Vor einiger Zeit hatte ich hier schon mal erläutert, wie man mit dem Dock AWN (Avant Window Navigator) den KDE Desktop unter openSUSE 11.1 verschönern konnte.
Jetzt bei openSUSE 11.2 gestaltete sich die Installation des AWN schon wesentlich schwieriger. In den (zumindest von mir eingebundenen) Repositories war kein AWN mehr zu finden. Deshalb habe ich mich für openSUSE 11.2 nach einer Alternative umgesehen und habe etwas viel besseres gefunden.
Das Cairo-Dock.
Cairo-Dock ist ein grafisch sehr schickes Dock, welches wieder eigentlich für GNOME oder Xfce gemacht ist, es kann aber auch unter KDE benutzt eingesetzt werden. Es ist ähnlich dem Avant Window Navigator,dem Docky oder dem bekannten Dock von Mac OSX. Es kann Progammstarticons, Minianwendungen und die laufenden Programme aufnehmen und darstellen. Programmstarter können in Unterdocks zusammengefasst werden, um Platz zu sparen. Das ‘Design und die Effekte des Cairo-Docks können durch zahlreichen Theme mit einem weit gefächerten Angebot induviduell gestaltet werden. Am besten funktioniert das Cairo-Dock mit OpenGL Unterstützung. Aber auch ohne bestehen gute Chancen für ein gut funktionierendes Dock. Seit Version 2.0.0 kann man Cairo-Dock ohne OpenGL nutzen.
Installation:
Das Cairo-Dock kann wieder unter openSUSE mit YaST installiert werden. YaST starten und in der linken Spalte “Software” und danach rechts “Software installieren oder löschen” auswählen. Im YaST Fenster wählt man dann die Registerkarte “Suchen” und sucht nach dem Programm durch die Eingabe des Programmnamens. (siehe nächster Screenshot)
Bei meiner Installation ist das Cairo-Dock vom Packman -Repositorie installiert worden. Diese Quelle sollte dazu also bei Euch im YaST eingebunden sein. Das Cairo-Dock wird bei der Installation diverse Abhängigkeiten auflösen wollen. Ihr solltet möglichst dafür sorgen, dass alle Abhängigkeiten positiv erfüllt werden. Ansonsten kann es passieren, dass das Cairo-Dock gar nicht oder nicht richtig funktioniert. Eventuell müssen noch einige Repos hinzugefügt werden, die die entsprechenden Pakete bereithalten. Auch sollten die 3D Fähigkeiten der Grafikkarte durch die entsprechenden 3D Treiber der Grafikkartenhersteller aktiviert bzw. installiert sein.
Start und Benutzung:
Das Cairo-Dock kann unter KDE 4.3.x ganz locker aus dem K-Menue gestartet werden,
oder wie gehabt auch mit [Alt]+[F2] und Eingabe von Cairo-Dock.
Aber aufgemerkt !!! Daraus ergibt sich ein Problem! Wenn man jetzt den Rechner mit openSUSE neu startet, erkundigt sich das Cairo-Dock jedes mal, ob die openGL Unterstützung mit gestartet werden soll. Zumindest in meinem Beispiel mit einer Nvidia-Grafikkarte. Das ist ziemlich nervig.
Das müssen wir natürlich noch abstellen. Dazu kann man das Cairo-Dock mit dem Parameter -o starten. Dies unterdrückt diese nervige Abfrage. Um das Cairo-Dock nun mit diesem Parameter -o zu starten schreiben wir ein kleines Script mit folgendem Inhalt:
—————————————————————————–
#!/bin/sh
exec /usr/bin/cairo-dock -o
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und speichern es unter “cairo-dock-o” oder etwas ähnliches im Autostartordner von ~/.kde4. Also dem versteckten KDE4 Ordner in eurem Homeverzeichnis.
Danach muss dieses Script noch ausführbar gemacht werden. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste im Dolphin auf das Script und wählt “Eigenschaften” und macht in der Registerkarte “Berechtigungen” ein Häckchen bei “Ausführbar“.
Als kleinen Service biete ich euch hier mein Script “cairo-dock-o” als Download an. Braucht Ihr es nicht selber zu erstellen.
cairo-dock-o (37 bytes, 225 hits)
Einfach die Datei im versteckten Ordner /home/meinName/.kde4/Autostart speichern. Die Datei wird euch im Dateimanager wie z.Bsp. Dolphin nur angezeigt, wenn Ihr euch versteckte Dateien anzeigen lasst. (siehe Menue im Dolphin “Ansicht – versteckte Dateien anzeigen”)
Kontrolliert aber noch mal, ob das Script auch “Ausführbar” bei euch gespeichert ist.
Nachdem das getan ist, haben wir zwar das erste Problem gelöst, aber dafür ein neues. Das Cairo-Dock startet jetzt beim openSUSE Start zwei mal. Einmal durch unser Script im Autostartordner von KDE ohne openGL-Abfrage und einmal durch die ganz normale Sitzungsverwaltung von KDE. Diese stellt ja beim Start alle Programme wieder her, die beim letzten Runterfahren geöffnet waren und so auch das Cairo-Dock. Und das werden wir noch als nächstes abstellen.
Danach werden alle Programme bei einem Neustart wieder hergestellt, die man beim Runterfahren geöffnet gelassen hat. Also für manche sind das solche Programme wie z.Bsp. Skype oder auch Kopete u.s.w. Außer das Cairo-Dock !!! Das wird NICHT wieder durch die Sitzungsverwaltung hergestellt, sondern durch unser Script im Autostartordner von KDE. Und das jetzt wie gewünscht ohne openGL Startabfrage.


















