Paketquellen für mein openSUSE

Viele openSUSE Neuein- und Umsteiger stehen recht bald vor der Frage:

Wo bekomme ich Aktualisierungen und Software für mein openSUSE her ?

Das bei Linux diese Dinge in s.g. Repositories geregelt sind wissen dann auch die meisten recht schnell. Man muss dann also nur die entsprechenden Repositories per Yast oder zypper in sein System einbinden und schon steht dem System alles zur Verfügung was es braucht ( und manchmal sogar mehr 😉 )

Was sind Repositories ?

Repositories (engl. für Lager, Depot, Quellen oder Archiv) sind in diesem Fall Softwarearchive im Internet. ( ausführliche Erläuterung von Wikipedia ) Für Umsteiger aus dem Windowslager sind diese Repositories ( manchmal alleine schon wegen des ungewöhnlichen Wortes 😉 ) meisten Neuland. Dabei gehören sie genauso zu Linux wie der Virenscanner zu Windows ;-). Man braucht sie einfach.

Wo finde ich diese Repositories ?

Und zwar für openSUSE gut sortiert im offiziellen deutschen openSUSE Wiki. Dort findet man die Links zu Softwarequellen für alle Eventualitäten. Das WikiTeam von openSUSE hat da inzwischen sehr gute Arbeit geleistet und eine wirklich ausführliche und übersichtliche Auflistung der Repositories für openSUSE Anwender erstellt.

Warum sollte man zusätzliche Repositories einbinden?

Wenn man ein openSUSE System installiert hat man den aktuellen Softwarestand zur Zeit der Veröffentlichung dieser openSUSE Version. Aber die Zeit und die Entwicklung bleiben ja nicht stehen.Wenn man die richtigen Softwarequellen im System eingebunden hat, hält sich das System fast von selbst auf den neuesten Stand und es entgeht einem keine Programmaktualisierung. Außerdem hat man Zugriff auf unzählige zusätzliche, z.T. neue Programme, mit denen man sein System erweitern bzw. vervollständigen kann. openSUSE hat bei der Veröffentlichung auch nicht gleich alles mit an Bord. Zum Beispiel bestimmte lizenzbelastete Software, wie Videocodecs oder der Flashplayer oder auch die kommerziellen Grafiktreiber von Nvidia und AMD/ATI müssen, wenn man sie haben möchte, über zusätzliche Repositories nachgeladen werden. Auch bestimmte Treiber/Module für manche Geräte, wie WLAN oder WebCams kann man aus den Repos nachinstallieren.

Ein Beispiel: openSUSE 11.4 ist mit KDE 4.6.0 ausgeliefert worden. Inzwischen hat das KDE Projekt KDE 4.7.2 als stabile Version frei gegeben. Auf http://dewiki.opensuse.org sind die Repositories gelistet. Wer jetzt mit seinem openSUSE 11.4 auf KDE 4.7.2 wechseln möchte, muss nur alle anderen eingebundenen KDE Repos deaktivieren und die für KDE 4.7.2 einbinden. Danach ein Systemupdate und schon hat man den aktuellsten Desktop.

Aber auch hier gilt der Grundsatz:   Manchmal ist weniger mehr !

Wenn man mal von Testwilligen und Risikofreudigen absieht, sollte man nur die Repositories einbinden die man wirklich braucht und über dessen Inhalt man sich im klaren ist. Ein völlig planloses sammeln und einbinden der Repositories gefährdet die Stabilität des Systems.

Wie bindet man zusätzliche Repositories ein?

Im Yast sind schon bestimmte Community Repositories vorausgewählt, die man durch einen Klick gleich einbinden kann. Das Einbinden der Community Repositories habe ich schon mal in diesem Artikel beschrieben.

 

Für alle anderen Repositories, die nicht in der Liste „Community Repositories“ stehen, will ich es hier erläutern.

 

Auf der Seite http://dewiki.opensuse.org/Paket_Repositories findet man die wichtigsten Repositories für sein openSUSE

 

Im Yast ( als Root starten brauche ich wohl kaum noch erwähnen 😉 ) wählt man links „Software“ und rechts „Software-Repositories„. In dem anschließenden Fenster „Konfigurierte Software Repositories“ klickt man unten Links auf „Hinzufügen

 

In diesem Fenster lässt man die Option "URL angeben" aktiviert und klickt auf "Weiter"

 

Dann geht man noch mal im Browser zurück zu http://dewiki.opensuse.org/Paket_Repositories und sucht sich das entsprechende Repository, welches man einbinden möchte. Mit der rechten Maustaste kann man die Linkadresse in die Zwischenablage kopieren.

