OpenSuse 11.1 ist nicht mehr weit und wie schon so oft plagen sich die Linuxer mit der Frage, ob sie per Update von einer früheren OpenSuse-Version oder per Neuinstallation in den Genuss des neueren OpenSuse kommen.
Ich habe seit der Version 6.4 jede OpenSuse ( oder damals noch Suselinux
) – Version mitgemacht und alle Möglichkeiten ausprobiert.
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1. Update:
Im Prinzip ist es bisher immer möglich gewesen mit der Update-Option vom Installationsmedium ein OpenSuse auf eine neuere Version zu bringen.
Aber trotzdem rate ich davon ab !
Richtig gut funktioniert das nur, wenn man ein fast “jungfräuliches” System hat. Hat man aber schon im Laufe der Zeit diverse Änderungen am System vorgenommen
- Systemdateien verändert oder hinzugefügt,
- Programme von anderer Herkunft als vom Installationsmedium installiert ,
u.s.w.
funktioniert das ganze schon nicht mehr so richtig und das Update macht mehr Nacharbeit nötig als einem lieb ist.
Manchmal sind einige Sachen in neuen OpenSuse Versionen auch nicht mehr vorhanden bzw. sie sind neu gestaltet, die in der alten Version aber noch tadellos funktionieren. Das bringt mehr Schwierigkeiten ins System und man beginnt schon mit der Beseitigung von Problemen, wo man eigentlich ein neues stabiles System erwartet.
mein Fazit: Wer ein fast “jungfräuliches” OpenSuse-System als Ausgangsbasis hat kann ein Update vom Installationsmedium durchführen. Für alle anderen geht’s unten weiter
2. Neuinstallation:
a.) Bei einer guten Linuxinstallation ist das /home Verzeichnis auf einer extra Partition untergebracht. Und das ist großer Vorteil für viele Linuxer.
Wenn man bei der Neuinstallation mit dem OpenSuse-Installer an den Punkt der Partitionierung kommt, formatiert man die Partition auf der das /home Verzeichnis ist einfach NICHT, sondern bindet es wieder als /home in die neue Partition ein.
Also genau hinsehen: Alle anderen Partitionen auf denen das neue OpenSuse-Linux soll, müssen FORMATIERT werden. Damit sind sie leer und frei für das neue System. Aber die Partition mit /home NICHT FORMATIEREN, sondern so wie sie ist wieder mit einbinden.
Dann muss man nur noch drauf achten, dass man die Benutzer wieder genauso anlegt wie sie auf dem alten System waren. Wenn man alles richtig gemacht hat, hat man nach der Anmeldung bzw. nach dem Rechnerstart wieder sein Homeverzeichnis wie auf dem alten System zur Verfügung, mit allen Einstellungen und Daten. Desktopeinstellungen wie z.Bsp. das Hintergrundbild, spezielle Programmeinstellungen, Lesezeichen, Kontakte u.s.w alles ist wie vom alten System gewöhnt sofort wieder da.
Problem bei dieser Variante:
Wenn die Versionsprünge der Software und Programme zu groß und zu heftig sind ( z.Bsp. von KDE 3 zu KDE 4 ) dann funktioniert das nicht ganz so perfekt. Genauso besteht so schon eher die Gefahr, dass man sich sein Homeverzeichnis unkontrolliert vollmöllt, weil alte Daten, Einstellungen und Dateien eventuell nicht mehr gebraucht aber nicht entfernt werden.
b.) Variante 2.b ist meine eigentliche Empfehlung. Damit habe ich im Laufe der Jahre die besten Erfahrungen gemacht. Eigentlich genau das gleiche wie bei Pkt. 2.a .
Nur das man die im Verzeichnis /home/benutzername versteckten KDE-Verzeichnisse ( es könnten eventuell 2 sein ) vorher löscht oder noch besser – umbenennt, dann ist der Inhalt für den Notfall noch da, falls man was vergessen hat. Dabei gibt es auch wieder etwas zu beachten.
Vorher sollte man unbedingt von KDE-Einstellungen und KDE-Programmen die einem wichtig sind Einstellungen sichern. Welche das sind, hängt davon ab, welche man benutzt.
Bei mir ist das z.Bsp der KDE Passwortsave “Kwallet” in “KOrganizer” die Kontakte und den Kalender ( für alle gibt es eine gute Export- und Importfunktion)
Das löschen oder umbenennen der versteckten KDE Verzeichnisse geht aber gar nicht so ohne weiteres. Wenn ihr aus eurer KDE Oberfläche euer eigenes verstecktes KDE Verzeichnis löscht / umbenennt, legt KDE es sofort wieder neu an. So geht es also nicht. Auch für dieses Problem gibt es wieder mehrere Möglichkeiten. Entweder ihr meldet euch als root an und benennt dann das .kde-Verzeichnis in dem entsprechenden Homeverzeichnis um, oder ihr startet euer System mit einer anderen Oberfläche als KDE, z.Bsp. mit Gnome oder mit Xfce. Eine zusätzliche Option ist auch, den Computer mit einer Linux-Live-CD ( wie z.Bsp. Knoppix ) zu booten und von da aus dann die entsprechenden Verzeichnisse umzubenennen.
Die Nachteile dieser Variante sind: Man muss sich nach erfolgter Neuinstallation wieder an die Gestaltung des pers. Desktops machen, die Sicherungen und Lesezeichen an die richtigen Stellen zurück spielen. Es ist aber auch eine Chance, etwas Ordnung in das Homeverzeichnis zu bringen.





