Seit einiger Zeit entwickelt Novell zusammen mit Intel dessen Linuxbetriebssystem “Moblin” für Netbooks weiter. Rauskommen soll ein auf Moblin basierendes openSuSE.
Da ich meinen kleinen “Acer Aspire One 110L ” derzeit immer noch mit EasyPeasy ( eine Ubuntuvariante für Netbooks – meiner Meinung nach die derzeit beste und ausgereifteste Lösung für die kleinen Dinger ) betreibe, wollte ich wissen wie sich das neue opensuse-moblin denn so auf den Netbooks schlägt.
Das ISO-Images des opensuse-moblin-preload kann man hier runterladen. Mein erster Versuch es bootable mit dem Tool “unetbootin” auf einen USB-Stick zu bringen scheiterten ohne Fehlerausgabe.
Beim zweiten Versuch habe ich ein externes DVD-Laufwerk eingesetzt.
Der Installationsprozess begann anstandslos und ist in dieser frühen Testversion nur in Englisch.
Die Installation lässt so gut wie keine Eingriffe zu. Man kann keine Festplatte bzw. Partition auswählen. Opensuse-moblin nimmt sich einfach den ganzen Speicher, der zur Verfügung steht und überschreibt ihn ohne Warnung oder Hinweise. Es können auch keine Benutzer angelegt oder bearbeitet werden. Automatisch wird ein Standarduser “linux” angelegt. Auch irgendwelche Softwareauswahlmöglichkeiten fehlen gänzlich.
Auf jeden Fall läuft die ganze Installation fast völlig automatisch und selbstständig und auch fehlerfrei ab.
Das neu installierte System bootet dann in der fantastischen Zeit von ca. 25 Sek. Für openSuSE Verhältnisse hervorragend. ( einige andere Netbook Linuxvarianten z.Bsp. Linpus, Moblin 2 beta schaffen es auch in ca. 15 Sek. ) Auch jetzt ist noch keine Umstellung auf Deutsch möglich. Die Hardware ( WebCam, WLAN u.s.w ) funktioniert sofort anstandslos. Das System ist eigentlich mit dem Intel-Moblin selbst identisch. Nur das in diesem openSuSE-moblin die SuSE typischen Werzeuge wie z.Bsp. Yast zur Verfügung stehen. Die sehr schicke grafische Oberfläche ist sicherlich Geschmackssache. Ich bin von der Bedienoberfläche jedenfalls sehr begeistert.
Was ich mir noch wünschen würde ( oder ich habe es nur nicht gefunden
) ist, ein Umschaltmöglichkeit zum normalen Standard-Desktop, ähnlich wie bei EasyPeasy.
Ich wollte für eine detailliertere Dokumentation eine zweite Installation durchführen. Aber zu meiner Überraschung war das opensuse-moblin nicht zu einer zweiten Installation zu bewegen.
Nach der Installation des “Basis-Systems” kommt ein Reboot und danach eigentlich die richtige Installationsroutine. In diesem Fall begann nach dem Reboot immer wieder von vorne die Installation des “Basis Systems”. Die Ursachen hierfür können einerseits recht simpel andererseits aber auch ziemlich vielfältig sein. Die Fehlersuche musste ich vorerst aus Zeitgründen abbrechen.
Fazit: “Mein” vertrautes openSuSE-Linux mit der Geschwindigkeit von Moblin ist schon eine verlockende Aussicht für den kleinen AAO. Aber in dieser frühen Testversion ist es natürlich noch nicht Alltagstauglich. Wenn es sich in die richtige Richtung weiter Entwickelt, kann es durchaus mal das EasyPeasy auf meinem AAO ablösen.