 

Dabei ist darauf zu achten, dass man das Repo für die richtige Version benutzt. Bei jedem Repository wird durch einen kurzen Zweizeiler auf den Inhalt hingewiesen.

Danach wechselt man wieder zu YaST, wo inzwischen folgendes Fenster geöffnet sein sollte.

 

Bei Repository Name kann man eine beliebige Bezeichnung eintragen.

 

Aber im eigenen Interesse sollte sie einen naheliegenden Bezug zum verlinkten repository haben. In der unteren Eingabezeile „URL“ klickt man mit der rechten Maustaste und dann auf „Einfügen“, so das der Repo-Link aus der Zwischenablage dort eingetragen ist.

 

So sollte das denn aussehen.

 

Danach wird mit einem Klick auf „Weiter“ dieses Repository im Yast eingebunden. Beim nächsten Start von „YaST“ – „Software“ – „Software installieren“ steht der Inhalt dieses Repositories zum installieren zur Verfügung und ab da an automatisch auch alle Aktualisierungen die in dem Repo eingepflegt werde.

 

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openSUSE 12.1 MS testen und Fehler melden (auf deutsch !)

Seit Anfang September haben die openSUSE Entwickler den 5. Meilenstein der kommenden openSUSE Version 12.1 zum download und testen freigegeben. Und wer die Vorversionen testet möchte/soll möglichst auch gefundene Fehler an die Entwickler melden, damit diese bis zum Erscheinen der Finalen Version am 11.11.11 soweit wie möglich ausgeschlossen werden können. Man muss kein Programmierer sein um sich aktiv an der Entwicklung von openSUSE zu beteiligen.  Besonders so kurz vor der Fertigstellung einer Version ist es wichtig das die openSUSE User sich mit an den Tests der Milestones beteiligen und Ihre wertvollen Erfahrungen an die Entwickler weiterleiten. Denn schließlich möchten wir ja alle letztendlich eine nahezu perfekte Distribution benutzen.
openSUSE ist ein internationales Projekt, dass ausschließlich englischsprachig entwickelt wird. Nun ist es für openSUSE Fans die, aus welchen unterschiedlichen Gründen auch immer, keine englische Sprachkenntnisse besitzen fast ausgeschlossen einen brauchbaren Fehlerreport für die Entwickler zu erstellen und sie können somit erst mal nicht zur Perfektion ihrer Lieblingsdistribution beitragen.
Da kommt das deutschsprachige openSUSE Community Portal

http://community.open-slx.de

ins Spiel. Die wollen allen deutschsprachigen Benutzern von openSUSE die Möglichkeit geben, gefundene Fehler und Probleme in deutsch zu melden. Und zwar einfach als Foreneintrag in diesem Thread.
Bei open-slx werden diese Fehlermeldungen dann gesammelt und wöchentlich in den englischsprachigen Bugtracker von openSUSE eingepflegt.

open-slx wird ab da den Fehler auch weiter betreuen und auf Nachfragen von den Entwicklern antworten.
Wer einen gefundenen Fehler melden möchte muss aber trotzdem einen bestimmte Form einhalten, damit der Fehler so genau und detailliert wie möglich beschrieben wird.

Was genau dabei zu beachten ist findet ihr auf http://news.open-slx.de/2011/09/05/opensuse-12-1-milestone-5-veroeffentlicht/

 

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feste IP Adresse bei openSUSE 11.4

In meinem Heimnetzwerk arbeiten mehrere openSUSE-Linux Rechner, Windowscomputer und auch eine NAS-Station. Alle bekommen vom DHCP-Server des Routers, welcher mit in meinem Kabelmodem steckt, eine s.g. dynamische IP-Adresse zugewiesen. Das bedeutet, der DHCP-Server entscheidet, welchem Computer er auf dessen Anfrage welche IP-Adresse zuweist. Dadurch kann es natürlich auch passieren, dass die jeweiligen Computer auch öfter mal eine andere Adresse zugewiesen bekommen, eben dynamisch.
Dieser Vorgang ist im Grunde bei jedem Heimnetzwerk gleich, egal ob man einen externen Router benutzt oder ob der im Kabel- oder DSL Modem versteckt ist.
Nun habe ich aber etwas dagegen, dass meine Rechner hin-und wieder eine andere IP zugewiesen bekommen. Und zwar aus folgendem Grund. In meiner NAS Station arbeitet z.Bsp. ein Druckserver und daran ist ein USB-Drucker angeschlossen, der in meinem Heimnetzwerk allen Rechnern zur Verfügung stehen soll.
Da die anderen Rechner auf Basis der IP-Adresse auf den Druckerserver und damit auf den Drucker zugreifen ist es natürlich ungünstig, wenn sich die IP des Druckservers manchmal ändert. So ist das z.Bsp. schon einer von vielen möglichen Gründen, anstatt der dynamischen (veränderlichen)  IP-Adressen lieber feste, also statische IP-Adressen zu vergeben.

