsprechende KDE Version die ich installieren möchte.

 

http://de.opensuse.org/KDE_Repositorys

 

3. Auf dieser Seite erhalten wir die Repositorieadressen für die Paketarchive „Kern“, „Extra“ und „Unstable Playground“ Hieraus werden gleich die Adressen einzeln in Yast kopiert und dort eingebunden

Wer genau wissen möchte was sich hinter den einzelnen Repositorybezeichnungen „Kern“, „Extra“ und „Unstable Playground“ verbirgt, der kann das kurz in der openSUSE Wiki nachlesen. Welches Repository man einbinden sollte richtet sich nachdem, welche Software man möchte bzw. installieren will. Das Kern- und Extra Repo kann man bedenkenlos benutzen. Das „Unstable Playground“ ist wie den Name schon sagt nicht mit den stabilsten Paketen bestückt und sollte mit der nötigen Vorsicht eingesetzt werden.

 

4. Das Browserfenster sollte im Hintergrund geöffnet bleiben. Jetzt starten wir YAST (natürlich als Root mit dem entsprechenden Passwort) und wählen links „Software“ und rechts „Software-Repositories“

 

5. Wie auf meinem Screenshot zu sehen, habe ich Factory Repos von KDE eingebunden. Diese sind für Anwender die ein stabiles Problem brauchen nicht zu empfehlen. Hier kann man entscheiden, ob man die bisherigen KDE Repositories bearbeiten (ändern ) oder entfernen und neue hinzufügen möchte. Kommt beides auf’s selbe raus. Wichtig ist nur, dass man nicht verschiedene KDE Repos mit verschiedenen KDE Versionen gleichzeitig benutzt und so ein vermischen der KDE Pakete ermöglicht. Das könnte ein instabiles System zur Folge haben. Also entweder die alten KDE Repos „ändern“ oder „deaktivieren“ oder sogar „entfernen“ bevor die neuen hinzugefügt werden.

 

6. In diesem Fenster wird , wie im Screen zu sehen, die Option „URL angeben“ markiert und „weiter“ Dann gehen wir zurück zum Browserfenster und holen uns den gewünschten Link für die gewünschte KDE Version und…

 

7. tragen den kopierten Link in das dafür vorgesehene Feld im Yast Dialog ein. Der Name des Repositories kann frei gewählt werden.

 

8. Die neu eingefügten Repositories werden eingelesen und das eigentliche Aktualisieren des KDE Desktops kann gleich beginnen.

 

9. Im Yast-Fenster klickt ihr auf „Paket“ – „Alle Pakete“ – „Aktualisieren falls neuere Version verfügbar“

 

10. Die große Anzahl der zu aktualisierenden Pakete deutet schon darauf hin, dass ein größeres KDE Update bevorsteht.

 

11. GANZ WICHTIG! Es kann sein (muss aber nicht zwangsläufig 😉 ) das Yast vor dem Einspielen der Pakete „ungelöste Paketabhängigkeiten“ bemängelt. In diesem Fenster werden dann die „Probleme“ angezeigt, die YAST nicht selbstständig auflöst sondern von euch eine Entscheidung will. Auf keinem Fall solltet ihr eine ungelöste Abhängigkeit „ignorieren“. Das führt früher oder später oft zu Systemschwierigkeiten bis in einzelnen Fällen zu einem kaputten System. Ihr müsst euch da durcharbeiten bis YAST mit allen Entscheidungen zufrieden ist. Ein gutes Zeichen dafür ist, wenn es bei jedem „Ok, Neu prüfen“ weniger ungelöste Abhängigkeiten, statt mehr werden. Sollte man sich dabei verhaspeln, sollte man lieber die ganze Aktion abbrechen und die Softwareaktualisierung noch mal neu beginnen und mit anderen Entscheidungen versuchen.

 

12. Hier zeigt YAST noch mal alle vorgesehenen Änderungen an. Mit einem Mausklick auf „Annehmen“ geht die Installation los.

 

13. Je nach Internetgeschwindigkeit dauert es etwas bis ein ganzes KDE Update heruntergeladen und installiert ist. Auf jeden Fall macht sich anschließend ein Neustart gut, damit die neue KDE Version zum Zuge kommen kann.

 

Fazit:

 

Und schon haben wir die nächst höhere KDE Version, in diesem Fall KDE SC 4.8.3 auf unserem Rechner.

 

Niemals vergessen, vor solchen großen Änderungen am System: Immer vorher wichtige Daten, Dateien und Einstellungen extern sichern. Es kann immer mal was schief gehen 😉

 

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KDE 4.8 für openSUSE

Das KDE Projekt hatte vor einigen Tagen die Version 4.8 seiner Desktopumgebung veröffentlicht. Es sind eine ganze Menge Neuerungen, Verbesserungen und Fehlerbereinigungen in KDE 4.8 eingeflossen. Inzwischen sind auch die entsprechenden Repositories für openSUSE 11.4 und 12.1 fertiggestellt, so dass jeder sich relativ einfach KDE 4.8 bei seinem openSUSE installieren kann.

Lisufa hat in seinem Blog bereits eine sehr gute Erläuterung der Neuerungen bei KDE 4.8 und eine ausführliche und gut verständliche Installationsanweisung für openSUSE veröffentlicht. Deshalb werde ich mich hier nicht noch mal darüber auslassen und empfehle allen, die KDE 4.8 unter openSUSE 11.4 oder 12.1 installieren wollen seinen Artikel. Lisufa ist auf alle Details eingegangen und hat die Installation per zypper (Kommandozeile) oder auch die grafische Installation mittels YaST beschrieben.

Das wesentliche in Kürze:

  • die Repositories für KDE 4.8 im openSUSE entweder per Zypper (Kommandozeile) oder mittels YaST (grafisch) einbinden und alle anderen KDE Repositories mit anderen KDE Versionen entweder entfernen oder zumindest deaktivieren um ein Vermischen der Pakete zu verhindern.
  • Installation der neuen Pakete mit unbedingtem korrektem Auflösen aller Abhängigkeiten

Bei mir hat das Upgrade von KDE 4.7.4 auf KDE 4.8 bei openSUSE 12.1 nach Lisufa’s Anleitung problemlos funktioniert.

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