Standardmäßig werden IP-Adressen bei openSUSE bzw. KDE immer dynamisch bezogen. Das ist also die default Einstellung, die wir ändern wollen. Um zu erfahren welche IP Adresse mein Computer aktuell hat, startet man ein Terminal- oder Konsolenfenster, meldet sich da mit su als Root an, gibt das entsprechende Passwort ein und macht die IP Abfrage mit dem Befehl ifconfig .

 

su
Password
ifconfig

 

Die Abfrage der aktuellen IP Adresse

 

Nun möchte ich hier kurz die Vorgehensweise aufzeigen, wie man unter openSUSE 11.4 mit KDE 4.6.x Desktop feste IP-Adressen einstellt.

 

Wenn der KDE Networkmanager die Verwaltung der Netzwerkverbindungen übernommen hat, kann man das Bearbeiten der Netzwerkverbindungen über das KDE Network Kontrollmodul in der KDE Kontrollleiste aufrufen. Bei den anderen Desktopvarianten wie Gnome und XFCE ist die Vorgehensweise ähnlich.

 

Wenn wir mit der linken Maustaste in der KDE Kontrollleiste auf das Icon für die Netzwerkverbindung klicken, erscheint ein kleines Menü mit der Option „Verbindungen verwalten“. Diese Option angeklickt bringt das Einrichtungsfenster zum Vorschein.

 

Das Fenster zum Verwalten der Netzwerkverbindungen.

 

Um die Einstellungen einer Netzwerkverbindung zu ändern, markiert man diese und klickt auf „Bearbeiten“.

 

Bei den Optionen für die Netzwerkverbindung brauchen wir jetzt das rechte Registerblatt "IP-Adressen"

 

Wir müssen die Methode von "Automatisch (DHCP)" auf "Manuell" ändern.

 

Dann müssen die entsprechenden Adressen richtig eingetragen werden.

 

Wer die Netzwerkkonfiguration anstatt mit dem KDE Netzwerkmanager lieber nach der „traditionellen Methode“ über YaST macht, geht im Yast auf „Netzwerkgeräte > Netwerkeinstellungen“

 

Hier geht es zur Netzwerkkonfiguration im YaST, für alle die diese Option dem KDE Networkmanager vorziehen.

 

In den Netzwerkeinstellungen im Register "Übersicht" wählt man dann die jeweilige Netzwerkkarte aus und klickt unten auf den "Bearbeiten" Button.

 

Hier kann man jetzt genauso wie beim KDE Networkmanager die gewünschte festen Daten für diese Netzwerkschnittstelle vergeben.

 

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openSUSE 11.4 einrichten auf dem HP Pavilion dv9000

Nachdem die Installation von openSUSE 11.4 auf dem Notebook HP Pavilion dv 9000 problemlos vonstatten ging will ich jetzt zur Einrichtung und Konfiguration kommen. Ich hatte ja eine bestehende home-Partition von der vorherigen 11.3 Installation in das neue System übernommen, so dass ich nach der Installation schon fast meinen vertrauten Desktop und meine Daten und Einstellungen wieder vorgefunden habe. Das bedeutet eine nicht zu unterschätzende Arbeits- und Zeiteinsparung!

Es ist aber noch etwas Handarbeit nötig, bis mein SUSE System wieder komplett ist. Vielleicht kann der eine oder andere aus meinen Ausführungen einige Handgriffe und Vorgehensweisen für sich übernehmen oder findet einige Ideen oder Anregungen.

Wie ich in dem Artikel http://www.opensuse-lernen.de/?p=3862 beschrieben habe beginnen die ersten Schritte (fast) immer bei der Internetverbindung. Meine WLAN Verbindung war sofort nach der Installation durch die Übernahme des „alten“ Homeverzeichnisses einsatzbereit. Als nächstes habe ich gleich, wie schon oft erwähnt, die Community-Repositories hinzugefügt.

Das sind die Repositories, die bei einem neu installiertem openSUSE 11.4 standardmäßig eingebunden sind. Mit einem Klick auf "Hinzufügen" kann man weitere einbinden.

 

Man aktiviert die Option "Community/Gemeinschafts Repositories" und klickt auf "weiter"

 

Das sind die Repositories, die ich jetzt für mein System zusätzlich zum Einbinden ausgewählt habe

 

Bei dem Einbinden zusätzlicher Repos sollte man gut überlegen. Es macht nur Sinn, solche Repos einzubinden, deren Inhalt man auch wirklich braucht. Hier ist nicht immer „MEHR“ auch gleich „BESSER“ .

Und ich habe bei der Gelegenheit gleich das System auf KDE SC 4.6.2 geupgradet. Dazu habe ich die 2  Quellen „KDE Kern Pakete“ und „KDE Extra“ von der Seite http://de.opensuse.org hinzugefügt.

Danach habe ich über Yast –> Software installieren das System aktualisiert und noch einige Programme, wie z.Bsp. das Cairo-Dock nachinstalliert um erst mal wieder meine vollständige gewohnte Optik und Bedienung wieder zu erlangen.

 

Mit dieser Option lädt Yast alle neuen verfügbaren Pakete.

 

Danach sieht mein Desktop schon wieder ein Stück vertrauter aus und ( gleich mit erledigt … ) KDE SC ist auf Stand 4.6.2

 

Der Desktop von openSUSE 11.4 nach meinen Vorstellungen. Noch fehlen einige Programme, deren Icons im Cairo-Dock durch Platzhaltersymbole ersetzt worden sind.

 

Das Erstaunlichste an der ersten Konfiguration heute war, dass der NVIDIA Treiber funktioniert. Zur Erinnerung: Es gab ja schon seit längerem Schwerigkeiten bei openSUSE / KDE / NVIDIA bei bestimmten Konstallationen. Genau nachzulesen bei lisufa’sBlog. Auch ich war mit meinem HP Laptop und der darin verbauten Grafikkarte GeForce 8600M GS  lange zeit von diesem Bug betroffen.

 

Nun habe ich bei dieser openSUSE 11.4 Installation noch mal die Gelegenheit genutzt und das openSUSE-NVIDIA Repository eingebunden und den darin erhaltenen NVIDIA Treiber installiert. Installiert ist jetzt bei mir der Treiber NVIDIA 260.19.44 und funktioniert einwandfrei. Es scheint also so, dass der Fehler endlich behoben worden ist. Dazu gibt es auch einen Artikel bei lisufa’sBlog.

 

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Erste Schritte nach openSUSE 11.4 Installation – Community Repositories hinzufügen

Nachdem ich in den vergangenen Wochen einigen anderen wichtigen privaten und beruflichen Dingen den Vorrang geben musste, geht es jetzt wieder weiter mit der Einrichtung von openSUSE 11.4 speziell für Neuein- bzw. Umsteiger.

Ich habe diese Serie zu openSUSE 11.4 mit einer Beschreibung zur Installation begonnen und danach mit den „Ersten Schritten“ nach der Installation weiter gemacht. Dabei war die Verbindung zum Internet das erste, was eingestellt werden sollte.

Nun , nachdem die Internetverbindung klappt, sollten auch ziemlich zeitnah die notwendigen zusätzlichen Software Repositories hinzugefügt werden.

Für bereits gestandene Linuxer ist dieser Vorgang nichts neues und auch längst nichts ungewöhnlichen mehr. Es gehört halt zu jedem Linux längst dazu. Mal mehr, mal weniger und von Distri zu Distri in leicht abgewandelte Formen. Für Umsteiger aus der Windowswelt ist es doch etwas neues und bedarf einiger weitere Worte der Erläuterung.

Was sind Repositories ?

Kurz mit eigenen Worten:

Repositories sind Software Quellen (Lager) im Internet. Sie halten Programme, Pakete u.s.w. meistens in speziell aufbereiteter Form für einen bestimmten Zweck vor. Also z.Bsp. Repositories für openSUSE beherbergen viele tausend Programme und Pakete in einer Form ( als *.rpm Pakete ) wie sie das Installationsprogramm YaST bzw. RPM von openSUSE erwartet. Als Beispiel schau mal auf diesen Link. Das ist z.Bsp. eines von vielen Repositories von Packman für openSUSE 11.4 .

Und bestimmte diese Internet Softwarequellen kann ( … und sollte man 😉 ) je nach Bedarf in seinem Linux einbinden. Dadurch hat das Installationsprogramm also nicht nur Zugriff auf den Inhalt des Installationsmediums ( DVD, CD ? ), sondern auf viele weitere Programme, Erweiterungen und Updates aus dem Internet. Diese kann man dann sowohl zur Programm – bzw. Softwaresuche und Installation, wie auch zur Aktualisierung/Updates verwenden. Manche Funktionen wie z.Bsp. die mp3 Unterstützung werden gar nicht von dem Installationsmedium installiert, sondern müssen über Repositories nachinstalliert werden.

Wikipedia Definition : Repository

Wie fügt man nun Repositories hinzu ?

Bei openSUSE ist im YaST schon alles vorbereitet, um einige der wichtigsten und gängigsten Paketquellen hinzuzufügen.

Startet YaST und wählt "Software --> Software-Repositories"

 

Danach öffnet sich dieses Fenster zum Konfigurieren der Software-Repositories. Hier können sie hinzugefügt, bearbeitet oder auch wieder entfernt werden. ( In meinem Beispiel sind jetzt schon von mir hinzugefügte Repos dabei ) Um ein oder mehrere Repos neu einzubinden klicken wir auf "Hinzufügen"

 

Hier wählen wir die Option "Community/Gemeinschafts-Repositories" und bestätigen mit einem Klick auf "weiter"

 

Danach erscheint dieses Fenster mit einer Liste der Community Repositories. Hier können wir jetzt das gewünschte Repo makieren und erhalten in der unteren Fensterhälfte eine knappe Beschreibung zum Inhalt der Quelle. Mann kann natürlich auch gleich mehrere Quellen markieren.

 

Hier kommt jetzt natürlich die Frage: Welche dieser Community Repositories brauche ich denn nun für mein System?

Dieses lässt sich nicht so allgemein gültig beantworten und ist individuell für jedes System, vom Inhalt der Quelle und von den persönlichen Ansprüchen des Anwenders abhängig.

  • Zwar gilt: Nur soviel zusätzliche Repos wie nötig einbinden. Weniger ist auch hier manchmal mehr 😉
  • Aber für die Oberflächen oder die Programme die man nutzt, sollte man auch die Repositories einbinden um Aktualisierungen, Verbesserungen und Korrekturen mitzubekommen.

Am wichtigsten erscheint mir das Packman Repositorie. Diese bringt wichtige Erweiterungen und geänderte Pakete für die Multimediafunktionalität von openSUSE mit. Bei den anderen Quellen muss man sehen ob man sie braucht. Wer LibreOffice nutzt und gerne immer die aktuellste stabile Version davon auf seinem System nutzen will, der sollte z.Bsp das Repo „Stable LibreOffice“ aktivieren. Oder, anderes Beispiel: Wer die Desktopoberfläche „LXDE“ benutzt, für den wäre das entsprechende Repo zu aktivieren sinnvoll. Es ist sowieso empfehlenswert die jeweiligen openSUSE-BuildService Repos für die verwendete Desktopoberfläche zu aktivieren. Für Firefoxnutzer ist es durchaus auch sinnvoll, das Repo „openSUSE BuildService – Mozilla“ zu aktivieren, um immer den aktuellsten Firefox Browser zur Verfügung zu haben.

 

Danach wird der Inhalt der neu hinzugefügten Softwarequellen initialisiert.

 

Dabei muss man für jedes hinzugefügte Repositorie einmalig den GnuPG-Schlüssel importieren und damit diese Softwarequelle als vertrauenswürdig einstufen.

 

Danach ist das oder die entsprechenden Repos in meiner Repositorie-Liste aufgenommen und YaST hat ab sofort Zugriff auf dessen Inhalt und bezieht diesen bei Installationen und Aktualisierungen mit ein.

 

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Erste Schritte nach openSUSE 11.4 Installation – Internetzugang

Im vorigen Artikel habe ich kurz von der Installation von openSUSE 11.4 auf meinem Netbook HP Mini 210 berichtet. Nun habe ich da ein ganz frisches Linux Betriebsystem in Form von openSUSE 11.4 mit KDE Desktop auf dem Gerät und jetzt geht es daran, dieses openSUSE Schritt für Schritt nach meinen Vorstellungen einzurichten und anzupassen.


Der erste Schritt ist die Einrichtung der Internetverbindung bzw. genauer gesagt einer Netzwerkverbindung zum Router per LAN (Kabel) oder WLAN, denn damit steht und fällt alles weitere.


So sieht das Netzwerkicon im Systemabschnitt aus, wenn keine Internetverbindung bzw. Netzwerkverbindung besteht.


Wer seinen Computer z. Bsp. per Netzwerkkabel mit einem DSL- oder auch Kabelrouter verbindet braucht in der Regel nichts weiter zu tun. Die notwendigen Einstellungen werden automatisch zwischen dem Router und dem Computer geregelt und in den meisten Fällen ist sofort ohne Eingriff des Benutzers die Internetverbindung auch für openSUSE verfügbar. Es kann höchstens sein, dass bestimmte Routersicherheitseinstellungen einer Verbindung im Wege stehen. Dann ist es aber wie gesagt, eine Frage der Routerkonfiguration. OpenSUSE ist in der Standardeinstellung so gestrickt, das wenn die Netzwerkschnittstelle für die Kabelgebundene Verbindung ordnungsgemäß erkannt und konfiguriert wurde ( und das klappte bisher sehr zuverlässig ) , alle Verbindungseinstellungen automatisch eingestellt bzw. Vom Router angefordert werden.


.. und so sieht das Netzwerkicon im Systemabschnitt MIT kabelgebundener Netzwerkverbindung aus.


Mit einem Linksklick auf das Netzwerkicon erscheint noch ein kleines Menü mit einigen Optionen


Anders sieht das bei WLAN Verbindungen aus. In meinem Fall mit diesem Gerät wurde das WLAN Modul zwar erkannt, aber nicht konfiguriert weil die entsprechende Firmware fehlt. Um diese zu installieren muss ich aber ins Interne. Ein Teufelskreis 🙂
Also bin ich gezwungen, mein Netbook erst mal per Kabel an meinem Router anzuschließen.


Nachdem ich also erst mal kabelgebunden ins Internet gehe, habe ich die WLAN Konfiguration nach der Vorgehensweise aus diesem Artikel vorgenommen. Dieser Artikel war zwar schon für openSUSE 11.3, an der Vorgehensweise hat sich aber nichts geändert und in dem Artikel ist auch beschrieben, wie und welche Repositories dazu vorher noch eingebunden werden müssen.


So verändert sich das Menü des Networkmanager nach erfolgreicher Aktivierung der WLAN Schnittstelle


Danach klickt man auf „Verbindungen verwalten“ …


wählt das jeweilige WLAN Netzwerk aus, mit dem man eine Verbindung aufbauen möchte.


Hier muss jetzt noch dasPasswort für die WLAN Verschlüsselung eingegeben werden.


Das Passwort für die WLAN Verschlüsselung muss man den Einstellungen am WLAN Router entnehmen. Man sollte es aus Sicherheitsgründen nicht zu einfach und zu kurz wählen.

Und schon funktioniert die Internetverbindung per WLAN

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Packman strukturiert die Paketdepos neu

Interessante Information für alle openSUSE Anwender. Das Packman Repository wird um strukturiert. Alle openSUSE Anwender die darauf zugreifen ( und openSUSE ist ohne Packman kaum zu gebrauchen 😉 ) werden darauf reagieren müssen.

Alle Informationen und was zu tun ist findet ihr unter Lisufa’sBlog.

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aktuelles Problem mit NVIDIA Treiber Update

Die letzten Tage habe ich mich mit einem unschönen Problem rumgeärgert. Beim Start meines Rechners eines Morgens funktionierte der KDE Plasma Desktop nicht mehr und dafür kam eine Absturzmeldung vom KRunner. Die kam aber nicht nur ein mal, sondern müllte mir akribisch im Sekundentakt meinen Bildschirm zu.

Also, wem ähnliche Probleme zur Zeit das Leben schwer machen, hier die Lösung  (..die vorläufige.. 😉 )

Die Informationen zu der Lösung dieses Problems habe ich bei Diskussionen im openSUSE Forum und bei lisufasblog gefunden.

Das Problem besteht in manchen Fällen im Zusammenhang mit folgenden Voraussetzungen:

  1. NVIDIA Grafikkarte
  2. KDE SC 4.5.2
  3. Neuer NVIDIA Treiber 260.19.12

Scheinbar besteht eine Unverträglichkeit in einigen Fällen. Bisher gibt es noch keine offizielle Meldung dazu. Aber die Mehrheit der User bestätigen diese Möglichkeit.

Lösung:

Bis das Problem mit diesem neuen Treiber gelöst ist, sollte man wieder zu der vorherigen Treiberversion wechseln. Wie immer gibt es bei openSUSE dafür mehrere Möglichkeiten.

Wenn man an Yast aus dem KDE Desktop noch rankommt ist es kein Problem. ( bei mir war es so doll, dass ich den Umweg über einen anderen Desktop [Gnome] bei der Anmeldung genommen habe)

Dann startet ihr „Software“ -> „Software Repositories

Deaktiviert das aktuelle NVIDIA Repository!

und bindet ein NVIDIA Archiv als Repository ein.

http://anorien.warwick.ac.uk/mirrors/opensuse/nvidia/download.nvidia.com/opensuse/11.3/

Das Ersatzweise eingebundene NVIDIA Treiber Archiv

Dann braucht man über Yast nur noch ein Downgrade auf  Treiber 256.53 durchführen und der KDE Desktop funktioniert wieder.

Downgrade des NVIDIA Treibers mittels Yast

Etwas fortgeschrittene Linuxer werden diese Aktion schneller in der Konsole mit zypper erledigen.

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openSUSE im Netzwerk – Teil 2 : Verbindung per SSH

Diese(r) Artikel / Beschreibung wurde mit folgendem System erstellt bzw. getestet.
openSUSE 11.3 (i586) | Kernel 2.6.34.7-0.2 | KDE 4.5.1

Nachdem wir in Teil 1 nun sichergestellt haben, dass unsere beiden Rechner sich gegenseitig „anpingen“ können, also gegenseitig erreichbar sind, wollen wir jetzt per SSH auf die Dateien des anderen openSUSE Rechners zugreifen.

Was ist SSH ?

Ich will mich dafür gar nicht selbst ins Zeug legen. Denn das ist bereits oftmals im Internet erläutert worden und kann z.Bsp.  sehr gut bei Wikipedia nachgelesen werden.

Warum mit SSH ?

Auch dazu meint Wikipedia folgendes: Die Sicherheit von SSH wird durch eine Reihe von kryptographischen Algorithmen zur Verschlüsselung und Authentifizierung gewährleistet.

Mit SSH baut man also eine verschlüsselte Verbindung zwischen den Rechnern auf, bei der nicht nur das Passwort bei der Anmeldung verschlüsselt übertragen wird, sondern auch der gesamte Datenverkehr während der Verbindung.

SSH installieren

Wir brauchen dazu das Paket „openssh“ Natürlich auf allen beteiligten Computern. Bei einer ganz normalen Standardinstallation von der openSUSE 11.3 DVD, ohne besondere Eingriffe, ist openssh nicht mit installiert. In der Regel muss es nachinstalliert werden.

Entweder Ihr schaut in YaST ob das Paket installiert ist oder als Benutzer Root in der Konsole mit dem Befehl

zypper if openssh

Wenn ja, gibt zypper auf der Konsole etwa diese Ausgabe

Informationen für Paket openssh:
Repository: @System</pre>
Name: openssh
Version: 5.4p1-8.2
Arch: i586
Hersteller: openSUSE
Installiert: Ja
Status: aktuell
Installierte Größe: 2,5 MiB
Zusammenfassung: Secure Shell Client and Server (Remote Login Program)
Beschreibung:
SSH (Secure Shell) is a program for logging into and executing commands
on a remote machine. It is intended to replace rsh (rlogin and rsh) and
provides openssl (secure encrypted communication) between two untrusted
hosts over an insecure network.

Wenn nicht, eben mit YaST oder mit zypper mit dem Befehl

zypper in openssh

gleich nachinstallieren.
Dann muss der SSH Daemon noch gestartet werden. Wieder auf der Konsole und wieder als Root

rcsshd start

Damit der SSH Daemon dann künftig immer beim Systemstart mit startet

insserv sshd

Mit dem Befehl

service sshd status

kann man mal fix checken ob der SSH Daemon momentan läuft und mit

chkconfig sshd

kann man kontrollieren ob der SSH Daemon beim Systemstart aktiv wird.

Als nächstes muss die Firewall angepasst werden, damit der Port für SSH geöffnet ist. Das kann man selbstverständlich auch auf der Konsole erledigen ( wie eigentlich so fast alles 😉 ) aber das möchte ich euch mit grafischen Möglichkeiten zeigen.
Startet YaST > Sicherheit – Benutzer > Firewall

Firewall Konfiguration starten

Bei der Konfiguration der Firewall wählt man links " Erlaubte Dienste" aus und danach rechts "zu erlaubender Dienst". Aus der Liste wählt ihr "Secure Shell-Server" aus und klickt auf "Hinzufügen". Das war's schon.

Dann wird mit einem Klick auf „weiter“ das Fenster geschlossen und nach einer Zusammenfassung die neue Firewall Konfiguration geschrieben.

SSH benutzen

So, nun kann schon mal SSH probiert werden. Im folgenden Beispiel habe ich auf der Konsole eine SSH Verbindung von Rechner A zu Rechner B aufgebaut.

thomas@linux-4smx:~> ssh 192.168.2.5
Password:
Last login: Thu Sep 23 23:40:39 2010 from 192.168.2.4
Have a lot of fun...
thomas@linux-ndf5:~>

Beim ersten mal wird noch das akzeptieren des Key’s abgefragt, welches der User mit „yes“ bestätigen muss. Das Passwort, welches abgefragt wird, ist das des am anderen Computer angemeldeten Benutzers.
Hier war als das SSH Login bei dem anderen Computer erfolgreich. Jetzt könnte man sich mit Konsolenbefehlen schon auf dem anderen Rechner „bewegen“ und z.Bsp. Dateioperationen durchführen.
Aber wir wollen es ja bequemer und das ganze in der grafischen Desktopumgebung nutzen.

Als Beispiel nehmen wir hier mal den Dateimanager „Dolphin“ von KDE 4.5.x
In der Adressleiste oben gebe ich folgendes ein:

fish://thomas@192.168.2.5/home/thomas/

Erläuterung: vor dem @ kommt der Benutzer, der auf dem anderen Rechner angemeldet ist und hinter der IP das Verzeichnis welches man angezeigt bekommen möchte.

Hier ist der Inhalt des entfernten Rechner. Diese Ansicht dann noch zu "Orte" hinzugefügt macht den SSH Zugriff zu dem jeweiligen Gerät immer schnell verfügbar.

Nun kann man ganz bequem im grafischen Dateimanger zwischen den Computern Dateien hin- und herschieben.

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openSUSE im Netzwerk – Teil 1: Grundsätzliches

Diese(r) Artikel / Beschreibung wurde mit folgendem System erstellt bzw. getestet.
openSUSE 11.3 (i586) | Kernel 2.6.34.7-0.2 | KDE 4.5.1

Die meisten haben heutzutage mehrere Rechner in ihrem Haushalt. Und irgendwann kommt jeder zu dem Punkt, Daten und Dateien zwischen den Computern zu bewegen bzw.  zu tauschen. Dazu hat man die Computer, die man sein eigen nennt in ein Heimnetzwerk zusammengefasst und möchte nun von einem Rechner auf die Dateien eines anderen Rechner zugreifen. Da das Thema Netzwerk sehr umfangreich ist will ich es in mehrere Teile splitten.

Fürs Erste bleibe ich bei den Erläuterungen beim Zugriff zwischen zwei openSUSE 11.3 Systemen. Für andere openSUSE Versionen sind die Abweichungen nur gering, ebenso für andere Linux-Distributionen.

Ich möchte auch gar nicht den grundsätzlichen NetzwerkAUFBAU beschreiben, sondern mich auf den Zugriff zwischen openSUSE Systemen bei bestehenden Netzwerken beschränken.

Wer mit seinen Maschinen hinter einem Router ( meist im Zusammenhang mit einem DSL- oder Kabelmodem ) sitzt, hat schon ein eigenes Heimnetzwerk.

Zuerst muss man mal die IP-Adresse der Rechner herausbekommen.  Also von jedem Rechner von bzw. auf den Ihr zugreifen möchtet. Dafür gibt es ne ganze Menge verschiedener Möglichkeiten. Die einfachste und schnellste ist das Kommando

ifconfig

als Root in der Konsole bzw. Terminal.

Herausfinden der eigenen IP Adresse.

Bei mir haben also die beiden openSUSE Rechner die IP-Adressen:

Rechner A :   192.168.2.4

und

Rechner B :   192.168.2.5

Spoiler
[collapse]

Als nächstes sollte man erst mal die gegenseitige Erreichbarkeit prüfen.

Dazu gebe ich bei Rechner A in der Konsole als Root folgenden Befehl ein:

ping 192.168.2.5

mit [STRG]+[C] beendet man den Ping.

Wenn die Erreichbarkeit von Rechner A zu B funktioniert, sollte die Ausgabe so aussehen.

PING 192.168.2.5 (192.168.2.5) 56(84) bytes of data.
64 bytes from 192.168.2.5: icmp_seq=1 ttl=64 time=87.6 ms
64 bytes from 192.168.2.5: icmp_seq=2 ttl=64 time=7.80 ms
64 bytes from 192.168.2.5: icmp_seq=3 ttl=64 time=29.7 ms
64 bytes from 192.168.2.5: icmp_seq=4 ttl=64 time=51.7 ms
64 bytes from 192.168.2.5: icmp_seq=5 ttl=64 time=73.9 ms
64 bytes from 192.168.2.5: icmp_seq=6 ttl=64 time=81.2 ms
64 bytes from 192.168.2.5: icmp_seq=7 ttl=64 time=17.3 ms
^C
--- 192.168.2.5 ping statistics ---
8 packets transmitted, 7 received, 12% packet loss, time 7010ms
rtt min/avg/max/mdev = 7.808/49.932/87.648/29.833 ms

Das bedeutet, das Rechner A den Rechner B in meinem Heimnetzwerk zumindest erreichen kann.
Das selbe sollte man nun auch von Rechner B zu A tun. Das Ergebnis sollte entsprechend gleich sein.

Soweit erst mal zu der grundsätzlichen Erreichbarkeit in unserem Heimnetzwerk. Wenn das erst mal steht ist die erste Hürde schon genommen.

Im nächsten Teil kommen wir zum gegenseitigen Zugriff der beiden openSUSE Rechner per SSH.

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